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Sonntag, 7. Januar 2007
Ditte is allet Kunst
cabman, 23:55h
Heute tupfe ich mir einen Text in Aquarelltechnik in die Weblogin. Der Hintergrund muss leicht und hell sein, der Vordergrund kräftig und dunkler, sagte der Kunstlehrer, der mir auch keine große Zukunft voraussagte, weder als Künstler noch sonst so. Als er dann mein tolles Aquarell sah, war er allerdings doch etwas überrascht und siehe da, ein Buch sollte man nicht nach seinem Einband bewerten und ich lernte, es ist viel besser unterschätzt als überschätzt zu werden. So generell haben die KUNST und ich nur eines gemeinsam, nämlich das wir uns nicht kennen, auch ein Verdienst des engagierten Lehrers. Wobei man hier nun wieder einschränken muss, denn die KUNST gibt es gar nicht, sie liegt, wie so vieles, im Auge des Betrachters. Ich sehe so viele Dinge, die sich Kunst nennen, wo sich der Sohn meiner Mutter fragt: Nun frag ich mich aber…? Per Definition, von der keiner weiß, wer sie eigentlich gegeben hat, ist Kunst alle nicht unmittelbar zweckbedingte menschliche Schöpfung. AHA. Ich müsste die Weblogin also als Zwecklos erklären und Schwup di Wupp ist sie Kunst. Ist hiermit geschehen: Diese Weblogin Kommen wir nun zu Vordergründigem:
Nichtssagende Leute gibt es reichlich, eine Gewisse Dramatik erhält das ganze erst, wenn man die vorher etwas gefragt hat. Nonverbale Kommunikation kann ich nicht. Überhaupt nicht. Frau jedoch meist schon und das ist nicht der einzig Grund, warum ich sie oft nicht verstehe. Im Spannungsfeld der Geschlechter liegen mehr Herzen begraben als Tulpenzwiebeln in holländischen Großgärtnereien, was wahrscheinlich auch nur daran liegt, das Holland so klein ist. Und bevor ich hier wieder Europäische Randgruppen beleidige, tupfe ich mal schnell weiter in der Bliggelibloggin. Also, die Erkenntnis von diesem Wochenende: Beziehungsherausforderungen sind Kommunikationsherausforderungen, gerade und besonders im Kommunikationszeitalter. Ich mach jetzt hier nen Haken dran und wende mich dem seichten Hintergrund zu:
Ich räume auf und um und morgens auch ab. Das Haus muss weg und deswegen packe ich schon mal. Dabei fand ich meine todschöne Brille mit blauen Gläsern und habe den Rest des Tages Blau gemacht und zwar voller Elan. Das fing so schwungvoll an, dass mir das Handy unters Bett fiel. Es kann ziemlich nervig sein, wenn es da so liegt und vor sich hin melodiert. Noch nerviger wird es, wenn man nicht rankommt, weil man äußerst selten einen Besen
mit im Bett hat. Na gut, der eine oder die andere hat ja diese Auffassung vom jeweiligen Partner, aber eine neue Frisur kann da unter Umständen helfen, oder Laub harken.Denn ja, Eure Respektierlichkeit, ich habe heute auch Gartenarbeit gemacht: Ich lege Beweisbild A vor und stelle mir die Frage: Wäre ich auch ohne Weblogin auf diese Idee gekommen? Eher nicht und Kid hat recht, erst feed me, dann eat me. Gefräßiges Ding ist die Weblogin, Leben um zu bloggen? Nee, aber bestimmt ein Leben für die Kunst, denn das sind wir ja alle zusammen: Künstler.

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Samstag, 6. Januar 2007
Frage:
cabman, 21:50h
Wie bin ich hier hingekommen? Jemand ne Ahnung?

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cabman, 15:04h
Ich habe gestern was beim Gorilla gelesen, dass nehme ich auf und an und schrieb dazu folgende mail und weil schreiben allein noch keinen Sinn macht, verschickte ich sie auch:
Lieber Erfüllungsgehilfe von Harald Schmidt,
der du da sitzt und alle alle E-Mails beantworten musst, sei dir meines Mitleides bewusst ob deiner schlimmen Situation. Aber ein bisschen haste ja auch selber Schuld, mhm?
