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Donnerstag, 13. April 2006
Berlin und eine Liebe!!
cabman, 11:49h
Ich war in Berlin und zwar letzte Woche. (Oh Männo, das is jetz aber ne echt olle Kamelle!) Dienstlich, mit Privateinlage. Wie immer wenn ich in dieser Stadt bin, fühlte ich mich seltsam elektrisiert und spürte den allgegenwärtigen Geist gewollter, großer und großartig ergebnisloser Politik und noch viel größerer Egos.
Das Wetter passte ganz zu meiner Stimmungslage, ersehnte ich doch ein Treffen mit Ihr herbei. Tage schrumpften, seit der Entscheidung uns zu treffen, zu Sekunden. Dinge größter Wichtigkeit entschwanden in die Bedeutungslosigkeit und all das, was sonst das Gerüst meines Alltages ist, war erschreckend belanglos.
Unsere Essen war toll, was hätte ich anderes erwarten sollen, von einem komischen Restaurant, das sich unentschlossen als Pizzeria oder Brasserie präsentierte und den Namen “12 Apostel“ trug? Es ist Ihr Favoritplatz. Er passt hervorragend zu Ihr, schon allein wegen der Unentschlossenheit.
Und weißt Du, wenn Du irgendwann einmal ein wenig aufgeräumter daherkommst und nicht nur vögeln willst, dann wird das auch noch mal was mit uns, und dann fahr ich stundenlang mit Dir Bus, immer und immer wieder um die Siegessäule, wenn Du nur willst.
Das Wetter passte ganz zu meiner Stimmungslage, ersehnte ich doch ein Treffen mit Ihr herbei. Tage schrumpften, seit der Entscheidung uns zu treffen, zu Sekunden. Dinge größter Wichtigkeit entschwanden in die Bedeutungslosigkeit und all das, was sonst das Gerüst meines Alltages ist, war erschreckend belanglos.
Unsere Essen war toll, was hätte ich anderes erwarten sollen, von einem komischen Restaurant, das sich unentschlossen als Pizzeria oder Brasserie präsentierte und den Namen “12 Apostel“ trug? Es ist Ihr Favoritplatz. Er passt hervorragend zu Ihr, schon allein wegen der Unentschlossenheit.
Und weißt Du, wenn Du irgendwann einmal ein wenig aufgeräumter daherkommst und nicht nur vögeln willst, dann wird das auch noch mal was mit uns, und dann fahr ich stundenlang mit Dir Bus, immer und immer wieder um die Siegessäule, wenn Du nur willst.

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Von Hintensitzern und Damenbärten
cabman, 09:36h

Jeden Tag, wenn ich hier in den Bus einsteige und mich bei glücklicher Ausgangslage damit konfrontiert sehe, einen Sitzplatz zu wählen, stellt sich zu allererst die Frage, bin ich rasiert oder nicht? Die Beantwortung dieser Frage ist entscheidend, entscheidet sie doch auch darüber, ob man hinten respektive vorne sitzen darf. Also im Bus. Das Schildchen verweist nämlich: Pelztier nach Hinten, Haarlose nach Vorn!
Wenn jetzt hier irgendjemand glaubt, dass sich dadurch hinten die Gesichtsbehaarten in rauen Mengen tummeln, der irrt. Ich selber habe Damenbartträger auch schon ganz vorn, ja, ganz vorn, gleich neben dem Busfahrer gesehen. Und meine Damen, mal Hand aufs Herz, wäre das nicht endlich ein guter Grund, sich mal ordentlich zu rasieren und zwar da, wo die Allgemeinheit und ich im Besonderen, dass auch sehen. Was helfen mir eure hochglänzenden enthaarten Beine in der Skihose, wenn der Rest so eine Art Oberlippenrapunzel darstellt? Und übrigens, wenn Ihr euch schon zu eurer männlichen Seite bekennt, dann sitzt gefälligst auch hinten im Bus!!

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Mittwoch, 12. April 2006
Tage wie dieser
cabman, 15:36h
Tage wie dieser, an denen man morgens gut und gerne 1 Stunde vor dem Kleiderschrank verbringt, weil man nicht weiß, wie das Wetter wird, weil man Jahreszeiten und deren verlässliche Einordnung der möglichen Temperaturen nur noch aus den Geschichten der Alten kennt und dann, auf den Bus wartend, wieder feststellt, dass man völlig daneben lag und bibbernd oder wahlweise schwitzend einem Mitwartenden wissend zunickt. Eben an solchen Tagen, ach was soll es, dass interessiert sowieso keinen!

