Montag, 14. September 2009
Lasst die Hasen tanzen, NOW!
Suoosdikum! Haberlatikum, franzen deten gräfenhenichen! JOSTI!

So. Das musste mal geschrieben werden. Vorab ein kleiner Gruß aus der Küche:

Sie wissen, dass Sie alt sind, wenn die Helden Ihrer Jugend auf dem Krabbeltisch unter Wert verschleudert werden und niemand, wirklich niemand sich dafür interessiert, außer SIE!

Diese tolle Platte habe ich mir mal gaaaaaaaaaanz doll gewünscht. Aber zuvörderst hatten wir DDR, da gabs die erst gar nicht, dann hatten wir BRD, da es gab alles, was man bezahlen konnte und damit eben nicht dieses Doppelalbum.

Es hat immerhin mal bei Karstadt Musik in Lüneburg 29,99 DM gekostet. Später gab es das Album als Geschenk zum Geburtstag und heute steht es in Ermangelung eines Abspielgerätes mit all den anderen Schätzen im Seniorenheim für Vinyl, also im Keller.


Vorspeise

War ich heute in diesem total tollen Hotel hier in Hamburg, weil Chefchen meinte, da müsse man hin und U N B E D I N G T mal ein Meeting haben. Hm.

Dieses fand dann in der Brasserie des Hauses statt, da wo sonst nur Heiratsschwindler, Eintänzer und junggebliebene Witwen gemeinschaftlich die sichere Rente oder Pension in Kaffee und Kuchen umsetzen.

Jut. Inhaltlich war das Alles ein Entsetzen und Graus. Der Lieblingsengländer, der heute extra aus Malmö anreiste, hatte nur betrübliche Nachrichten im Gepäck. Ich bleibe dabei: Gier frißt Hirn und die Ausmaße von beiden korrelieren stark.

Habe ich dann spotan einen Kunden angerufen und einen Termin gemacht. Soll der Engländer sich doch morgen selber erklären. So Entscheidungsheinis, die nie an der Front stehen und nie die Auswirkungen ihrer PAPIERENTSCHEIDUNGEN erfahren, sollen ruhig auch mal in die Fresse bekommen.

Jut. Das habe ich nur für mich geschrieben.

Hauptgang

Habe ich neulich gelesen, dass so Rätselspaß das Gehirn fit hält und uns im Kopf jungbleiben lässt. Ich denke, dass ist soweit wohl Allgemeinwissen. Habe ich mir aber weitergedacht, dass Rätselspaß ausdenken doch noch mehr das Gehirn trainiert, weil man doch eine Aufgabe erst erfinden muss, diese dann auch noch logisch zu lösen sein sollte und dann (ACHTUNG, jetze kommts) auch noch erklärt werden möchte.

Dieses Erklären ist ja der Grund, warum ich immer scheitere. Kann ich nicht. Ich habe da auch seltenst Geduld für. Diesen Umstand gilt es zu verbessern und weil ich ja nur Ihr Bestes möchte, habe ich hier den Versuch einer Textaufgabe, die wahrscheinlich zu einfach ist.

Vorab aber der obligatorische Sicherheitshinweis:

ACHTUNG!


Die nachfolgenden Graphik kann bei zu langem Daraufschauen epileptische Anfälle auslösen, zu Halluzinationen führen oder Sie einfach einschlafen lassen.

Dagegen ist sie keinesfall karrierförderlich, wohl aber sehr umweltverträglich, was ja auch schon mal was ist. Waschbar bei 60°. Bitte kühl und trocken lagern und nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren.






Einst lebte ein König, wie so viele vor ihm und zwar in Saus und Braus, einem schönen Landstrich nähe Magdeburg.

Er hatte drei Töchter, die demnach Prinzessinnen waren, die er aber nicht gleich viel liebte.

Alle drei hatten am gleichen Tag Geburtstag, aber nicht im selben Jahr.

So befahl er dem jungen Goldschmied JRC einer jeden einen Vampirhasen zu schmieden, aus purem Gold, wobei die liebste Tochter den größten Hasen bekommen sollte.

JRC legte einen Entwurf vor (siehe hypermoderne Rotationsgraphik oben) und sprach:

Oh, mein König, schnitt ich die Vampirhasen aus der güldenen Platte in dieser Skalierung, würde Eure liebste Tochter einen Vampirhasen aus Gold mit einem Gewicht von 600g erhalten.