So, und nun mach mal Platz, ich muss was mit deinem Chef besprechen:
Lieber Harald, ich schwinge mich hier schon mal zu einem vertraulichen Du auf, denn ich sehe eine ganz wunderbare Männerfreundschaft zwischen Dir und mir am Horizont aufziehen. Ich habe zwar überhaupt keine Ahnung worum es bei Schmoogle geht, das hält mich aber nicht davon ab, dir trotzdem zu schreiben. Sieh mir bitte nach, dass ich deine Show nicht schaue, denn bis vor drei Tagen ermangelte es mir an einem TV-Gerät. Nun habe ich zwar eines, doch dessen Erhalt ändert nichts an der Tatsache, dass ich kein deutsches Fernsehen empfangen kann. Dafür weiß ich aber um die besten Saunatricks, denn finnisches Fernsehen kann ich wohl empfangen. Auch hier, wie bei den Bloggern, lernt man Dinge fürs Leben, wenn man denn, in diesem spezifischen Fall, Saunagänger ist.
So. Und nun mal Tacheles und Butter bei die Fische, lets do some business:
Harald, Hand aufs Herz, und deine 20 semestrigen verstudierten kaffeetrinkenden Juristen wissen es auch: Die Angebotsaufforderung in deinem virtuellen Bauchladen ist, solange niemand reagiert, auch nur ein PR-Gag. Ich müsste mich ja erst bei Dir melden und sagen, ich will mich für 100 Euro verkaufen (Angebot), Du sagst dann ja, ich kaufe mich ein (Annahme) und erst dann ist der Vertrag zustande gekommen. Das ist kleines BWL, das lernen alle Einzelhandelskaufleute im ersten Jahr der Berufsschule. Die Entscheidung liegt also bei dir und ditt janze ist ziemlich risikolos. Bei Bus und Bahn ist das ja anders, da gibt man schon eine Willenserklärung ab, wenn man einsteigt. Da fällt mir auf, wenn sie mich das nächste Mal beim Schwarzfahren erwischen, sage ich, mit Bambiaugen, „Ich dachte das wäre ne kostenfreie Testfahrt. Ich wollte mich von ihrem Angebot erst überzeugen lassen.“ Man, das ist ja ausbaufähig: Spanische Wochen beim HVV! z.B. Gottchen, ich drifte schon wieder ab. Schönes Beispiel für ne Bloggerkrankheit: Man fällt von einem Gedanken in den nächsten.
Also, ich habe mir mal meine Weblogin angeschaut, sie auf den Kopf gestellt, was sie nicht gerne mag und siehe da, da klebt ein Preisschild. Dieses kündet von 250.000 Euro, naja, du weißt ja, Frauen, dazu noch schöne, können teuer sein. Ich finde meine Weblogin ziemlich schön und wie bei allen guten Dingen, muss sie nur noch reifen. Damit will gesagt sein, für 250.000 Euro verkaufe ich mich. Lass dich bitte nicht von der Summe irritieren, das gibt ja wohl die Portokasse her. Ich bin in solchen Angelegenheiten auch nicht eigennützig und stell hier mal schnell den Verwendungszweck des genannten Betrages zusammen:
50.000 spende ich sofort und umgehend an Blogger.de, denn ich habe ein Herz dafür
20.000 spende ich an die Aidsforschung
20.000 spende ich an den WWF
10.000 investiere ich in den Regenwald
10.000 gehen an den Deutschen Tierschutzbund
10.000 gehen an die Seenotrettung
10.000 spende ich an den ADAC
30.000 gehen an die Dritte Welthilfe
10.000 gehen an die Freunde und Förderer der HWP
10.000 gehen an das Tierheim in Hamburg
10.000 spende ich an die Krebsforschung
10.000 gehen an die Hamburger Tafel
Summa Sumarum werde ich größtenteils ganz uneigennützig sein. Die Spendenquittungen schicke ich dir natürlich, kannste dann schön steuerwirksam anrechnen lassen, wenn Du das richtig machst, bist Du bald auf Hartz VI Niveau und so haben wir alle was gewonnen. Die verbleibenden 50.000 Euro bringe ich dann gleich als Startkapital in die von Dir und mir zu gründende Produktionsgesellschaft ein. Ach, da haben wir ja noch kein agreement. Aber ich bin sicher, Freigeister, wie du und ich, werden sich da schnell einig:
