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Samstag, 6. Januar 2007
Frage:
cabman, 21:50h
Wie bin ich hier hingekommen? Jemand ne Ahnung?

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cabman, 15:04h
Ich habe gestern was beim Gorilla gelesen, dass nehme ich auf und an und schrieb dazu folgende mail und weil schreiben allein noch keinen Sinn macht, verschickte ich sie auch:
Lieber Erfüllungsgehilfe von Harald Schmidt,
der du da sitzt und alle alle E-Mails beantworten musst, sei dir meines Mitleides bewusst ob deiner schlimmen Situation. Aber ein bisschen haste ja auch selber Schuld, mhm?
So, und nun mach mal Platz, ich muss was mit deinem Chef besprechen:
Lieber Harald, ich schwinge mich hier schon mal zu einem vertraulichen Du auf, denn ich sehe eine ganz wunderbare Männerfreundschaft zwischen Dir und mir am Horizont aufziehen. Ich habe zwar überhaupt keine Ahnung worum es bei Schmoogle geht, das hält mich aber nicht davon ab, dir trotzdem zu schreiben. Sieh mir bitte nach, dass ich deine Show nicht schaue, denn bis vor drei Tagen ermangelte es mir an einem TV-Gerät. Nun habe ich zwar eines, doch dessen Erhalt ändert nichts an der Tatsache, dass ich kein deutsches Fernsehen empfangen kann. Dafür weiß ich aber um die besten Saunatricks, denn finnisches Fernsehen kann ich wohl empfangen. Auch hier, wie bei den Bloggern, lernt man Dinge fürs Leben, wenn man denn, in diesem spezifischen Fall, Saunagänger ist.
So. Und nun mal Tacheles und Butter bei die Fische, lets do some business:
Harald, Hand aufs Herz, und deine 20 semestrigen verstudierten kaffeetrinkenden Juristen wissen es auch: Die Angebotsaufforderung in deinem virtuellen Bauchladen ist, solange niemand reagiert, auch nur ein PR-Gag. Ich müsste mich ja erst bei Dir melden und sagen, ich will mich für 100 Euro verkaufen (Angebot), Du sagst dann ja, ich kaufe mich ein (Annahme) und erst dann ist der Vertrag zustande gekommen. Das ist kleines BWL, das lernen alle Einzelhandelskaufleute im ersten Jahr der Berufsschule. Die Entscheidung liegt also bei dir und ditt janze ist ziemlich risikolos. Bei Bus und Bahn ist das ja anders, da gibt man schon eine Willenserklärung ab, wenn man einsteigt. Da fällt mir auf, wenn sie mich das nächste Mal beim Schwarzfahren erwischen, sage ich, mit Bambiaugen, „Ich dachte das wäre ne kostenfreie Testfahrt. Ich wollte mich von ihrem Angebot erst überzeugen lassen.“ Man, das ist ja ausbaufähig: Spanische Wochen beim HVV! z.B. Gottchen, ich drifte schon wieder ab. Schönes Beispiel für ne Bloggerkrankheit: Man fällt von einem Gedanken in den nächsten.
Also, ich habe mir mal meine Weblogin angeschaut, sie auf den Kopf gestellt, was sie nicht gerne mag und siehe da, da klebt ein Preisschild. Dieses kündet von 250.000 Euro, naja, du weißt ja, Frauen, dazu noch schöne, können teuer sein. Ich finde meine Weblogin ziemlich schön und wie bei allen guten Dingen, muss sie nur noch reifen. Damit will gesagt sein, für 250.000 Euro verkaufe ich mich. Lass dich bitte nicht von der Summe irritieren, das gibt ja wohl die Portokasse her. Ich bin in solchen Angelegenheiten auch nicht eigennützig und stell hier mal schnell den Verwendungszweck des genannten Betrages zusammen:
50.000 spende ich sofort und umgehend an Blogger.de, denn ich habe ein Herz dafür
20.000 spende ich an die Aidsforschung
20.000 spende ich an den WWF
10.000 investiere ich in den Regenwald
10.000 gehen an den Deutschen Tierschutzbund
10.000 gehen an die Seenotrettung
10.000 spende ich an den ADAC
30.000 gehen an die Dritte Welthilfe
10.000 gehen an die Freunde und Förderer der HWP
10.000 gehen an das Tierheim in Hamburg
10.000 spende ich an die Krebsforschung
10.000 gehen an die Hamburger Tafel
Summa Sumarum werde ich größtenteils ganz uneigennützig sein. Die Spendenquittungen schicke ich dir natürlich, kannste dann schön steuerwirksam anrechnen lassen, wenn Du das richtig machst, bist Du bald auf Hartz VI Niveau und so haben wir alle was gewonnen. Die verbleibenden 50.000 Euro bringe ich dann gleich als Startkapital in die von Dir und mir zu gründende Produktionsgesellschaft ein. Ach, da haben wir ja noch kein agreement. Aber ich bin sicher, Freigeister, wie du und ich, werden sich da schnell einig:
