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Dienstag, 13. März 2007
Ein Troubleshooter und das was einmal war
cabman, 22:43h
Ich mach ernst und nen Hagen, dran und zwar jetzt. Wer glaubt, in Thüringen ist es langweilig, der hat recht. Die einzige Frage, die mich noch beschäftigt ist die, wer den Zonenjünglingen (und ich darf das sagen) eigentlich erzählt hat, das billige Halbschuhe und Jogginghose + albernem Truckercab kombinierbar sind? Egal, in den letzten 4 Jahren scheint nichts passiert zu sein, was eigentlich weniger ist als nichts, nämlich dramatisch gar nichts und man soll sich wundern, was manch Vierzigjähriger zustande bringt/brachte. Traurig nur, dass sie auch dafür bezahlt werden und wer löffelt die Suppe aus? Natürlich die, die wollen und den Löffel halten können, was man nicht von jedem behaupten kann. Und manch einer weiss gar nicht, dass es sich mit nem Löffel leichter löffelt als mit nem Messer. Vier Jahre und alles was sich änderte ist das Klima. So bekomme ich sie wieder, meine eigenen Protokolle und Gedanken, niedergeschrieben einst und richtungsweisend für Zukünftiges, da immer noch unberührt, ungerührt und unprobiert aktuell. Vier Jahre und sie verharren in Stillstand, die Herren, die sie so gern wären und dabei die Tatsache unberücksichtigt lassen, das Algenpillen zwar den Körper vielleicht entschlacken, aber gewiß nicht den Kopf. Ob ich es bereut hätte, fragen sie, die vier Jahre, die ich da woanders verbrachte, während sie blieben. Bereut? Was? Die Lebenserfahrung? Die Dinge, die ich tat und die Feste, die ich feierte? Niemals. Aber ihr, ihr solltet bereuen, dass in vier Jahren nichts geschafft wurde, gar nichts und schämen solltet ihr euch auch. Und nun machen wir mal was, denn für nichts machen gibt es nen eigenen Berufsstand und dem gehören wir nicht an. Also, lass mal was machen und dabei immer berücksichtigen, lieber dreimal verkehrt gehen, als einmal stehen zu bleiben.
Also zieh den Schlipsknoten fester, streich die Fusseln vom Sakko. Für Kopfschmerzen gibt es Dolormin, für alles andere ein Handy. Wenn ich es in zwei Jahren nicht gewuppt habe, ist es eh eine Niederlage. Gefällt mir, sagt Matze und: Wenn du innerhalb von zwei Jahren gehst, sind wir nicht länger Freunde. Aha. Traurig, denn bei Geld hört die Freundschaft auf.
Oder bei der Frau. Obwohl es ja Frauen gibt, die haben richtig gute Geschäftsideen. Wenn ich mich innerhalb von zwei Jahren zur Ruhe setzen wollte... ohja.
Also zieh den Schlipsknoten fester, streich die Fusseln vom Sakko. Für Kopfschmerzen gibt es Dolormin, für alles andere ein Handy. Wenn ich es in zwei Jahren nicht gewuppt habe, ist es eh eine Niederlage. Gefällt mir, sagt Matze und: Wenn du innerhalb von zwei Jahren gehst, sind wir nicht länger Freunde. Aha. Traurig, denn bei Geld hört die Freundschaft auf.
Oder bei der Frau. Obwohl es ja Frauen gibt, die haben richtig gute Geschäftsideen. Wenn ich mich innerhalb von zwei Jahren zur Ruhe setzen wollte... ohja.

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Montag, 12. März 2007
Von Namen und anderem Rauch
cabman, 15:17h
Dänen können zwei Dinge nicht: verständlich Sprechen und Kochen. Beides ist nicht dramatisch, erlangt es doch erst dann eine traurige Relevanz, wenn man in Dänemark ist – Ich war in Kopenhagen.