Ich stell mir das so vor: Deine Show ist, ähm, wahrscheinlich deine Show. Stimmt´s? Die Zielgruppe ist zementiert, die Fanclubs am Altern, genauso wie die Gags. Warum also nicht was Neues wagen und zwar (an dieser Stelle spiele ich schnell nen Tusch und Tättärätä ein, wegen der Dramatik):
Blogger TV. Halbstündiges Format, vielleicht erstmal im Dritten, so NDR oder WDR, denn niemand schaut MDR. Vorgestellt werden die schönsten Weblogs und Einträge. Wir könnten auch die interessantesten Blogger zu Kuchen und Tee einladen, ein bisschen diskutieren, über deren Texte und so. Deutschland würde sehen, wie die Nation wirklich tickt, was wirklich bewegt, alle würden was lernen, wir würden die Freude am geschriebenen Wort beleben, Verlage könnten sich präsentieren, eine lebende Austausch- und Kontaktbörse, Blogger geben Musik- und Literaturempfehlungen, Hilfe bei Jobsuche, Networking at its best, Fernsehen wäre vielleicht mal wieder interessant und wir hätten die beiden Medien, ganz im Sinne der neuen Zeit, schon mal ansatzweise miteinander verbunden. Der nächste Schritt wäre dann unweigerlich Internetfernsehen.
Ich gebe zu bedenken, dass die Anzahl der Weblogs (ungesicherten Quellen nach) die 50.000 Marke überschritten hat. Das gilt nur für Deutschland, zählen wir die zugeschalteten Gebiete Österreich und deutschsprachige Schweiz mit, sollten es noch mehr sein. Ein riesiges Potential, Werbeinnahmen ohne Ende und wenn nicht, sagen wir einfach: Nä Nä Nä, wir machen das ja nur für uns, wir wollen gar kein Geld verdienen, wir beugen uns nicht dem Diktat des Kapitals, wir haben einen Bildungsauftrag und einen künstlerischen Anspruch. Das Beste daran wäre allerdings, dass ich zum Bundespresseball gehen könnte und dort mal ordentlich einen abschwofen würde und vielleicht lerne ich dann auch endlich mal Harry Rowohlt kennen. Allein hierfür würde sich das lohnen.
Was denkste? Lass von dir hören Harry, alt Rakete, hach, ich sehe schon, das wird ne richtig dufte Freundschaft. Du, nächste Woche bin ich beruflich in Spanien, aber ich werde jeden Tag schauen, ob und wie du geantwortet hast. Und so am Rande, zu deiner Info, diese Elektropost ist öffentlich. Sie steht in meiner Weblogin, deine Antwort stelle ich dann auch rein, so im Sinne einer offenen Kommunikationsgesellschaft, wir müssen ja Nähe zum Publikum wahren.
Ach ja, ich habe ganz vergessen mich vorzustellen, mach ich auch nicht, denn das kannste selber lesen in meiner Weblogin. Die heißt, wenn die drei lieben Menschen, die dort Administratorrechte haben, den Namen nicht änderten, noch immer Cabman`s Cove. Willst Du wissen wer ich bin, liest Du da, denn da steht alles drin. Ist besser und ehrlicher als jeder gefakte Lebenslauf. Also, pfleg dich, lass es dir gut gehen, denk das ganze mal in Ruhe durch. In Erwartung deiner Antwort
Ex eremo
James Rupert Cabman
p.s.: meine kleine freundin, die morphine, ja, genau die, mit der man soviel spaß in aufzügen haben kann, hätte gern einen job beim spiegel, als chefredakteurin. oder als kolumnistin. oder als putzfrau. oder so.
Lieber Erfüllungsgehilfe von Harald Schmidt,
der du da sitzt und alle alle E-Mails beantworten musst, sei dir meines Mitleides bewusst ob deiner schlimmen Situation. Aber ein bisschen haste ja auch selber Schuld, mhm?