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Donnerstag, 6. April 2006
Regen
cabman, 01:19h
Regen. Regen ist immer gleich. Monoton fällt er vom Himmel. Wie meine Träume zerplatzen die Tropfen am Fenster. Darin sehe ich mein Spiegelbild; schemenhaft nur, aber es scheint als würde ich weinen. Mir ist auch danach. Ich warte auf dich. Wo bist Du?
Kälte streckt ihre langen Finger nach mir aus. Mir fröstelt.
Du sitzt neben mir und bist doch soweit weg. Unerreichbar, auf einer Gedankenreise, nicht mehr bei mir. Es quält mich, Du quälst mich. Unsere Zeit ist um. Ein letztes Aufbäumen gegen den drohenden Kollaps, gegen den keimenden Niedergang!
Wie ein Untier schlich er sich ein, der Alltag und fraß die Spontanität, das glückliche Sein. Er säte Gewohnheit und wir ernteten Langeweile. Deine Äußerungen - Kalt, bar jeglichen Gefühls. Mir graut vor Dir, Auf wiedersehen
Kälte streckt ihre langen Finger nach mir aus. Mir fröstelt.
Du sitzt neben mir und bist doch soweit weg. Unerreichbar, auf einer Gedankenreise, nicht mehr bei mir. Es quält mich, Du quälst mich. Unsere Zeit ist um. Ein letztes Aufbäumen gegen den drohenden Kollaps, gegen den keimenden Niedergang!
Wie ein Untier schlich er sich ein, der Alltag und fraß die Spontanität, das glückliche Sein. Er säte Gewohnheit und wir ernteten Langeweile. Deine Äußerungen - Kalt, bar jeglichen Gefühls. Mir graut vor Dir, Auf wiedersehen

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Ewalds Reise Part 1
cabman, 02:08h
Folge diesem Pfad. Fühlst Du, wie der nadelbedeckte Waldboden leicht unter deinen Füssen nachgibt? Riechst du den Harz und den Duft frisch geschlagenen Holzes? Hörst du den Sing Sang der Buchfinken und dort, in der Ferne, das rhythmische Geklacker des Spechtes? Spürst du, wie sich sanft die Bäume im Wind wiegen und das Rauschen ihrer Wipfel wie Getuschel in deinem Ohr klingt. Hör zu, sie erzählen dir die Geschichte von Ewald.
Dort, wo in sanften Hügel das Hochgebirge seinen Anfang nimmt, über den Bach, hinter dem Zaun, am steinigen Hang, lebt in tropfwassernasser Höhle ein Ewald.
Ewald, das Schwein, dass so gern ein Hund wäre, lebt allein und weit weg von der bösen Welt. Denn Ewald ist verliebt – in SIE. Sie, deren Name unausgesprochen bleiben soll, von jetzt bis in alle Ewigkeit, war seine Verheißung, aber Sie wusste davon nichts. Sie folgte einem windigen Wiesel und Ewald blieb allein. So ging er unter die Erde und klagte sein Leid dem Regenwurm Tobias und der Maus Olga, die eigentlich ein Maulwurf war, sich aber aus ästhetischen Gründen Maus nannte.
Ewald erzählte ihnen davon, dass sich die Erinnerung an Sie wie ein wiederhakenbestückter Pfeil in sein Herz bohrte. Wie es wehtat, wenn man ihn berührte. Wie sich die Sehnsucht nach Ihr als hungriger Schmerz durch seine Eingeweide nagte und nimmer satt wurde. Tobias sagte, er kenne dies. Es gehe ihm ähnlich bei fallfrischem Laub.
Für Ewald hatte Sie ein wundervolles Lächeln; eine Figur, die ihm den Atem raubten; Augen, so strahlend wie frischgepflückte Sterne; ein Wesen, so warm und rein, dass es ihm die Sprache verschlug. Und deswegen hatte er ihr auch all dies nie gesagt. Nie berührten sich ihre Lippen, nie liebkosten sich ihre Körper und nie kuschelte Sie sich bei ihm an. An dieser Stelle erklärte Olga, sie hatte auch so einen Freund, den Fjodor Wassiliwitsch aus Wodrokow, hatte ihn gehabt und verlassen. Zu anstrengend war er, wie sie meinte.