Ich stell mir das so vor: Deine Show ist, ähm, wahrscheinlich deine Show. Stimmt´s? Die Zielgruppe ist zementiert, die Fanclubs am Altern, genauso wie die Gags. Warum also nicht was Neues wagen und zwar (an dieser Stelle spiele ich schnell nen Tusch und Tättärätä ein, wegen der Dramatik):
Blogger TV. Halbstündiges Format, vielleicht erstmal im Dritten, so NDR oder WDR, denn niemand schaut MDR. Vorgestellt werden die schönsten Weblogs und Einträge. Wir könnten auch die interessantesten Blogger zu Kuchen und Tee einladen, ein bisschen diskutieren, über deren Texte und so. Deutschland würde sehen, wie die Nation wirklich tickt, was wirklich bewegt, alle würden was lernen, wir würden die Freude am geschriebenen Wort beleben, Verlage könnten sich präsentieren, eine lebende Austausch- und Kontaktbörse, Blogger geben Musik- und Literaturempfehlungen, Hilfe bei Jobsuche, Networking at its best, Fernsehen wäre vielleicht mal wieder interessant und wir hätten die beiden Medien, ganz im Sinne der neuen Zeit, schon mal ansatzweise miteinander verbunden. Der nächste Schritt wäre dann unweigerlich Internetfernsehen.
Ich gebe zu bedenken, dass die Anzahl der Weblogs (ungesicherten Quellen nach) die 50.000 Marke überschritten hat. Das gilt nur für Deutschland, zählen wir die zugeschalteten Gebiete Österreich und deutschsprachige Schweiz mit, sollten es noch mehr sein. Ein riesiges Potential, Werbeinnahmen ohne Ende und wenn nicht, sagen wir einfach: Nä Nä Nä, wir machen das ja nur für uns, wir wollen gar kein Geld verdienen, wir beugen uns nicht dem Diktat des Kapitals, wir haben einen Bildungsauftrag und einen künstlerischen Anspruch. Das Beste daran wäre allerdings, dass ich zum Bundespresseball gehen könnte und dort mal ordentlich einen abschwofen würde und vielleicht lerne ich dann auch endlich mal Harry Rowohlt kennen. Allein hierfür würde sich das lohnen.
Was denkste? Lass von dir hören Harry, alt Rakete, hach, ich sehe schon, das wird ne richtig dufte Freundschaft. Du, nächste Woche bin ich beruflich in Spanien, aber ich werde jeden Tag schauen, ob und wie du geantwortet hast. Und so am Rande, zu deiner Info, diese Elektropost ist öffentlich. Sie steht in meiner Weblogin, deine Antwort stelle ich dann auch rein, so im Sinne einer offenen Kommunikationsgesellschaft, wir müssen ja Nähe zum Publikum wahren.
Ach ja, ich habe ganz vergessen mich vorzustellen, mach ich auch nicht, denn das kannste selber lesen in meiner Weblogin. Die heißt, wenn die drei lieben Menschen, die dort Administratorrechte haben, den Namen nicht änderten, noch immer Cabman`s Cove. Willst Du wissen wer ich bin, liest Du da, denn da steht alles drin. Ist besser und ehrlicher als jeder gefakte Lebenslauf. Also, pfleg dich, lass es dir gut gehen, denk das ganze mal in Ruhe durch. In Erwartung deiner Antwort
Ex eremo
James Rupert Cabman
p.s.: meine kleine freundin, die morphine, ja, genau die, mit der man soviel spaß in aufzügen haben kann, hätte gern einen job beim spiegel, als chefredakteurin. oder als kolumnistin. oder als putzfrau. oder so.
Lieber Erfüllungsgehilfe von Harald Schmidt,
der du da sitzt und alle alle E-Mails beantworten musst, sei dir meines Mitleides bewusst ob deiner schlimmen Situation. Aber ein bisschen haste ja auch selber Schuld, mhm?
So, und nun mach mal Platz, ich muss was mit deinem Chef besprechen:
Lieber Harald, ich schwinge mich hier schon mal zu einem vertraulichen Du auf, denn ich sehe eine ganz wunderbare Männerfreundschaft zwischen Dir und mir am Horizont aufziehen. Ich habe zwar überhaupt keine Ahnung worum es bei Schmoogle geht, das hält mich aber nicht davon ab, dir trotzdem zu schreiben. Sieh mir bitte nach, dass ich deine Show nicht schaue, denn bis vor drei Tagen ermangelte es mir an einem TV-Gerät. Nun habe ich zwar eines, doch dessen Erhalt ändert nichts an der Tatsache, dass ich kein deutsches Fernsehen empfangen kann. Dafür weiß ich aber um die besten Saunatricks, denn finnisches Fernsehen kann ich wohl empfangen. Auch hier, wie bei den Bloggern, lernt man Dinge fürs Leben, wenn man denn, in diesem spezifischen Fall, Saunagänger ist.