So, und nun mach mal Platz, ich muss was mit deinem Chef besprechen:
Lieber Harald, ich schwinge mich hier schon mal zu einem vertraulichen Du auf, denn ich sehe eine ganz wunderbare Männerfreundschaft zwischen Dir und mir am Horizont aufziehen. Ich habe zwar überhaupt keine Ahnung worum es bei Schmoogle geht, das hält mich aber nicht davon ab, dir trotzdem zu schreiben. Sieh mir bitte nach, dass ich deine Show nicht schaue, denn bis vor drei Tagen ermangelte es mir an einem TV-Gerät. Nun habe ich zwar eines, doch dessen Erhalt ändert nichts an der Tatsache, dass ich kein deutsches Fernsehen empfangen kann. Dafür weiß ich aber um die besten Saunatricks, denn finnisches Fernsehen kann ich wohl empfangen. Auch hier, wie bei den Bloggern, lernt man Dinge fürs Leben, wenn man denn, in diesem spezifischen Fall, Saunagänger ist.
So. Und nun mal Tacheles und Butter bei die Fische, lets do some business:
Harald, Hand aufs Herz, und deine 20 semestrigen verstudierten kaffeetrinkenden Juristen wissen es auch: Die Angebotsaufforderung in deinem virtuellen Bauchladen ist, solange niemand reagiert, auch nur ein PR-Gag. Ich müsste mich ja erst bei Dir melden und sagen, ich will mich für 100 Euro verkaufen (Angebot), Du sagst dann ja, ich kaufe mich ein (Annahme) und erst dann ist der Vertrag zustande gekommen. Das ist kleines BWL, das lernen alle Einzelhandelskaufleute im ersten Jahr der Berufsschule. Die Entscheidung liegt also bei dir und ditt janze ist ziemlich risikolos. Bei Bus und Bahn ist das ja anders, da gibt man schon eine Willenserklärung ab, wenn man einsteigt. Da fällt mir auf, wenn sie mich das nächste Mal beim Schwarzfahren erwischen, sage ich, mit Bambiaugen, „Ich dachte das wäre ne kostenfreie Testfahrt. Ich wollte mich von ihrem Angebot erst überzeugen lassen.“ Man, das ist ja ausbaufähig: Spanische Wochen beim HVV! z.B. Gottchen, ich drifte schon wieder ab. Schönes Beispiel für ne Bloggerkrankheit: Man fällt von einem Gedanken in den nächsten.
Also, ich habe mir mal meine Weblogin angeschaut, sie auf den Kopf gestellt, was sie nicht gerne mag und siehe da, da klebt ein Preisschild. Dieses kündet von 250.000 Euro, naja, du weißt ja, Frauen, dazu noch schöne, können teuer sein. Ich finde meine Weblogin ziemlich schön und wie bei allen guten Dingen, muss sie nur noch reifen. Damit will gesagt sein, für 250.000 Euro verkaufe ich mich. Lass dich bitte nicht von der Summe irritieren, das gibt ja wohl die Portokasse her. Ich bin in solchen Angelegenheiten auch nicht eigennützig und stell hier mal schnell den Verwendungszweck des genannten Betrages zusammen:
50.000 spende ich sofort und umgehend an Blogger.de, denn ich habe ein Herz dafür
20.000 spende ich an die Aidsforschung
20.000 spende ich an den WWF
10.000 investiere ich in den Regenwald
10.000 gehen an den Deutschen Tierschutzbund
10.000 gehen an die Seenotrettung
10.000 spende ich an den ADAC
30.000 gehen an die Dritte Welthilfe
10.000 gehen an die Freunde und Förderer der HWP
10.000 gehen an das Tierheim in Hamburg
10.000 spende ich an die Krebsforschung
10.000 gehen an die Hamburger Tafel
Summa Sumarum werde ich größtenteils ganz uneigennützig sein. Die Spendenquittungen schicke ich dir natürlich, kannste dann schön steuerwirksam anrechnen lassen, wenn Du das richtig machst, bist Du bald auf Hartz VI Niveau und so haben wir alle was gewonnen. Die verbleibenden 50.000 Euro bringe ich dann gleich als Startkapital in die von Dir und mir zu gründende Produktionsgesellschaft ein. Ach, da haben wir ja noch kein agreement. Aber ich bin sicher, Freigeister, wie du und ich, werden sich da schnell einig:
