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Dienstag, 14. November 2006
Ich wundere mich noch immer
cabman, 10:05h
Da lese ich gerade beim Frühstück in der Zeitung, dass eine demokratische Partei eine andere Partei verbieten lassen will. Wie demokratisch ist das denn? Ich würde sagen, seht zu, dass ihr mit den euch zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln etwas ändert; seid besser, löst die Aufgaben, hört auf die Menschen. Das Problem ist nicht diese Partei, sondern die Ursachen, die manche Menschen diese Partei wählen lassen. Oder wisst ihr gar, dass ihr das vielleicht gar nicht könnt? Oder seid ihr nur dick, faul und so mit euch selber beschäftigt, dass ihr nicht das Wohl des Volkes, wohl aber euer eigenes im Auge habt. Da stört natürlich so ein parlamentarischer Innenfight gewaltig, weil es gibt ja Bohnensuppe in der Kantine. Guten Appetit, sage ich da. Passt auf das ihr euch nicht verschluckt.

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Montag, 13. November 2006
Wunderliche Dinge am Abend
cabman, 21:19h
Ich wundere mich ja. Um genau zu sein, wundere ich mich über die vermehrte Anzahl der unten aufgeführten Suchanfragen. Das was mich daran beschäftigt ist diese Frage: Man sucht also eine Weblogin, die man nicht kennt, aber von der man weiss, denn wäre man ahnungslos, wüsste man ja auch nicht, was man suchen soll. Das bedeutet also, es scheint Leute zu geben, die schon mal was hörten, aber nichts genaues wissen und deswegen mal suchen. Oder? Wenn ich bis hier richtig liege, stellt sich die erstaunliche Frage, woher wissen die von dieser Weblogin? Also, liebe Suchenden. Ich fühle mich geehrt. Hier bin ich, so seh ich aus. Heute. Sogar schon seit heut Morgen.
2 Search request: blogger cabman
1 Search request: cabman blog
Komm wir nun mal zu was ganz anderem. Der eine oder andere wird es wohl gemerkt haben, ich war bei der Frau Morphine und da haben wir es uns gut gehen lassen. Aber echt. Dann musste ich leider gestern zum nächsten Termin aufbrechen, weitweg vom Morphineland und desderwegen bin ich Bahn gefahren. Schönes Happening, mit viel Verspätung und einer Nachlösegebühr, weil ich die Kinderkarte gelöst hatte. Die Lacher der Mitreisenden waren mir sicher, aber eh, da steh ich drüber und ich weiß, warum ich abgelenkt war.
Anyway. In der schönen süddeutschen Provinzmetropole angekommen gab es sogar ein Taxi, aber leider auch so ca. 25 Taxisuchende, hat das ebenfalls wieder gedauert. Aber dann endlich war ich im Hotel. Schöne altmodische-billig-eicherustikal Einrichtung, aber ganz herzliche Menschen, glaube ich, denn verstanden habe ich die nicht. Da sitze ich also, gedankenschwer, weil sie sich wie Kaugummifäden zur Frau Morphine hinzogen, dachte über alles nach, freute mich, fand und finde es immer noch interessant, dass ich so zwischen den Welten pendeln kann und will, wollte eigentlich nur zurück, da werde ich angesprochen. Auf Schwedisch. Hach, da war ich ja froh, endlich jemand den ich verstand. Ich folgte deren Einladung und wir setzten uns zusammen, die Crew am Tisch hatte nämlich meine Adresse beim einchecken mitbekommen und daher wussten die, dass ich aus Schweden komme.
Und siehe da, diese netten Leute sind nichts Geringeres als die central head buyer von einem Riesenunternhemen aus Schweden. Die holen hier ne Maschine ab, aber erst nach eingehenden Tests. Fand ich totinteressant, finde ich eigentlich immer und dann redeten wir so über dies und das, über Deutschland, Schweden, Politik, über das Rauchen, denn die haben gequalmt wie die Schlote und dann sind wir natürlich auf das Thema Reisen gekommen.
Ach, das ist alles so anstrengend, immer unterwegs, nie daheim und plötzlich fängt dieser Bär von einem Mann an zu heulen. Echt. Heult einfach los, ohne was zu sagen und da muss man ja fragen. Es stellte sich raus, dass seine Frau ihn verlassen will, sie erträgt es nicht mehr, dass er nie zu hause ist, sie hätte auch schon nen Neuen, was wird denn aus den Kindern, was aus dem Haus und dem Boot? Was soll er nur tun? Tja. Das war jetzt nicht unbedingt die Frage, die man mir stellen sollte. Ich hatte das alles schon, was ich ihm dann auch erzählte und da war er gleich noch deprimierter. Was soll ich sagen, mit Männern die heulen kann ich nichts anfangen. Ich habe das letzte Mal so richtig geheult, als ich meinen Hund einschläfern lassen musste. Gott war das grausam. Aber wegen ner Beziehung? Das ist doch etwas, was 2 Menschen beendigen. Freier Wille. Niemand ist tot. Der Hund war es schon, endgültig, was wirklich grausam war. Naja. Ich habe ihm dann trotzdem gut zu geredet, nur was redete man in solchen Situationen? Nichts Gehaltvolles will ich meinen und deswegen spendierte ich ihm lieber noch ein Weizen, was er gut fand. Ich verabschiedete mich höflich, mit dem Hinweis, noch telefonieren zu müssen, was auch stimmte, aber die zu erreichende Pappnase hat wahrscheinlich laut Musik gehört, oder das Treppenhaus gereinigt, jedenfalls hat se nicht abgenommen. Gut dachte ich mir, isst du halt noch was.
Ich fragte sehr höflich in allerbestem Hochdeutsch, wurde auch verstanden, nur zu Essen gab es nichts. “Doch nicht um diese Uhrzeit,“ sagte man mir mit entgeistertem Blick. Aha. Ich dachte an die schicke Art Deco Bar, in der ich mit Frau Morphine war, wo es auch nachts um 1.00 Uhr noch Schinken und Kaffee gab. Jut, war da auch ungewöhnlich, aber immerhin hat die Kellnerin nur komisch gekuckt. Essen gab es trotzdem.
Nun. In der Provinz ist alles anders, die Frage nach ner Tankstelle wurde verneint, ebenso wie die nach einem Spiegelei. Aber ich könne ja nen Apfel nehmen. Besser als nichts, dachte ich mir und dann bin ich ins Bett.
Heute Morgen treffe ich die Aussendienstlerin und das erste was die sagt ist: Du siehst so anders aus. Klar, denk ich mir, ich war beim Friseur und außerdem habe ich mal geschlafen. Das war aber nicht das was sie meinte. Sie sprach von demselben Quatsch wie Irene letzte Woche. Nämlich von Pondus, was ich nicht weiter erkläre, merke aber an, ich würde gern Pontius heißen.
Ach ja. Die Termine haben wir locker abgerissen, sehr gute Resultate erzielt und es ging eigentlich viel zu leicht. “Was war das denn?“ Wunderte sich die Frau AD. Und ich hätte am liebsten gesungen: Die Hormone, wir alle sind Sklaven. Es sind nur die Hormone! Machte ich aber nicht, denn heute lebe ich ja in der anderen Welt.
So. Ich fliege jetzt weiter, mal sehen ob die Pappnase mit dem Treppenhaus fertig ist…