So. Und nun mal Tacheles und Butter bei die Fische, lets do some business:
Harald, Hand aufs Herz, und deine 20 semestrigen verstudierten kaffeetrinkenden Juristen wissen es auch: Die Angebotsaufforderung in deinem virtuellen Bauchladen ist, solange niemand reagiert, auch nur ein PR-Gag. Ich müsste mich ja erst bei Dir melden und sagen, ich will mich für 100 Euro verkaufen (Angebot), Du sagst dann ja, ich kaufe mich ein (Annahme) und erst dann ist der Vertrag zustande gekommen. Das ist kleines BWL, das lernen alle Einzelhandelskaufleute im ersten Jahr der Berufsschule. Die Entscheidung liegt also bei dir und ditt janze ist ziemlich risikolos. Bei Bus und Bahn ist das ja anders, da gibt man schon eine Willenserklärung ab, wenn man einsteigt. Da fällt mir auf, wenn sie mich das nächste Mal beim Schwarzfahren erwischen, sage ich, mit Bambiaugen, „Ich dachte das wäre ne kostenfreie Testfahrt. Ich wollte mich von ihrem Angebot erst überzeugen lassen.“ Man, das ist ja ausbaufähig: Spanische Wochen beim HVV! z.B. Gottchen, ich drifte schon wieder ab. Schönes Beispiel für ne Bloggerkrankheit: Man fällt von einem Gedanken in den nächsten.
Also, ich habe mir mal meine Weblogin angeschaut, sie auf den Kopf gestellt, was sie nicht gerne mag und siehe da, da klebt ein Preisschild. Dieses kündet von 250.000 Euro, naja, du weißt ja, Frauen, dazu noch schöne, können teuer sein. Ich finde meine Weblogin ziemlich schön und wie bei allen guten Dingen, muss sie nur noch reifen. Damit will gesagt sein, für 250.000 Euro verkaufe ich mich. Lass dich bitte nicht von der Summe irritieren, das gibt ja wohl die Portokasse her. Ich bin in solchen Angelegenheiten auch nicht eigennützig und stell hier mal schnell den Verwendungszweck des genannten Betrages zusammen:
50.000 spende ich sofort und umgehend an Blogger.de, denn ich habe ein Herz dafür
20.000 spende ich an die Aidsforschung
20.000 spende ich an den WWF
10.000 investiere ich in den Regenwald
10.000 gehen an den Deutschen Tierschutzbund
10.000 gehen an die Seenotrettung
10.000 spende ich an den ADAC
30.000 gehen an die Dritte Welthilfe
10.000 gehen an die Freunde und Förderer der HWP
10.000 gehen an das Tierheim in Hamburg
10.000 spende ich an die Krebsforschung
10.000 gehen an die Hamburger Tafel
Summa Sumarum werde ich größtenteils ganz uneigennützig sein. Die Spendenquittungen schicke ich dir natürlich, kannste dann schön steuerwirksam anrechnen lassen, wenn Du das richtig machst, bist Du bald auf Hartz VI Niveau und so haben wir alle was gewonnen. Die verbleibenden 50.000 Euro bringe ich dann gleich als Startkapital in die von Dir und mir zu gründende Produktionsgesellschaft ein. Ach, da haben wir ja noch kein agreement. Aber ich bin sicher, Freigeister, wie du und ich, werden sich da schnell einig:
Ich stell mir das so vor: Deine Show ist, ähm, wahrscheinlich deine Show. Stimmt´s? Die Zielgruppe ist zementiert, die Fanclubs am Altern, genauso wie die Gags. Warum also nicht was Neues wagen und zwar (an dieser Stelle spiele ich schnell nen Tusch und Tättärätä ein, wegen der Dramatik):
Blogger TV. Halbstündiges Format, vielleicht erstmal im Dritten, so NDR oder WDR, denn niemand schaut MDR. Vorgestellt werden die schönsten Weblogs und Einträge. Wir könnten auch die interessantesten Blogger zu Kuchen und Tee einladen, ein bisschen diskutieren, über deren Texte und so. Deutschland würde sehen, wie die Nation wirklich tickt, was wirklich bewegt, alle würden was lernen, wir würden die Freude am geschriebenen Wort beleben, Verlage könnten sich präsentieren, eine lebende Austausch- und Kontaktbörse, Blogger geben Musik- und Literaturempfehlungen, Hilfe bei Jobsuche, Networking at its best, Fernsehen wäre vielleicht mal wieder interessant und wir hätten die beiden Medien, ganz im Sinne der neuen Zeit, schon mal ansatzweise miteinander verbunden. Der nächste Schritt wäre dann unweigerlich Internetfernsehen.