Ich stell mir das so vor: Deine Show ist, ähm, wahrscheinlich deine Show. Stimmt´s? Die Zielgruppe ist zementiert, die Fanclubs am Altern, genauso wie die Gags. Warum also nicht was Neues wagen und zwar (an dieser Stelle spiele ich schnell nen Tusch und Tättärätä ein, wegen der Dramatik):
Blogger TV. Halbstündiges Format, vielleicht erstmal im Dritten, so NDR oder WDR, denn niemand schaut MDR. Vorgestellt werden die schönsten Weblogs und Einträge. Wir könnten auch die interessantesten Blogger zu Kuchen und Tee einladen, ein bisschen diskutieren, über deren Texte und so. Deutschland würde sehen, wie die Nation wirklich tickt, was wirklich bewegt, alle würden was lernen, wir würden die Freude am geschriebenen Wort beleben, Verlage könnten sich präsentieren, eine lebende Austausch- und Kontaktbörse, Blogger geben Musik- und Literaturempfehlungen, Hilfe bei Jobsuche, Networking at its best, Fernsehen wäre vielleicht mal wieder interessant und wir hätten die beiden Medien, ganz im Sinne der neuen Zeit, schon mal ansatzweise miteinander verbunden. Der nächste Schritt wäre dann unweigerlich Internetfernsehen.
Ich gebe zu bedenken, dass die Anzahl der Weblogs (ungesicherten Quellen nach) die 50.000 Marke überschritten hat. Das gilt nur für Deutschland, zählen wir die zugeschalteten Gebiete Österreich und deutschsprachige Schweiz mit, sollten es noch mehr sein. Ein riesiges Potential, Werbeinnahmen ohne Ende und wenn nicht, sagen wir einfach: Nä Nä Nä, wir machen das ja nur für uns, wir wollen gar kein Geld verdienen, wir beugen uns nicht dem Diktat des Kapitals, wir haben einen Bildungsauftrag und einen künstlerischen Anspruch. Das Beste daran wäre allerdings, dass ich zum Bundespresseball gehen könnte und dort mal ordentlich einen abschwofen würde und vielleicht lerne ich dann auch endlich mal Harry Rowohlt kennen. Allein hierfür würde sich das lohnen.
Was denkste? Lass von dir hören Harry, alt Rakete, hach, ich sehe schon, das wird ne richtig dufte Freundschaft. Du, nächste Woche bin ich beruflich in Spanien, aber ich werde jeden Tag schauen, ob und wie du geantwortet hast. Und so am Rande, zu deiner Info, diese Elektropost ist öffentlich. Sie steht in meiner Weblogin, deine Antwort stelle ich dann auch rein, so im Sinne einer offenen Kommunikationsgesellschaft, wir müssen ja Nähe zum Publikum wahren.
Ach ja, ich habe ganz vergessen mich vorzustellen, mach ich auch nicht, denn das kannste selber lesen in meiner Weblogin. Die heißt, wenn die drei lieben Menschen, die dort Administratorrechte haben, den Namen nicht änderten, noch immer Cabman`s Cove. Willst Du wissen wer ich bin, liest Du da, denn da steht alles drin. Ist besser und ehrlicher als jeder gefakte Lebenslauf. Also, pfleg dich, lass es dir gut gehen, denk das ganze mal in Ruhe durch. In Erwartung deiner Antwort
Ex eremo
James Rupert Cabman
p.s.: meine kleine freundin, die morphine, ja, genau die, mit der man soviel spaß in aufzügen haben kann, hätte gern einen job beim spiegel, als chefredakteurin. oder als kolumnistin. oder als putzfrau. oder so.

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Freitag, 5. Januar 2007
Licht aus im Lichtspielhaus!
cabman, 20:33h
So. Da bin ich wieder, schön nicht? Ich war nämlich im Scho Schonenland. Ach ja, langweilig. Erzähl ich mal was anderes: Ich bin heute hochanständige und charakterlich starke 120 nach Stockholm gefahren, dadurch hat das ganze auch irgendwie fast 5 Stunden gedauert und nein, der Stopp bei MCD hat damit nichts zu tun, die tausend unentschlossenen Leute aber schon. Wie schwer kann es sein, sich nen Burger auszusuchen?
