Mittwoch, 11. März 2015
Herr Lenz



Der Frühling ist noch nicht ganz gar, aber es duftet bereits köstlich sonnendurchtränkte Luft dieser Tage und kündet von Schmackhaftem. Eine Ahnung prunkvollem Floralem knospt keck allerorten verheißungsvoll in zartem Grün.





Noch ist sie noch nicht ganz wach, des Gartens Mutter Erde. Augenblicklich liegt sie da, halb dösend und bedeckt von Fetzen des winterlichen Überwurfs. Still und verdorrt stehen Zeugen der Zeit einer vergangenen Blüte und gemahnen an Werden und Vergehen allen Irdischen.





Nichts kann freudvollen Übermut des Jungvolks bremsen, nun, wo es der Enge der Räumlichkeit wohnhafter Bebauung entsprungen ist, Freiheit geniessend.





Eine Biene, entfallen der Zeit und getäuscht von sonnengewobener Vermutung eines Sommers, umsummt träge die bunteste aller Gestaltung ringsum der Terrasse – meine Kaffeetasse.





Kleidung folgt der Dunkelheit der Nächte und wird kürzer. Sie akzentuiert wo sie nicht ist und lässt einen Blick auf winterlich Kalkweißes zu. Wie sehr ich das mag.

Heureka und alle da. Gewiss, ich bin bereit fürs Frühlinghafte, sogar Lachen, bestimmt aber Genießen und nie kommt mir der Zauber zum Erliegen, dem all dies Erwachen innewohnt; außer vielleicht im Herbst, denn er ist der König der Jahreszeiten, doch zu früh ist es im Jahr, all seinem Prunk nun zu gedenken. Aber bald.


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