Ich gebe zu bedenken, dass die Anzahl der Weblogs (ungesicherten Quellen nach) die 50.000 Marke überschritten hat. Das gilt nur für Deutschland, zählen wir die zugeschalteten Gebiete Österreich und deutschsprachige Schweiz mit, sollten es noch mehr sein. Ein riesiges Potential, Werbeinnahmen ohne Ende und wenn nicht, sagen wir einfach: Nä Nä Nä, wir machen das ja nur für uns, wir wollen gar kein Geld verdienen, wir beugen uns nicht dem Diktat des Kapitals, wir haben einen Bildungsauftrag und einen künstlerischen Anspruch. Das Beste daran wäre allerdings, dass ich zum Bundespresseball gehen könnte und dort mal ordentlich einen abschwofen würde und vielleicht lerne ich dann auch endlich mal Harry Rowohlt kennen. Allein hierfür würde sich das lohnen.
Was denkste? Lass von dir hören Harry, alt Rakete, hach, ich sehe schon, das wird ne richtig dufte Freundschaft. Du, nächste Woche bin ich beruflich in Spanien, aber ich werde jeden Tag schauen, ob und wie du geantwortet hast. Und so am Rande, zu deiner Info, diese Elektropost ist öffentlich. Sie steht in meiner Weblogin, deine Antwort stelle ich dann auch rein, so im Sinne einer offenen Kommunikationsgesellschaft, wir müssen ja Nähe zum Publikum wahren.
Ach ja, ich habe ganz vergessen mich vorzustellen, mach ich auch nicht, denn das kannste selber lesen in meiner Weblogin. Die heißt, wenn die drei lieben Menschen, die dort Administratorrechte haben, den Namen nicht änderten, noch immer Cabman`s Cove. Willst Du wissen wer ich bin, liest Du da, denn da steht alles drin. Ist besser und ehrlicher als jeder gefakte Lebenslauf. Also, pfleg dich, lass es dir gut gehen, denk das ganze mal in Ruhe durch. In Erwartung deiner Antwort
Ex eremo
James Rupert Cabman
p.s.: meine kleine freundin, die morphine, ja, genau die, mit der man soviel spaß in aufzügen haben kann, hätte gern einen job beim spiegel, als chefredakteurin. oder als kolumnistin. oder als putzfrau. oder so.

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Freitag, 5. Januar 2007
Licht aus im Lichtspielhaus!
cabman, 20:33h
So. Da bin ich wieder, schön nicht? Ich war nämlich im Scho Schonenland. Ach ja, langweilig. Erzähl ich mal was anderes: Ich bin heute hochanständige und charakterlich starke 120 nach Stockholm gefahren, dadurch hat das ganze auch irgendwie fast 5 Stunden gedauert und nein, der Stopp bei MCD hat damit nichts zu tun, die tausend unentschlossenen Leute aber schon. Wie schwer kann es sein, sich nen Burger auszusuchen?
Anyway, auf der Fahrt hörte ich jede Menge Musik und ich stellte mit Erstaunen fest: Ich kann fast alles von Erasure mitsingen. Cool, oder? Ich finde die ja noch immer stark, meine Mama meinte immer, ich hätte was vom Vince Clarke. Habe ich mir damals total was drauf eingebildet und es wäre ja auch fast ein Grund gewesen, Schwul zu werden. Hat dann aber doch nicht geklappt, wegen der Mädchen, die sind sowieso an allem Schuld, immer.
Wer im Auto sitzt und nichts zu tun hat, der macht Kopfblogging. Dabei bin ich schon wieder auf ne grenzgeniale Idee gekommen: Mit dem Verbrauch von Zigaretten, steigt proportional der Verbrauch von Fisherman Friends an. Also, so rufe ich den Marketingstrategen im Hause Reemtsma zu, warum nicht ne Crosspromotion machen? An jede Schachtel Fluppen klebt ihr ne Packung Hustenpastillen, Claim ist: Ich rauch mich frisch!, das lässt Potential auch mal ganz neue Wege zu beschreiten, vielleicht mit Duschgel. Ich hätte da auch nen Experten, ihr müsst euch aber beeilen, der will seine Weblogin verkaufen. Ich verkaufe euch nur meinen Kopf, oder vielmehr dessen Inhalt und schon wieder frage ich mich, ob ich nicht mein Talent vergeude. Ich sollte mich selbständig machen. Eine Ideenschmiede, das wäre es. Ich würde sie Cabman´s Kontor der gefallenen Ideen nennen, die Frau Lu einstellen, die könnte den ganzen Tag als digital boheme so rumsurfen, mir kluge Tips geben und ich könnte auf den Hamburger Hafen blicken und so tun als würde ich kreativ nachdenken. Irgendwann plumpst dann so ne Idee dabei runter, bestimmt, und schon sind die Lu und ich reich. Also Reemtsma Fuzzis, diese Idee hier schenk ich euch, so ne Art Arbeitsprobe, bei Gefallen lege ich nach und die Lu noch oben einen drauf!