Anyway, auf der Fahrt hörte ich jede Menge Musik und ich stellte mit Erstaunen fest: Ich kann fast alles von Erasure mitsingen. Cool, oder? Ich finde die ja noch immer stark, meine Mama meinte immer, ich hätte was vom Vince Clarke. Habe ich mir damals total was drauf eingebildet und es wäre ja auch fast ein Grund gewesen, Schwul zu werden. Hat dann aber doch nicht geklappt, wegen der Mädchen, die sind sowieso an allem Schuld, immer.
Wer im Auto sitzt und nichts zu tun hat, der macht Kopfblogging. Dabei bin ich schon wieder auf ne grenzgeniale Idee gekommen: Mit dem Verbrauch von Zigaretten, steigt proportional der Verbrauch von Fisherman Friends an. Also, so rufe ich den Marketingstrategen im Hause Reemtsma zu, warum nicht ne Crosspromotion machen? An jede Schachtel Fluppen klebt ihr ne Packung Hustenpastillen, Claim ist: Ich rauch mich frisch!, das lässt Potential auch mal ganz neue Wege zu beschreiten, vielleicht mit Duschgel. Ich hätte da auch nen Experten, ihr müsst euch aber beeilen, der will seine Weblogin verkaufen. Ich verkaufe euch nur meinen Kopf, oder vielmehr dessen Inhalt und schon wieder frage ich mich, ob ich nicht mein Talent vergeude. Ich sollte mich selbständig machen. Eine Ideenschmiede, das wäre es. Ich würde sie Cabman´s Kontor der gefallenen Ideen nennen, die Frau Lu einstellen, die könnte den ganzen Tag als digital boheme so rumsurfen, mir kluge Tips geben und ich könnte auf den Hamburger Hafen blicken und so tun als würde ich kreativ nachdenken. Irgendwann plumpst dann so ne Idee dabei runter, bestimmt, und schon sind die Lu und ich reich. Also Reemtsma Fuzzis, diese Idee hier schenk ich euch, so ne Art Arbeitsprobe, bei Gefallen lege ich nach und die Lu noch oben einen drauf!
Schluss des Zuvorgelesenen, es folgt nun der Anschluss des Anschliesenden und wenn der alles richtig macht, schalte ich an und damit sind dann alle zu, also geschaltet. Gottchen, da wird einem schwindlig.
Nun aber: Ich bin natürlich nicht den ganzen Weg mit 120 gefahren, aber größtenteils. Man kommt irgendwie einfach nicht an und es ist langweilig, so langweilig, man könnte dabei Zeitung lesen. Also habe ich mich anders beschäftig, denn ich hatte keine Zeitung. Es gibt auch ein Resultat: Und daher, weil es ja keinen interessiert, ich das aber witzig finde, zeige ich heute hier in der Matinee:
I’m coming home, Mama! oder Cabman fährt zum Supermarkt
Die Handlung ist künstlerisch Anspruchsvoll, sie wird sich nicht jedem erschließen, was nur bestätigt, dass es Kunst ist. „Geschossen“, wie wir alten Zelluloidfetischisten zu sagen pflegen, wurde der Take, vor ca. 2 Stunden. Ort der Handlung: E4 Kopenhagen-Stockholm. Tempo? So 150 vielleicht. Musik? Müsst ihr raten, außer Fräulein Morphine, denn die kennt die schon.
Wer schon immer wissen wollte, wie meine Ausfahrt aussieht, schaut hier zu! Wer schon immer wissen wollte, weil es todinteressant ist, wie mein Supermarkt von außen aussieht, schaut auch zu. Alle anderen machen besser was Sinnvolles, wenn das überhaupt möglich ist.
Also, ich geh jetzt baden, vielleicht kommt dabei ja noch was Verwertbares rum, gar Kunst, oder ganz was anderes raus; na das wäre ne Überraschung. Ich geh jetzt mal, bin schon weg, ich kuck nur noch mal schnell, ob schon einer kommentiert hat, so nee, ich wollte nur mein Handtuch holen, ich bin schon in der Wanne, jetzt aber…
Ach so, ich mach noch das Licht aus. Und bitte nicht alles vollkrümeln. Danke. Und beachtet eure Sitzplatznummern. Danke. And mind the gap! Danke.




