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Dienstag, 6. Februar 2007
Nachgedacht
cabman, 22:36h
Zwischen A wie Abschied und B wie Berlin können Stunden liegen. Es hängt einzig und allein davon ab, von wo man wegfährt. Nicht unerheblich in diesem Zusammenhang ist auch die Frage, von wem man Abschied nimmt, denn das kann alles schlimmer machen. Ich verließ heute die Person, die mir gerade am Wichtigsten ist, Familie, Freundin, Liebhaberin, Zechkumpanin, Tänzerin, Beraterin, Diskussionspartnerin, Lehrerin und Schülerin.
4,5 Stunden hatte ich Zeit, die ich eigentlich beruflich hätte nutzen sollen, aber ich wollte und konnte nicht. Die Gedanken hingen den letzten Tagen nach. Die Erinnerungen, so präsent, als wäre alles eben gewesen: Die Nacht, als ich auf sie in der Lobby wartete, als ich so müde war und das Business Journal las, als ich einen Kaffee nach dem anderen trank und trotzdem nicht wacher wurde und endlich öffnete sich die Glastür und da war sie. Ich weiß nicht was mich mehr beeindruckte, die Tatsache, dass sie so verdammt schön aussah, oder die Tatsache, dass sie diese Sachen extra für mich anzog. Und alles was wir uns vorher ausmalten, die Verruchtheit, die Begierde und das Verlangen hatten plötzlich keinen Platz mehr, denn da war nur tiefe Zuneigung und die Freude des Wiedersehens, Liebe nennen sie es. Ich zeigte ihr einen Artikel im BJ, da war ein Bild drin von einem mir wohlbekannten dänischen Unternehmer. „Ich habe mal mit dem zusammengearbeitet, sehr intensiv sogar und ich bin mal mit ihm fürchterlich in DK abgestürzt.“
„Und?“
„Es könnte wieder so kommen, es könnte ein Zeichen sein.“
Sie schmunzelte und ich mit.
Dann nahm dieses Wochenende seinen Lauf: Dombesuch, Buchkauf, Bahnfahrt, Sandy, Cure, Tränen, Schmerzen und ein Sonntag, den ich zur Hälfte in ihren Armen verbrachte, denn ich konnte mich kaum bewegen, Rückenschmerz und ihre Painkiller paralysierten mich. Ich fühlte mich warm und geborgen bei ihr, fühlte mich sicher und nicht allein und wusste plötzlich was mir fehlt. Es folgte der Montag, ein Arbeitstag für sie und für mich. Nur ein Tag, doch so besonders, denn wir hatten die Möglichkeit Alltag zu spielen. Morgendlicher Verabschiedung folgte abendliches Treffen und so könnte es immer sein. Es fühlt sich richtig an, auch der Spontanbesuch in der Bar, eingeleitet mit meinen Worten: „Los, lass uns jetzt hier aussteigen.“ Was folgte waren witzige 2 Stunden Lachen, ungewöhnliche Dinge, ein Schlipstausch und eine nette Bildtrilogie, die ich so gut finde, dass ich sie mir direkt als Poster in die Küche hängen werde. Sie bekäme den Namen:
So sexy kann Kartoffelsuppe sein! Alles eine Frage der Löffelhaltung! Esst mehr, ihr Magersüchtigen, seid sexy!
Und natürlich wurde dann auch später noch gelöffelt, denn das ist doch eh das Beste: Den Partner, den du liebst, einfach festhalten und spüren, gemeinsam einschlafen, gemeinsam träumen. Nichts mehr will ich gerade, nichts mehr wünsche ich mir, wo wieder eine dieser Hotelnächte auf mich wartet.