Schluss des Zuvorgelesenen, es folgt nun der Anschluss des Anschliesenden und wenn der alles richtig macht, schalte ich an und damit sind dann alle zu, also geschaltet. Gottchen, da wird einem schwindlig.
Nun aber: Ich bin natürlich nicht den ganzen Weg mit 120 gefahren, aber größtenteils. Man kommt irgendwie einfach nicht an und es ist langweilig, so langweilig, man könnte dabei Zeitung lesen. Also habe ich mich anders beschäftig, denn ich hatte keine Zeitung. Es gibt auch ein Resultat: Und daher, weil es ja keinen interessiert, ich das aber witzig finde, zeige ich heute hier in der Matinee:
I’m coming home, Mama! oder Cabman fährt zum Supermarkt
Die Handlung ist künstlerisch Anspruchsvoll, sie wird sich nicht jedem erschließen, was nur bestätigt, dass es Kunst ist. „Geschossen“, wie wir alten Zelluloidfetischisten zu sagen pflegen, wurde der Take, vor ca. 2 Stunden. Ort der Handlung: E4 Kopenhagen-Stockholm. Tempo? So 150 vielleicht. Musik? Müsst ihr raten, außer Fräulein Morphine, denn die kennt die schon.
Wer schon immer wissen wollte, wie meine Ausfahrt aussieht, schaut hier zu! Wer schon immer wissen wollte, weil es todinteressant ist, wie mein Supermarkt von außen aussieht, schaut auch zu. Alle anderen machen besser was Sinnvolles, wenn das überhaupt möglich ist.
Also, ich geh jetzt baden, vielleicht kommt dabei ja noch was Verwertbares rum, gar Kunst, oder ganz was anderes raus; na das wäre ne Überraschung. Ich geh jetzt mal, bin schon weg, ich kuck nur noch mal schnell, ob schon einer kommentiert hat, so nee, ich wollte nur mein Handtuch holen, ich bin schon in der Wanne, jetzt aber…
Ach so, ich mach noch das Licht aus. Und bitte nicht alles vollkrümeln. Danke. Und beachtet eure Sitzplatznummern. Danke. And mind the gap! Danke.




Anyway, auf der Fahrt hörte ich jede Menge Musik und ich stellte mit Erstaunen fest: Ich kann fast alles von Erasure mitsingen. Cool, oder? Ich finde die ja noch immer stark, meine Mama meinte immer, ich hätte was vom Vince Clarke. Habe ich mir damals total was drauf eingebildet und es wäre ja auch fast ein Grund gewesen, Schwul zu werden. Hat dann aber doch nicht geklappt, wegen der Mädchen, die sind sowieso an allem Schuld, immer.
Wer im Auto sitzt und nichts zu tun hat, der macht Kopfblogging. Dabei bin ich schon wieder auf ne grenzgeniale Idee gekommen: Mit dem Verbrauch von Zigaretten, steigt proportional der Verbrauch von Fisherman Friends an. Also, so rufe ich den Marketingstrategen im Hause Reemtsma zu, warum nicht ne Crosspromotion machen? An jede Schachtel Fluppen klebt ihr ne Packung Hustenpastillen, Claim ist: Ich rauch mich frisch!, das lässt Potential auch mal ganz neue Wege zu beschreiten, vielleicht mit Duschgel. Ich hätte da auch nen Experten, ihr müsst euch aber beeilen, der will seine Weblogin verkaufen. Ich verkaufe euch nur meinen Kopf, oder vielmehr dessen Inhalt und schon wieder frage ich mich, ob ich nicht mein Talent vergeude. Ich sollte mich selbständig machen. Eine Ideenschmiede, das wäre es. Ich würde sie Cabman´s Kontor der gefallenen Ideen nennen, die Frau Lu einstellen, die könnte den ganzen Tag als digital boheme so rumsurfen, mir kluge Tips geben und ich könnte auf den Hamburger Hafen blicken und so tun als würde ich kreativ nachdenken. Irgendwann plumpst dann so ne Idee dabei runter, bestimmt, und schon sind die Lu und ich reich. Also Reemtsma Fuzzis, diese Idee hier schenk ich euch, so ne Art Arbeitsprobe, bei Gefallen lege ich nach und die Lu noch oben einen drauf!