Da sprach der König: Gut, so soll es sein, doch wieviel Gold werde ich komplett verschenken?

Aber mein König, ein Mann Eures Wissens sollte darauf eine Antwort haben.

Hatte er aber nicht, was ihn sehr erzürnte und weswegen er die Töchter verstieß. Diese wurden dann Styleberaterinnen bei BRIGITTE respektive Bloggerinnen.

Wissen Sie die Antwort?

PS Ich entschuldige mich für die ruckelige Animation, aber ich bin ja kein Berufsblogger, nicht? Ich schüttel das immer zwischen Essen und Duschen ins Netz. Dies zur Entschuldigung.


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Sonntag, 13. September 2009
De fürst Katt is de diebesd


Ich denke, es ist auch Zeit, dass diese ursprünglich einfache Renovierung, die dann irgendwie in eine Kernsanierung umschwang, nun allmählich ein Ende nimmt - die Konzentration läßt ein wenig nach.

Glauben Sie mir einfach mal, dass ich ein Filigransäger mit der Stichi bin und auch wirklich keine Angst vor dem Gerät habe und genau das ist wohl auch das Problem gewesen, als ich - ritsche ratsche in die Brücke eine Lücke- das Sägeblatt mit dem linken Mittelfinger stoppte. Oder ich war nur genervt, weil wieder mal das genaue Maß nicht passte und die Einlassung für das Ceranfeld um die gefühlten 0,00000000000001 cm zu klein war.

Ich denke Letzteres spielt auch eine Rolle, denn beim Umsetzen der Säge ist es passiert, dass ich gegen das bereits auspendelnde Blatt kam. Ich habe es gemerkt, legte ganz ruhig die Säge weg, umklammerte mit der rechten Hand die linke und sagte zum Kleinen: "Ich guck mir das jetzt nicht an. Wenn die Fingerkuppe weg ist, krieg ich nen Fön."

Der Kleine blieb auch ganz ruhig, sicherte die Arbeitsplatte gegen das Runterfallen und ging zum zukünftigen Schlafzimmer, um Pflaster zu suchen. Gab es natürlich nicht, weil das renovierungswütige Weibchen auch so ein Aufräumtick hat und immer alles wegaufräumt. Kennen Sie doch, oder?

Zum Glück gab es Klopapier und Tesa. Sowas geht auch. Leider musste ich dann sehr sehr sehr sehr sehr mutig sein, denn dem Schmerz nach, war die Kuppe weg. Also habe ich nur stückweise die rechte Hand geöffnet und groß war die Erleichterung, als es sich dann doch nicht so dramatisch erwies, wenngleich diese Wunden immer wie verrückt bluten.

Mit dem absolut Catch 22-tauglichen Provisoriumsverband ging es dann lockerflockig weiter und groß war die Freude, als endlich diese Arbeitsplatte überall passte und verschraubt werden konnte. Das war dann am Freitag so gegen 21.30 Uhr, eine Zeit, wo sich die Gegend beim Kleinen im Ausnahmezustand befand.





Ich sach mal so, ein Polizihubschrauber, der ne gute Stunde in 500m Höhe über ihrem Haus in der Luft steht, ist richtig laut und zerrt an den Nerven. Er ist aber nicht das Problem. Das Problem sind die Nazi-Wichser-Schweine, die zur Großdemo in Hamburg aufrufen und deretwegen die Polizei gezwungen ist, solche Präsenz zu zeigen. Wollte ich nur mal geschrieben haben, weil nicht der Hubschrauber das Problem war. Ich bin dann im Wasserwerferconvoi bis nach Hause gefahren und zwar extraspät, um dem Chaos zu entgehen.

Gestern dann alle Steckdosen wieder dran, alle Leisten akkurat auf Gehrung gesägt und angebracht, Küche steht, Herd verkabelt, alle Lampen sind da, wo sie hin sollen, Monsterkleiderschränke zerlegt und wieder zusammengesetzt. Wohnung fertig und ich auch.

Heute dann zur Entspannung Fußball geschaut SC Persia gegen Eilbeck und gar nichts gemacht, außer Bilder:




Persia hat gewonnen und mein Finger schmerzt nun arg, was aber in keinem kausalen Zusammenhang gesehen werden kann und darf.