Anyway, auf der Fahrt hörte ich jede Menge Musik und ich stellte mit Erstaunen fest: Ich kann fast alles von Erasure mitsingen. Cool, oder? Ich finde die ja noch immer stark, meine Mama meinte immer, ich hätte was vom Vince Clarke. Habe ich mir damals total was drauf eingebildet und es wäre ja auch fast ein Grund gewesen, Schwul zu werden. Hat dann aber doch nicht geklappt, wegen der Mädchen, die sind sowieso an allem Schuld, immer.
Wer im Auto sitzt und nichts zu tun hat, der macht Kopfblogging. Dabei bin ich schon wieder auf ne grenzgeniale Idee gekommen: Mit dem Verbrauch von Zigaretten, steigt proportional der Verbrauch von Fisherman Friends an. Also, so rufe ich den Marketingstrategen im Hause Reemtsma zu, warum nicht ne Crosspromotion machen? An jede Schachtel Fluppen klebt ihr ne Packung Hustenpastillen, Claim ist: Ich rauch mich frisch!, das lässt Potential auch mal ganz neue Wege zu beschreiten, vielleicht mit Duschgel. Ich hätte da auch nen Experten, ihr müsst euch aber beeilen, der will seine Weblogin verkaufen. Ich verkaufe euch nur meinen Kopf, oder vielmehr dessen Inhalt und schon wieder frage ich mich, ob ich nicht mein Talent vergeude. Ich sollte mich selbständig machen. Eine Ideenschmiede, das wäre es. Ich würde sie Cabman´s Kontor der gefallenen Ideen nennen, die Frau Lu einstellen, die könnte den ganzen Tag als digital boheme so rumsurfen, mir kluge Tips geben und ich könnte auf den Hamburger Hafen blicken und so tun als würde ich kreativ nachdenken. Irgendwann plumpst dann so ne Idee dabei runter, bestimmt, und schon sind die Lu und ich reich. Also Reemtsma Fuzzis, diese Idee hier schenk ich euch, so ne Art Arbeitsprobe, bei Gefallen lege ich nach und die Lu noch oben einen drauf!
Schluss des Zuvorgelesenen, es folgt nun der Anschluss des Anschliesenden und wenn der alles richtig macht, schalte ich an und damit sind dann alle zu, also geschaltet. Gottchen, da wird einem schwindlig.
Nun aber: Ich bin natürlich nicht den ganzen Weg mit 120 gefahren, aber größtenteils. Man kommt irgendwie einfach nicht an und es ist langweilig, so langweilig, man könnte dabei Zeitung lesen. Also habe ich mich anders beschäftig, denn ich hatte keine Zeitung. Es gibt auch ein Resultat: Und daher, weil es ja keinen interessiert, ich das aber witzig finde, zeige ich heute hier in der Matinee:
Die Handlung ist künstlerisch Anspruchsvoll, sie wird sich nicht jedem erschließen, was nur bestätigt, dass es Kunst ist. „Geschossen“, wie wir alten Zelluloidfetischisten zu sagen pflegen, wurde der Take, vor ca. 2 Stunden. Ort der Handlung: E4 Kopenhagen-Stockholm. Tempo? So 150 vielleicht. Musik? Müsst ihr raten, außer Fräulein Morphine, denn die kennt die schon.
Wer schon immer wissen wollte, wie meine Ausfahrt aussieht, schaut hier zu! Wer schon immer wissen wollte, weil es todinteressant ist, wie mein Supermarkt von außen aussieht, schaut auch zu. Alle anderen machen besser was Sinnvolles, wenn das überhaupt möglich ist.
Also, ich geh jetzt baden, vielleicht kommt dabei ja noch was Verwertbares rum, gar Kunst, oder ganz was anderes raus; na das wäre ne Überraschung. Ich geh jetzt mal, bin schon weg, ich kuck nur noch mal schnell, ob schon einer kommentiert hat, so nee, ich wollte nur mein Handtuch holen, ich bin schon in der Wanne, jetzt aber…
Ach so, ich mach noch das Licht aus. Und bitte nicht alles vollkrümeln. Danke. Und beachtet eure Sitzplatznummern. Danke. And mind the gap! Danke.





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