Schluss des Zuvorgelesenen, es folgt nun der Anschluss des Anschliesenden und wenn der alles richtig macht, schalte ich an und damit sind dann alle zu, also geschaltet. Gottchen, da wird einem schwindlig.
Nun aber: Ich bin natürlich nicht den ganzen Weg mit 120 gefahren, aber größtenteils. Man kommt irgendwie einfach nicht an und es ist langweilig, so langweilig, man könnte dabei Zeitung lesen. Also habe ich mich anders beschäftig, denn ich hatte keine Zeitung. Es gibt auch ein Resultat: Und daher, weil es ja keinen interessiert, ich das aber witzig finde, zeige ich heute hier in der Matinee:
Die Handlung ist künstlerisch Anspruchsvoll, sie wird sich nicht jedem erschließen, was nur bestätigt, dass es Kunst ist. „Geschossen“, wie wir alten Zelluloidfetischisten zu sagen pflegen, wurde der Take, vor ca. 2 Stunden. Ort der Handlung: E4 Kopenhagen-Stockholm. Tempo? So 150 vielleicht. Musik? Müsst ihr raten, außer Fräulein Morphine, denn die kennt die schon.
Wer schon immer wissen wollte, wie meine Ausfahrt aussieht, schaut hier zu! Wer schon immer wissen wollte, weil es todinteressant ist, wie mein Supermarkt von außen aussieht, schaut auch zu. Alle anderen machen besser was Sinnvolles, wenn das überhaupt möglich ist.
Also, ich geh jetzt baden, vielleicht kommt dabei ja noch was Verwertbares rum, gar Kunst, oder ganz was anderes raus; na das wäre ne Überraschung. Ich geh jetzt mal, bin schon weg, ich kuck nur noch mal schnell, ob schon einer kommentiert hat, so nee, ich wollte nur mein Handtuch holen, ich bin schon in der Wanne, jetzt aber…
Ach so, ich mach noch das Licht aus. Und bitte nicht alles vollkrümeln. Danke. Und beachtet eure Sitzplatznummern. Danke. And mind the gap! Danke.





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Donnerstag, 4. Januar 2007
cabman, 17:50h

Als ich ein kleiner Junge war, so 10 oder 11 Jahre alt, stand ich auf dem Zehner-Sprungturm im Waldbad. Es ging um nichts weniger, als Mut, Respekt und Anerkennung, ziemlich viel für einen Jungen in dem Alter. Ich fußte allein da oben, wegen der Sicherheit, sagte der besorgte Bademeister. Unten wartete gespannt die Klasse, Chris und natürlich die schöne Freundin unserer Lehrerin. Auf diese Freundin waren wir alle scharf, frühreif eben. Ich stand da so, der See wirkte riesig und der Wind ließ die Badehose flattern, alles schien zu schwanken, alles bewegte sich, und ich, der ich da ganz still stand, bewegte mich mit. Ich hatte keine Angst, eher ein unwohles Gefühl. Die Gedanken surrten wie brennende Pfeile durch den Kopf, ohne ein Ziel zu finden, ohne ein Ziel zu haben. Gedankenbrei. Es gab nur zwei Möglichkeiten, springen oder runterklettern. Ich tastete mich an den Rand und blickte hinab. „Das wirkt noch viel höher, weil deine Körpergröße hinzukommt.“ sagte die Lehrerin. „Und wenn schon“, hatte ich die große Fresse und dann fand ich mich allein da oben wieder. Da war niemand, der mir hätte die Entscheidung abnehmen können, keiner, der mich gegen meinen Willen hätte schubsen können. Und ganz plötzlich war es klar, ich kann nicht runter, es wäre zu peinlich, es wäre eine Niederlage vor mir selbst und schlimmer noch, vor der ganzen Klasse. Ich machte meinen Frieden, was konnte mir passieren? Selbst wenn ich stürbe, es geschieht in Achtung. Ich schaute noch mal hinunter, Chris rief etwas Aufmunterndes, ich sagte innerlich farewell zu allem und jeden, schloss die Augen und sprang. Es passierte nichts. Gar nichts, außer schmerzhafte Eier und das glückliche Gefühl etwas getan zu haben, was sich kein anderer traute. In fact, nur Chris sprang noch, natürlich, denn wir waren wilde Jungkater, keiner stand dem anderen in etwas nach. Die desaströsen Zwei nannte sie uns. Nicht ganz unberechtigt. Das waren der erste Sprung und eine Erfahrung: Entscheidungen trifft man für sich meistens allein.