„Weißt du was dir hilft deine Trübsal zu vertreiben?“ fragte Tobias.
„Ja, wenn ich Sie sehen könnte.“ antwortete Ewald.
„Quatsch!“ entrüstete sich Olga. „Ein Fest, das wäre genau das richtige für Dich!“
„Was für eine Fest? Wann? Mit ihr?“ die Gedanken begannen sich in Ewalds Kopf zu drehen, fast wurde ihm schwindlig.
„Doch nicht mit ihr, du bist doch kein dummes Schwein. Denk nach, Ewald! Wir feiern jetzt und hier!“ rief Olga fröhlich jauchzend.
Behänd machte sie sich in der Kochnische daran, einen gemischten Laubsalat zu zubereiten. Dabei sang sie auf Russisch tragische Balladen, die von unerfüllter Liebe, Schmerz und Tod handelten, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass Ewald einer dieser Balladen hätte entstiegen sein können.
„Nimm es ihr nicht krumm.“ rief Tobias, der unter Geächze dabei war, ein Fässchen Kastanienpunsch zu öffnen. Er hatte wohl bemerkt, dass Ewald sehr, sehr, also wirklich doll unglücklich aussah.
„Sie hat so wenig Taktgefühl, wie sie sehen kann, ist aber eine herzensgute Seele.“
„Ja, das stimmt!“ pflichtete Ewald ihm bei, wissend, dass ihn diese Freunde nie im Stich lassen würden.
„Weißt du Tobias, es ist ja nicht wegen euch. Ihr seid die besten Freunde die man haben kann. Es fehlt nur irgendetwas. Etwas in mir drängt, zieht, ja reisst mich zu ihr und ich weiss nicht einmal, wo sie ist.“
Tobias hatte ihn aber nicht gehört, hing er doch zur Hälfte bereits im Punsch.
„So Jungs, nun wird gefeiert!“ mit einer riesigen Schüssel zwischen ihren noch riesigeren Grabschaufeln kam Olga an den Tisch.
„Der Salat sieht aber sehr lecker aus“ sagte Ewald. Nicht das er bereits sonderlich viele Salate gesehen hätte, aber er war sehr angetan von all der Mühe, die sich seine Freunde für ihn machten.
„Wisst ihr, ich glaube ich sollte Sie suchen. Wenn sie hier wäre würde alles anders sein. Gleich morgen werde ich mich auf den Weg machen.“ Und als wolle er seinen Worten besonderen Nachdruck verleihen, stopfte er sich eine extra grosse Portion Salat in den Mund.
„Ja, aber nicht ohne mich“ sagte Olga zu dem ordentlich aufgestapelten Holzhaufen, den sie für Ewald hielt. “Ich werde Dich begleiten, denn du bist doch fast noch ein Ferkel.“ Sprachs und zwinkerte dem Holzhaufen aufmunternd zu.
„Auch ich werde mithelfen bei der großen Suche“ hickste Tobias, der schon zuviel Punsch hatte.
„Ich Danke euch.“ und mit diesen Worten Ewalds war die Sache abgemacht und die drei Freunde saßen noch bis spät in der Nacht zusammen. Sie planten die Reise und tranken, planten und tranken, tranken und tranken....
Dort, wo in sanften Hügel das Hochgebirge seinen Anfang nimmt, über den Bach, hinter dem Zaun, am steinigen Hang, lebt in tropfwassernasser Höhle ein Ewald.
Ewald, das Schwein, dass so gern ein Hund wäre, lebt allein und weit weg von der bösen Welt. Denn Ewald ist verliebt – in SIE. Sie, deren Name unausgesprochen bleiben soll, von jetzt bis in alle Ewigkeit, war seine Verheißung, aber Sie wusste davon nichts. Sie folgte einem windigen Wiesel und Ewald blieb allein. So ging er unter die Erde und klagte sein Leid dem Regenwurm Tobias und der Maus Olga, die eigentlich ein Maulwurf war, sich aber aus ästhetischen Gründen Maus nannte.