4,5 Stunden hatte ich Zeit, die ich eigentlich beruflich hätte nutzen sollen, aber ich wollte und konnte nicht. Die Gedanken hingen den letzten Tagen nach. Die Erinnerungen, so präsent, als wäre alles eben gewesen: Die Nacht, als ich auf sie in der Lobby wartete, als ich so müde war und das Business Journal las, als ich einen Kaffee nach dem anderen trank und trotzdem nicht wacher wurde und endlich öffnete sich die Glastür und da war sie. Ich weiß nicht was mich mehr beeindruckte, die Tatsache, dass sie so verdammt schön aussah, oder die Tatsache, dass sie diese Sachen extra für mich anzog. Und alles was wir uns vorher ausmalten, die Verruchtheit, die Begierde und das Verlangen hatten plötzlich keinen Platz mehr, denn da war nur tiefe Zuneigung und die Freude des Wiedersehens, Liebe nennen sie es. Ich zeigte ihr einen Artikel im BJ, da war ein Bild drin von einem mir wohlbekannten dänischen Unternehmer. „Ich habe mal mit dem zusammengearbeitet, sehr intensiv sogar und ich bin mal mit ihm fürchterlich in DK abgestürzt.“
„Und?“
„Es könnte wieder so kommen, es könnte ein Zeichen sein.“
Sie schmunzelte und ich mit.
Dann nahm dieses Wochenende seinen Lauf: Dombesuch, Buchkauf, Bahnfahrt, Sandy, Cure, Tränen, Schmerzen und ein Sonntag, den ich zur Hälfte in ihren Armen verbrachte, denn ich konnte mich kaum bewegen, Rückenschmerz und ihre Painkiller paralysierten mich. Ich fühlte mich warm und geborgen bei ihr, fühlte mich sicher und nicht allein und wusste plötzlich was mir fehlt. Es folgte der Montag, ein Arbeitstag für sie und für mich. Nur ein Tag, doch so besonders, denn wir hatten die Möglichkeit Alltag zu spielen. Morgendlicher Verabschiedung folgte abendliches Treffen und so könnte es immer sein. Es fühlt sich richtig an, auch der Spontanbesuch in der Bar, eingeleitet mit meinen Worten: „Los, lass uns jetzt hier aussteigen.“ Was folgte waren witzige 2 Stunden Lachen, ungewöhnliche Dinge, ein Schlipstausch und eine nette Bildtrilogie, die ich so gut finde, dass ich sie mir direkt als Poster in die Küche hängen werde. Sie bekäme den Namen:
Und natürlich wurde dann auch später noch gelöffelt, denn das ist doch eh das Beste: Den Partner, den du liebst, einfach festhalten und spüren, gemeinsam einschlafen, gemeinsam träumen. Nichts mehr will ich gerade, nichts mehr wünsche ich mir, wo wieder eine dieser Hotelnächte auf mich wartet.

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Montag, 5. Februar 2007
Aha, und
cabman, 01:54h
dann waren da noch diese beiden Frauen, die sich im Café trafen und die eine sagte zu der anderen:
"Ich habe neulich einen Intellektuellen getroffen, einen Professor."
"Und wie war das?"
"Na der hatte was."
"Was hatte er denn?"
"Ähm, einen Penis."
"Oh. Ist ja interessant und was ist das?"
"So was wie ein Schwanz, nur viel kleiner."
Siehste wohl, Wissen ist Macht, heißt es so schön - ich weiß nichts, macht nichts, ausser: Brennende Leute sollten nicht mit der Axt gelöscht werden.
"Ich habe neulich einen Intellektuellen getroffen, einen Professor."
"Und wie war das?"
"Na der hatte was."
"Was hatte er denn?"
"Ähm, einen Penis."
"Oh. Ist ja interessant und was ist das?"
"So was wie ein Schwanz, nur viel kleiner."
Siehste wohl, Wissen ist Macht, heißt es so schön - ich weiß nichts, macht nichts, ausser: Brennende Leute sollten nicht mit der Axt gelöscht werden.

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Sonntag, 4. Februar 2007
Liebe Bloggergemeinde,
cabman, 18:54h
wenn man so ein richtiger Strassenkater sein will, nicht auszurechnen, kaltblütig und lässig, dann stellt sich mir doch die Frage, soll ich Frau Morphines Ausruf: "Du bis so putzig!" als Kompliment nehmen?