Als ich vor fast vier Jahren nach Schweden zog war es ähnlich. Ich wusste nicht wirklich, worauf ich mich da einließ. Ich wusste aber, dass ich ins Ausland wollte. Auch da schwankte alles, es gab ein bisschen mehr zu verlieren, ich hatte Verantwortung für die Antike, den Hund, ein Haus in HH, ein Leben eben; kein schlechtes, eigentlich ein ausgesprochen gutes sogar. Verschenkt, denn der innere Wille war stärker, der Wunsch größer und die Gewissheit, Träume nur leben zu müssen, siegte ob des Sicherheitsdenkens. Dann waren der Audi weg, der Laptop, das Handy, alles. Back to Zero, Start from scratch. Wir hatten eine handvoll Euro, einen alten Volvo und einen Traum. Gelebt eben.
Das waren der zweite Sprung und jede Menge mehr Erfahrungen. Sie kosteten Schweiß, Tränen, Geld, ja sogar Blut, eine Familie, eine Beziehung, ein Haus und drei Hunde. Unterm Strich war es das aber wert, denn es bleiben Erinnerungen, das einzige, was du immer mitnimmst, überall hin.
Heute, wo es im Scho Schonenland regnet, stehe ich wieder hoch oben auf meinem gefühlten Zehner. Springen oder nicht? Wieder bewegt sich alles um mich herum, nur ich steh still. Wir Shooter kennen uns, wir sind wenige, wir helfen uns. Ein Anruf, eine Lösung. Bernd, 42 Jahre alt, wohnhaft in Norderstedt, rief vor Weihnachten an. Er suche einen Job, denn er wurde gekündigt, freigestellt bis März. „Ja, ich kenne eine Menge Leute.“ sagte ich zu ihm. Es dauerte nur 1 Woche und ich hatte einen Kontakt. Aber Bernd wollte nicht. Die Frau, das Haus, du weißt James, alte Bäume verpflanzt man nicht. Gut, dann springste eben nicht. Und ich? Ich bekam meine Lösung innerhalb 24 Stunden. Ein Anruf und die Bestätigung: Wir stehen zu unserem Versprechen und sogar ein bisschen mehr. Nun sitze ich hier und die Gedanken sind wieder da, wieder ziellos. Ich bekäme was ich will, aber will ich was ich bekomme? Oder: Springen oder nicht. Ich habe keine Angst, es ist nur ein abwägen. Was gibt es zu verlieren? Nicht viel. Was gibt es zu gewinnen? Alles, denn ich kann alles schaffen. „Und warum überlegst du da noch?“ fragte die Antike, die ich anrief. „Ich weiß es nicht!“ antwortete ich ihr und habe nicht mal gelogen. Vielleicht wird der Kater älter, bequemer, vielleicht ist ihm die Rauflust abhanden gekommen, vielleicht ist es das Wetter? „Es ist aber das was du immer wolltest. Du hast eine Perspektive und ein nettes Mädchen wartet, was ist los mit Dir? Wenn du mich fragst, dann spring verdammt nochmal!“ Eigentlich…
Das Risiko ist marginal, der Gewinn kann überwältigend sein, man muss es sich nur vorstellen können, dann kommt es. Niemand wird sterben, es gäbe Nähe zu der Angeschmachteten und eine Herausforderung, alles paletti. Und dennoch schwankt der Turm und ich mit ihm. Zu viele nette Menschen um mich herum. „Quatsch! Dein ganzes soziales Netz besteht aus business people. Leute die dich brauchen, Leute die du brauchst. Es gibt nichts, aber auch gar nichts, was dich hier hält. Glaub mir. Hast du noch nicht gemerkt, dass dein Netz Löcher bekommt? Denk an Maria, sie wird euch verlassen…“ Und auch damit hat die Antike recht. Alles Job, Job ist alles und dich glaube mittlerweile, er ist es, der mich hier festtackert. Unhaltbar eigentlich, also: Springen oder nicht und warum warte ich bis es regnet, bevor ich vom Zehner springe? Es kann nichts passieren, das bisschen Schmerz einer harten Landung ist schnell verflogen und im Zweifelsfall sucht man sich einen neuen Turm, einen neuen See und wieder wird es heißen: Springen oder nicht und wieder wird man das mit sich allein ausboxen, will ich auch, deswegen bleib ich allein mit mir, kasteie mich, oder frag die Weblogin…

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Zahltag, ein Dramolett oder der lustige Sheriff
cabman, 17:09h
1.200 Euro Barabhebung auf der Kreditkarte in London, als ich in Schweden war, lassen mich aufhören. Karte gesperrt.
200 Euro Bussgeld wegen überhöhter Geschwindigkeit heute, finde ich auch überhöht!
Sheriff: Bisschen schnell unterwegs was?