Ich weiß nicht, wie oft ich schon in dieser Stadt verweilte und noch viel weniger weiß ich, wie oft ich dort landete, durchfuhr und drüber flog. Das macht auch Sinn, denn bleiben wollen, würde ich aus genannten Gründen nicht. Kopenhagen, du unentschlossene Schönheit zwischen den Reisezielen Hamburg und Stockholm, du kleinste aller Metropolen, wie sehr ich mich freue, bei dir rasten zu dürfen, aber bitte nicht mehr, du ewiges Etappenziel. So auch letzte Woche. Der Zug hielt, ich kam in Fahrt, weil Junkfood war mein Begehr, billiges Essen, MC Donalds sollte es sein, denn viel Wasser floss die Elbe hinab, seit ich das letzte Mal diesem Spaß der Neuzeit frönte. So ging ich forschen Schrittes durch den Hauptbahnhof, fühlte die Knisternheit meiner letzten Dänenkronen in der Hosentasche, die da zu riefen schienen: Gib uns aus, mach uns alle; und das wollte ich auch, fest entschlossen.
Doch mit wie viel Traurigkeit erfüllte sich mein Herz, als ich dem unmotiviert angepinnten Pappschild entnahm, es wäre wegen Umbauarbeiten geschlossen? Hat jemand eine Vorstellung? Das war the clash of expectations, zerstörte Erwartungshaltung, soziologisches Desaster, wegen so was brachen Kriege aus. Und während salzige Tränen meinen Wangen benetzten, kam mir die Gewissheit: Ja James, so ungewöhnlich ist dies nicht, denn Gott liebt dich nicht. Es ist traurig, aber wahr. Erkenne dein Gebrechen. Hab ich, hab ich auch notiert, und wenn wir einst am Himmelstor verhandeln, werde ich ihm das alles unter die Nase reiben und weinen soll er…
Nun, nicht erst seit der Völkerwanderung wissen wir, dass man Essen muss, wenn man vorankommen will. Andernfalls fällt man erst vom Fleisch, dann um dann findet man sich…ach was solls.
Ich suchte und fand eine ebenbürtige Geschichte und nun bitte schon mal die Augenbrauen heben, die Lippen schürzen und zu einem formidablen OHO bereitmachen, denn nun kommt es: Ich fand einen Laden, der hieß Train fast food. Cool, oder? Ich schreib das gern noch mal, wegen der Wirkung:
Ich möchte diesen Tatbestand gern nutzen, um, inspiriert durch H. Rowohlt, der mal einen Länderbeschimpfungswettbewerb ersann, einen Aufruf an die Blogger zu richten: Lasst uns die beklopptesten Geschäftsnamen aufzählen. Ich lege auch mal gleich vor und verrate im Vorbeischreiben noch ein Geheimnis.
The Body Shop das klingt nach Wellness, nach ewiger Jugend und nach Reinheit, nach duftendem Badezusatz und Tiegeln voll unerhört wichtigen Cremes. Aber nur, wenn man nicht weiß, dass es übersetzt Karosseriewerkstatt heißt. Nun, vielleicht ist der Name doch nicht so bekloppt, schaut man sich die Kundschaft an. Es handelt sich hier meist um so dickliche Straßenkreuzer, die sich in Seidentüchern, bedruckt mit martialischen Jagdszenen, hüllen und ich denke mir so, ja, macht Sinn, denn auch hier werden allerlei Mittelchen angeboten, um die Spuren des täglichen Verkehrs, die mal schlimmer und mal weniger schlimm ausfallen, das kommt halt darauf an, mit wem man im Leben kollidierte, auszubessern. Trotzdem finde ich den Namen doof, denn man muss über drei Ecken denken, bis man darauf kommt. Mein Laden würde dann demzufolge auch auf den schönen Namen hören: Cabmans-Jungerhaltungs-und-Körperpflege-sowie-Ehehygiene-Verkaufsstätte. Das ist aussagekräftig außerdem inhaltlich richtig und wenn man mal nen Liter Milch braucht, weiß man gleich, nee, bei Cabmans-Jungerhaltungs-und-Körperpflege-sowie-Ehehygiene-Verkaufsstätte wird es die wohl nicht geben, aber wir gehen trotzdem hin, der ist nämlich nett;-)
Ich weiß nicht, wie oft ich schon in dieser Stadt verweilte und noch viel weniger weiß ich, wie oft ich dort landete, durchfuhr und drüber flog. Das macht auch Sinn, denn bleiben wollen, würde ich aus genannten Gründen nicht. Kopenhagen, du unentschlossene Schönheit zwischen den Reisezielen Hamburg und Stockholm, du kleinste aller Metropolen, wie sehr ich mich freue, bei dir rasten zu dürfen, aber bitte nicht mehr, du ewiges Etappenziel. So auch letzte Woche. Der Zug hielt, ich kam in Fahrt, weil Junkfood war mein Begehr, billiges Essen, MC Donalds sollte es sein, denn viel Wasser floss die Elbe hinab, seit ich das letzte Mal diesem Spaß der Neuzeit frönte. So ging ich forschen Schrittes durch den Hauptbahnhof, fühlte die Knisternheit meiner letzten Dänenkronen in der Hosentasche, die da zu riefen schienen: Gib uns aus, mach uns alle; und das wollte ich auch, fest entschlossen.