Ich bilde mir ja ein, ich sehe in ihrer Strickjacke mit den Bommeln, ihrer Lehrerinbrille und meinen feuerroten Unterhosen verdammt sexy aus.
Naja, das liegt natürlich im Auge des Betrachters, aber ich sehe heute eh nur Erdbeeren und die Beatles, sehe Quietscheentchen (es war beachtlich, es trug eine Weihnachtsmannmütze) und Kinderwagen, warum sollte ich mich da nicht im Mädchendress sexy finden dürfen? Überhaupt, ob sexy oder nicht, ist doch meist situatuionsabhängig, gell? Obst kann sexy sein, besonders, wenn Äpfel sich als Brüste tarnen, Mundgeruch ist definitv nicht sexy, Ska-Musik aber schon und Bommelstrickjacken können es in bestimmten Situationen auch sein. Absolut.
Mit dem Sexysein ist es so wie mit dem Glücklichsein: Neulich, als wir ins neue Jahr rutschten, sah ich eine Reportage über das Glücklichsein: Neueste Forschung berichtete: 50% des Vermögens Glück zu empfinden, sei genetisch bedingt; 20% seien von den Lebensumständen abhängig; 10% seien durch unsere Entwicklung und Erfahrungen geprägt und die restlichen 20% sind variabel.
Das heisst also, mit den variablen 20% kann man die anderen 20% seiner Lebensumstände verändern und schafft damit neue Erfahrungen und entwickelt sich, man hat also die anderen 10% auch beeinflusst. Ergo: Jeder kann sein Gefühl von Glücklichsein zu 50% selber beeinflussen. Das ist mehr als bei der politischen Mitbestimmung und ein tröstlicher Gedanke: Ja, ich trage rosarote Ringelstrickjacken mit Bommeln, bin damit Trendsetter und sexy und im Total verdammt glücklich!
Oder wie Jim mir letzte Woche im Meeting sagte:
I don´t give a flying shit about other peoples meaning
Jim ist auch sehr glücklich. Und wenn ich so darüber nachdenke, stellt sich die Frage: Sind glückliche Menschen sexier als weniger glückliche und muss aus Gründen der Kausalität dann auch gefragt werden, sind sexy Menschen glücklicher als solche, die sich nicht dafür halten, denn wir sind doch alle irgendwie, irgendwo, irgendwann für jemanden sexy, oder?
Ich bilde mir ja ein, ich sehe in ihrer Strickjacke mit den Bommeln, ihrer Lehrerinbrille und meinen feuerroten Unterhosen verdammt sexy aus.

Mit dem Sexysein ist es so wie mit dem Glücklichsein: Neulich, als wir ins neue Jahr rutschten, sah ich eine Reportage über das Glücklichsein: Neueste Forschung berichtete: 50% des Vermögens Glück zu empfinden, sei genetisch bedingt; 20% seien von den Lebensumständen abhängig; 10% seien durch unsere Entwicklung und Erfahrungen geprägt und die restlichen 20% sind variabel.
Das heisst also, mit den variablen 20% kann man die anderen 20% seiner Lebensumstände verändern und schafft damit neue Erfahrungen und entwickelt sich, man hat also die anderen 10% auch beeinflusst. Ergo: Jeder kann sein Gefühl von Glücklichsein zu 50% selber beeinflussen. Das ist mehr als bei der politischen Mitbestimmung und ein tröstlicher Gedanke: Ja, ich trage rosarote Ringelstrickjacken mit Bommeln, bin damit Trendsetter und sexy und im Total verdammt glücklich!
Oder wie Jim mir letzte Woche im Meeting sagte:
Jim ist auch sehr glücklich. Und wenn ich so darüber nachdenke, stellt sich die Frage: Sind glückliche Menschen sexier als weniger glückliche und muss aus Gründen der Kausalität dann auch gefragt werden, sind sexy Menschen glücklicher als solche, die sich nicht dafür halten, denn wir sind doch alle irgendwie, irgendwo, irgendwann für jemanden sexy, oder?

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