Ich: Ich habe es eilig.
Sheriff: Komm mal mit zum Streifenwagen.
Ich (drinn sitzend): Kann ich eine Rauchen?
Sheriff: Nö, jetzt warteste mal. Also, ich bin dir ne Weile hinterher gefahren. Das waren konstante 125 über mehr als 3 Kilometer.
Ich: Klar, ich habe ja den Tempomat eingeschaltet. Eigentlich auf 130.
Sheriff: Schön. Hier sind nur 110. Du warst 15 km/h zu schnell. Hier, puste mal.
Ich (pustend): *puste*
Sheriff: Na wenigstens kein Alkohol im Blut.
Ich: Ich trinke selten aber richtig.
Sheriff: Gut. Das kostet dich heute 2.000 Kronen.
Ich: Und noch was?
Sheriff: Eintrag im Register.
Ich: Ich habe schon einen.
Sheriff: Bei Dreien biste den Lappen los.
Ich: Dann kann ich ja noch einmal...
Sheriff: Übertreibs nicht.
Ich (auf ein Auto zeigend, dass mit mindest. 160 vorbeifährt): Und was ist mit solchen Leuten?
Sheriff: Jetzt kümmer ich mich um dich.
Ich: Schön, ich fühle mich gut behandelt.
Sheriff (grinst): Unsere Kunden sind uns wichtig.
Ich: Da bezahlt man gern.
Sheriff (übergibt mir die Zahlungsanweisung): Du hast einen Monat Zeit, um zu bezahlen. Vergiss es nicht!
Ich: Richtige Verbrecher haben meinen Kartencode geklaut. Sie ist nun gesperrt, sonst hätte ich gleich bezahlt.
Sheriff: Hoffentlich kriegste das Geld wieder.
Ich: Keine Panik, dein Gehalt ist sicher.
Sheriff: Raus jetzt.
Ich: Soll ich Danke sagen?
Sheriff: Ja, denn ich habe verkehrserzieherisch auf dich gewirkt.
Ich: Glaubt ihr so etwas wirklich?
Sheriff (grinst): Raus! Und viel Erfolg beim Geldeintreiben.
Ich: Dann doch DANKE!
200 Euro Bussgeld wegen überhöhter Geschwindigkeit heute, finde ich auch überhöht!
Sheriff: Bisschen schnell unterwegs was?
Ich: Ich habe es eilig.
Sheriff: Komm mal mit zum Streifenwagen.
Ich (drinn sitzend): Kann ich eine Rauchen?
Sheriff: Nö, jetzt warteste mal. Also, ich bin dir ne Weile hinterher gefahren. Das waren konstante 125 über mehr als 3 Kilometer.
Ich: Klar, ich habe ja den Tempomat eingeschaltet. Eigentlich auf 130.
Sheriff: Schön. Hier sind nur 110. Du warst 15 km/h zu schnell. Hier, puste mal.
Ich (pustend): *puste*
Sheriff: Na wenigstens kein Alkohol im Blut.
Ich: Ich trinke selten aber richtig.
Sheriff: Gut. Das kostet dich heute 2.000 Kronen.
Ich: Und noch was?
Sheriff: Eintrag im Register.
Ich: Ich habe schon einen.
Sheriff: Bei Dreien biste den Lappen los.
Ich: Dann kann ich ja noch einmal...
Sheriff: Übertreibs nicht.
Ich (auf ein Auto zeigend, dass mit mindest. 160 vorbeifährt): Und was ist mit solchen Leuten?
Sheriff: Jetzt kümmer ich mich um dich.
Ich: Schön, ich fühle mich gut behandelt.
Sheriff (grinst): Unsere Kunden sind uns wichtig.
Ich: Da bezahlt man gern.
Sheriff (übergibt mir die Zahlungsanweisung): Du hast einen Monat Zeit, um zu bezahlen. Vergiss es nicht!
Ich: Richtige Verbrecher haben meinen Kartencode geklaut. Sie ist nun gesperrt, sonst hätte ich gleich bezahlt.
Sheriff: Hoffentlich kriegste das Geld wieder.
Ich: Keine Panik, dein Gehalt ist sicher.
Sheriff: Raus jetzt.
Ich: Soll ich Danke sagen?
Sheriff: Ja, denn ich habe verkehrserzieherisch auf dich gewirkt.
Ich: Glaubt ihr so etwas wirklich?
Sheriff (grinst): Raus! Und viel Erfolg beim Geldeintreiben.
Ich: Dann doch DANKE!

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