Sonntag, 21. Januar 2018
Goldeimer, Böcke, Barren, Pferd
Namast'e, ich grüße das Licht in Euch! Mögt Ihr auf all Euren Wegen von Glück und Gesundheit umgeben sein, wie der knusprige Teigmantel es um die Erdnuss der Nic Nacs ist, also sehr!

Zu einem früheren Zeitpunkt waren wir uns ja schomma einig, dass es Dinge in diesem Leben gibt, die sind für´n Arsch und zu denen zählt definitiv Klopapier.

Sollten Klaus-Ferdinand und Anne-Sofie oder einer Ihrer Klone aussem Hochkamp hier mitlesen: Ich meine WC-Papier.

Klopapier also solches ist für mich eigentlich nur beim Kauf ein befangen machendes Thema, wobei ich schreiben müsste, war ein Thema, denn gestern habe ich beim Budni eine Entdeckung gemacht, die ich unbedingt hier teilen muss:



Sehen Sie, solcher Art Klopapier kann ich doch ganz offensiv mit mir rumtragen, kündet es doch davon, dass ich mir die verhältnismäßig teuren 3 Lagen, 150 Blatt & 8 Rollen zum Wohle anderer, ärmerer Menschen, leisten kann und will, um auch mit meinem Stuhlgang die Welt ein bisschen besser zu machen. Pretty stark finde ich die Verpackung sowieso, fast sogar schon fetzig und wenn Sie das nicht cool finden, dann vielleicht das:

Eis auffe Mütze oder Böcke, Barren, Pferd



Click



War ich heute Morgen also Laufen. Um den Bramfelder Teich See, denn ich fing ja vor drei Wochen mit dem Training für den großen Event hier in HH an, wo ich doch eine Wette zum Laufen am Laufen habe und Cabwoman sich so sehr wünscht, dass wir da zusammen rumrennen, umnichtwiederlaufenzuschreiben.

Der Eintrag zu heute geht so:

Wart mal, ich habe meine Handschuhe vergessen.
Hast du die Adresse fürs Navi?
Müssen wir hier nicht abbiegen?
Guck mal, wie viele Parkplätze es noch gibt.
Wir sind echt früh.
Wo ist denn die Anmeldung?
Es riecht hier wie früher in der Schule.
Es sieht auch so aus. Unterfinanziert.
Wie ist Ihr Name?
Noch einen Zitronentee?
Das wird ja immer voller.
Ich geh dann nochmal aufs Klo.
Boah, ist das voll hier!
Musstest du auch warten?
Bitte rennt euch gerade am Start nicht um.
Nehmt Rücksicht.
Guck mal, was der für Schuhe an hat.
Nicht so schnell.
Keuch.
Hust.
Schnupf-Hust-Keuch.
Hallo schöner Mann.
Ach Du!
Geht es mit dem Tempo?
Was sagt der Puls?
Meinst Du, Du schaffst noch ne Runde?
Ja, aber ich muss erst mal.
So ein bisschen durstig bin auch.
Oha, die ersten überrunden uns schon.
Egal. Ich mach auf Distanz, nicht Schnelligkeit.
Kannst du eben warten, ich geh da aufs Dixi.
So weit bin ich in den letzten Wochen noch nie gelaufen.
Da könnt ich ewig so weitermachen.
Poser.
Guck mal, jetzt überrunden wir auch welche.
Hörst du die Musik?
Wart mal, ich muss nochmal das Handy rauskramen.
Du hast Eis an der Mütze.
Wie schnell waren wir denn?
Wieso gibts keine Medaille?
Du meinst, der ganze Kram für eine Urkunde, die ich mir mit Photoshop selber basteln kann?
Enttäuschend! E N T T Ä U S C H E N D! ! Basta.
Oh. Jetzt merk ich es aber.
Wie? Man hätte statt 15km auch 20km gekonnt?
Man eh!
Da nächste Mal.
Wann ist das?
Da kann ich.

Und schon wieder hat man was, worauf man sich freuen kann.


... comment

 
Auf was freut man sich da?
Mir erschließt sich das bis heute nicht. Ich laufe auch regelmäßig und meistens gern und weil ich es will und in genau dem Tempo, das an dem Tag zu mir passt. Das ist fast meditativ, macht den Kopf frei und putzt die Gefäße durch. Hinterher ist die Laune besser und ich habe dabei meine Ruhe. Aber dieses Laufen in der Gruppe, was hat man davon? Wenn ich Leute überholen müsste, würden die Hindernisse mich nerven. Wenn mich Leute überholen würden, würde ich mich wie eine Versagerin fühlen, obwohl mein Kopf das anders sieht, aber mein Bauch würde mich antreiben: "Los, ein bisschen schneller!", und am Ende wäre ich abgekämpfter, als es mir guttäte. Und bei so Massenläufen da stinkt es doch auch und diejenigen, die so cool sind, dass ihnen die Hose am Arsch festfriert, rotzen beständig aufs Pflaster, muss man ja Angst haben, dass man getroffen wird. Und dann diese blasierten, sehnigen Hochleistungsjunkies, die so tun, als wären die Luschen ihnen lästig, dabei brauchen sie die doch aber ganz dringend, damit sie umso mehr glänzen können.
Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich kenne einige Leute, die bei so etwas mitmachen, die sind nicht so, die sind furchtbar nett, so wie Sie sicher auch und darum frage ich mich immer wieder, was haben die Leute nur davon???

... link  

 
Ach, Frau Fabry, diese Randbedingungen sind genau so nervig wie Sie sie beschreiben, aber ich störe mich nicht daran. Was mich daran freut? Na ich mach meiner lieben Frau eine Freude und ganz nebenbei finde es es ziemlich stark, dem eigenen Schweinehund zu überwinden. Das liest sich jetzt nicht so dolle, aber mir reicht das total, um mich darauf zu freuen. Stören Sie sich nicht dran, ich bin halt ein schlichtes Gemüt.

... link  

 
Ach was, schlichtes Gemüt,
ich bin auch keine intellektuelle Leuchte oder besonders feinsinnige Seele. Ist doch schön, wenn Sie sich drauf freuen. Ich wollte es nur gern verstehen.

... link  


... comment