Es ist übringens so ein pulsierender, sehr enervierender Schmerz, der wirklich sehr stark ist und hach, sehr viel schlimmer als der Wespenstich, der auch noch nicht ganz verheilt ist;-)


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Freitag, 11. September 2009
Ist schon Herbst?
Es gibt so Tage.

Heute Morgen um 10.00 Uhr mit Jabba the hutt gerungen. Ein unansehnlicher 130kg Brocken (und das ohne seine komischen Schuhe gewogen), hat mir und meinem Kollegen das Leben richtig schwer gemacht. Fragen Sie mich mal, wo der Mut herkam, aber ich habe herzerfrischend meine Meinung gesagt.

Wir wurden richtig verarscht und diese Einschätzung habe ich den jungen Mann auch wissen lassen. Der war dann verschnupft und redete nicht mehr mir, richtete sein Wort nur noch an den Dicken. Das war mir aber egal. Ohne Verwendung jeglicher Schimpfworte habe ich ausschliesslich die Wahrheit gesagt, eine Wahrheit, die uns fünfstellig kostet und der Klopps verschanzt sich hinter der Aussage, sein Chef hätte das so angewiesen. Da ist die Frage berechtigt, inwieweit Jabba eigentlich kompetent ist. Und weil kompetent in den Ohren von diesen Pseudoentscheidern immer wie potent klingt, fühlen die sich auch stets angegriffen. Kann man doch mal fragen, ob er, Jabba, überhaupt etwas zu melden hat, oder eher so eine Art Sprachrohr ist. Dann will ich nämlich nicht mit ihm reden.

Egal. Draussen am Auto, meinte der Dicke, ich könne nicht so argumentieren. Weiß ich, sagte ich da, aber irgendwann ist der Punkt erreicht, da schlucke ich diesen Müll nicht mehr, stets diese gute Miene zum bösen Spiel. Und heute war so ein Punkt erreicht. Basta.

Da lachte der Dicke und meinte: Cool war es aber schon. Stimmt. Und dann gab es Kaffee bei mir.

Danach habe ich mich spontan in diese Dame verliebt:





Ich will gar nicht wissen, was die Leute dachten, als der Mann mit Schlips und Kragen stundenlang dieser Hündin zuschaute. Ich habe selber keine Ahnung, sie hat mich betört und am liebsten hätte ich sie mitgenommen.



Danach, heute Nachtmittag, im Park Hyatt sehr frech gewesen und dem Head Hunter gesagt was ich verdienen will und der macht nen Haken dran. Beachtlich.

Überhaupt war das ein hübsches Gespräch und die ganze Sache ist recht reizvoll. Würde mir gefallen. Ich bleib da mal dran. Also kein Trainingsgespräch und leider werde ich noch immer kein Künstler.

Im Anschluss nach Hause, umziehen, zwei drei Telefonate und dann rüber zur Baustelle.

Das nestbauwütige Weibchen hat es eilig. Verstehe ich. Also ging es an die Küche. Es ist ja der Hass und schlecht für den Rücken, diese blöden Hängeschränke auszurichten. Aber, es ist für einen guten Freund und so werde ich auch dieses Wochenende mit seiner Wohnung verbringen, was allemal besser ist, als mit seiner Freundin, meint er.

Den Fußboden, den man da sehen kann, haben wir letztes WOE gemacht, so ca. 40m². Am Montag darauf hatte ich ein Problem und gehe seitdem wieder ordentlich zu Gymnastik. Bei gewissen Dingen muss man mich nur überzeugen.




Vorhin dann nachhause gefahren und einen hervorragenden Parkplatz in JWD gefunden, was gut für die Fitneß ist.

Lief ich so meines Weges und wurde von einem komischen Rascheln begleitet. Dachte erst, ich habe Hallus, wegen des Staubs auf der Baustelle, oder so. Blieb stehen, lauschte und nix. Ging weiter und da raschelte es wieder. Habe ich die Arbeitshose kontrolliert, man weiß ja nie, was so alles an einem kleben bleibt und dann anhaftet, besonders am Renommee, doch da war nünscht. Und dann flitzte er vorbei:



Jepp. Ist wohl Herbst.


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