Ewald erzählte ihnen davon, dass sich die Erinnerung an Sie wie ein wiederhakenbestückter Pfeil in sein Herz bohrte. Wie es wehtat, wenn man ihn berührte. Wie sich die Sehnsucht nach Ihr als hungriger Schmerz durch seine Eingeweide nagte und nimmer satt wurde. Tobias sagte, er kenne dies. Es gehe ihm ähnlich bei fallfrischem Laub.
Für Ewald hatte Sie ein wundervolles Lächeln; eine Figur, die ihm den Atem raubten; Augen, so strahlend wie frischgepflückte Sterne; ein Wesen, so warm und rein, dass es ihm die Sprache verschlug. Und deswegen hatte er ihr auch all dies nie gesagt. Nie berührten sich ihre Lippen, nie liebkosten sich ihre Körper und nie kuschelte Sie sich bei ihm an. An dieser Stelle erklärte Olga, sie hatte auch so einen Freund, den Fjodor Wassiliwitsch aus Wodrokow, hatte ihn gehabt und verlassen. Zu anstrengend war er, wie sie meinte.
„Weißt du was dir hilft deine Trübsal zu vertreiben?“ fragte Tobias.
„Ja, wenn ich Sie sehen könnte.“ antwortete Ewald.
„Quatsch!“ entrüstete sich Olga. „Ein Fest, das wäre genau das richtige für Dich!“
„Was für eine Fest? Wann? Mit ihr?“ die Gedanken begannen sich in Ewalds Kopf zu drehen, fast wurde ihm schwindlig.
„Doch nicht mit ihr, du bist doch kein dummes Schwein. Denk nach, Ewald! Wir feiern jetzt und hier!“ rief Olga fröhlich jauchzend.
Behänd machte sie sich in der Kochnische daran, einen gemischten Laubsalat zu zubereiten. Dabei sang sie auf Russisch tragische Balladen, die von unerfüllter Liebe, Schmerz und Tod handelten, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass Ewald einer dieser Balladen hätte entstiegen sein können.
„Nimm es ihr nicht krumm.“ rief Tobias, der unter Geächze dabei war, ein Fässchen Kastanienpunsch zu öffnen. Er hatte wohl bemerkt, dass Ewald sehr, sehr, also wirklich doll unglücklich aussah.
„Sie hat so wenig Taktgefühl, wie sie sehen kann, ist aber eine herzensgute Seele.“
„Ja, das stimmt!“ pflichtete Ewald ihm bei, wissend, dass ihn diese Freunde nie im Stich lassen würden.
„Weißt du Tobias, es ist ja nicht wegen euch. Ihr seid die besten Freunde die man haben kann. Es fehlt nur irgendetwas. Etwas in mir drängt, zieht, ja reisst mich zu ihr und ich weiss nicht einmal, wo sie ist.“
Tobias hatte ihn aber nicht gehört, hing er doch zur Hälfte bereits im Punsch.
„So Jungs, nun wird gefeiert!“ mit einer riesigen Schüssel zwischen ihren noch riesigeren Grabschaufeln kam Olga an den Tisch.
„Der Salat sieht aber sehr lecker aus“ sagte Ewald. Nicht das er bereits sonderlich viele Salate gesehen hätte, aber er war sehr angetan von all der Mühe, die sich seine Freunde für ihn machten.
„Wisst ihr, ich glaube ich sollte Sie suchen. Wenn sie hier wäre würde alles anders sein. Gleich morgen werde ich mich auf den Weg machen.“ Und als wolle er seinen Worten besonderen Nachdruck verleihen, stopfte er sich eine extra grosse Portion Salat in den Mund.
„Ja, aber nicht ohne mich“ sagte Olga zu dem ordentlich aufgestapelten Holzhaufen, den sie für Ewald hielt. “Ich werde Dich begleiten, denn du bist doch fast noch ein Ferkel.“ Sprachs und zwinkerte dem Holzhaufen aufmunternd zu.
„Auch ich werde mithelfen bei der großen Suche“ hickste Tobias, der schon zuviel Punsch hatte.
„Ich Danke euch.“ und mit diesen Worten Ewalds war die Sache abgemacht und die drei Freunde saßen noch bis spät in der Nacht zusammen. Sie planten die Reise und tranken, planten und tranken, tranken und tranken....

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