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Sonntag, 12. November 2006
Darum sagen wir auf wieder sehen:
c17h19no3, 17:59h
So meine Liebe Frau Morphine. Schön war es bei dir. Hat mir alles gut gefallen. Tanzen, Essen, deine Freunde, Kuscheln, einfach alles. Nun muss ich aber los, du weisst ja, so ein erzkonservativer, eiskalter Manager hat Termine. Ich werde aber an dich denken, wenn ich diese CD höre und wenn ich deinen Duft rieche. Vielleicht sehen wir uns ja schon bald wieder. Ich wünsche es mir. London? Und nicht vergessen, der Punk ist im Kopf nicht obendrauf. Behalte deinen. Ich liebe ihn.
mein lieber herr cabman, was bleibt mir da denn noch zu sagen? weiß jetzt, dass der eiskalte manager sich gern mal zum horst macht, nicht zum badezimmerlampen-anschrauben kommt, denn ewig lockt das weib, jawohl und sowieso und überhaupt muss ich sagen, lange nicht mehr soviel gelacht und gefickt und gepunkrockt, emotional und auf der tanzfläche und im bett. und du weißt jetzt, dass ich auch nach ein paar cocktails noch nach hause finde, weil ich auf die straße achte, obwohl ich nicht mal den führerschein habe, und das verstrahlt doch schon mal ganz viel geborgenheit, nicht wahr, auch wenn ich sonst ja ein sehr ernsthafter mensch bin und meine laune nicht ganz unter kontrolle habe. viel spaß in london, ich warte auf frustrierte anrufe und auf neue pläne.
weihnachten. hoffe ich.
mein lieber herr cabman, was bleibt mir da denn noch zu sagen? weiß jetzt, dass der eiskalte manager sich gern mal zum horst macht, nicht zum badezimmerlampen-anschrauben kommt, denn ewig lockt das weib, jawohl und sowieso und überhaupt muss ich sagen, lange nicht mehr soviel gelacht und gefickt und gepunkrockt, emotional und auf der tanzfläche und im bett. und du weißt jetzt, dass ich auch nach ein paar cocktails noch nach hause finde, weil ich auf die straße achte, obwohl ich nicht mal den führerschein habe, und das verstrahlt doch schon mal ganz viel geborgenheit, nicht wahr, auch wenn ich sonst ja ein sehr ernsthafter mensch bin und meine laune nicht ganz unter kontrolle habe. viel spaß in london, ich warte auf frustrierte anrufe und auf neue pläne.
weihnachten. hoffe ich.

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c17h19no3, 17:20h




performance tonight: dancing without tears in my eyes - wir waren da! 10.11.06 c+m

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