Doch mit wie viel Traurigkeit erfüllte sich mein Herz, als ich dem unmotiviert angepinnten Pappschild entnahm, es wäre wegen Umbauarbeiten geschlossen? Hat jemand eine Vorstellung? Das war the clash of expectations, zerstörte Erwartungshaltung, soziologisches Desaster, wegen so was brachen Kriege aus. Und während salzige Tränen meinen Wangen benetzten, kam mir die Gewissheit: Ja James, so ungewöhnlich ist dies nicht, denn Gott liebt dich nicht. Es ist traurig, aber wahr. Erkenne dein Gebrechen. Hab ich, hab ich auch notiert, und wenn wir einst am Himmelstor verhandeln, werde ich ihm das alles unter die Nase reiben und weinen soll er…
Nun, nicht erst seit der Völkerwanderung wissen wir, dass man Essen muss, wenn man vorankommen will. Andernfalls fällt man erst vom Fleisch, dann um dann findet man sich…ach was solls.
Ich suchte und fand eine ebenbürtige Geschichte und nun bitte schon mal die Augenbrauen heben, die Lippen schürzen und zu einem formidablen OHO bereitmachen, denn nun kommt es: Ich fand einen Laden, der hieß Train fast food. Cool, oder? Ich schreib das gern noch mal, wegen der Wirkung:
Ich möchte diesen Tatbestand gern nutzen, um, inspiriert durch H. Rowohlt, der mal einen Länderbeschimpfungswettbewerb ersann, einen Aufruf an die Blogger zu richten: Lasst uns die beklopptesten Geschäftsnamen aufzählen. Ich lege auch mal gleich vor und verrate im Vorbeischreiben noch ein Geheimnis.
The Body Shop das klingt nach Wellness, nach ewiger Jugend und nach Reinheit, nach duftendem Badezusatz und Tiegeln voll unerhört wichtigen Cremes. Aber nur, wenn man nicht weiß, dass es übersetzt Karosseriewerkstatt heißt. Nun, vielleicht ist der Name doch nicht so bekloppt, schaut man sich die Kundschaft an. Es handelt sich hier meist um so dickliche Straßenkreuzer, die sich in Seidentüchern, bedruckt mit martialischen Jagdszenen, hüllen und ich denke mir so, ja, macht Sinn, denn auch hier werden allerlei Mittelchen angeboten, um die Spuren des täglichen Verkehrs, die mal schlimmer und mal weniger schlimm ausfallen, das kommt halt darauf an, mit wem man im Leben kollidierte, auszubessern. Trotzdem finde ich den Namen doof, denn man muss über drei Ecken denken, bis man darauf kommt. Mein Laden würde dann demzufolge auch auf den schönen Namen hören: Cabmans-Jungerhaltungs-und-Körperpflege-sowie-Ehehygiene-Verkaufsstätte. Das ist aussagekräftig außerdem inhaltlich richtig und wenn man mal nen Liter Milch braucht, weiß man gleich, nee, bei Cabmans-Jungerhaltungs-und-Körperpflege-sowie-Ehehygiene-Verkaufsstätte wird es die wohl nicht geben, aber wir gehen trotzdem hin, der ist nämlich nett;-)

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Donnerstag, 8. März 2007
Ick bin all da...
cabman, 12:56h
und die Morphine auch. Freude.

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