Sonntag, 6. März 2016
Vujá-dé


Schalom. Da bin ich aber wieder so was von klüger geworden and diesem ausgefransten Wochenende, dass ich es nicht missen möchte, dieses Wissen zu teilen. Sollte es keinen interessieren, ist das halt so, aber ich habe zumindest die Gewissheit: An mir hat es es nicht gelegen, wenn Ihnen diese Erkenntnis aufem Totenbett abgeht und Sie ein bisschen dümmer sterben.

Vorher aber erst die Bitte, kurz an dieser nicht repräsentativen Umfrage teilzunehmen, die indirekt auch mit diesem Eintrage korreliert zu tun hat.



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Erstellt von cabman am 2016.03.06, 15:11.



Aha. Danke!


So. Kommen wir zum Ende.

Da gibt es eine globale Studie, die, bereinigt um die Länder China und Indien, zu der Erkenntnis gelangt, dass es keine bedeutsamen Unterschiede in der Intelligenz zwischen Mann und Frau gibt.

Da haben wir aber schonmal Glück, als gleichheitsbewusste Mitteleuropäer.

Was jetzt nicht so glücklich ist, ist das Faktum aus gleicher Studie, dass es bei der Varianz der Intelligenz aber sehr wohl Unterschiede gibt.

Die Intelligenzgleichheit gilt nämlich nur für den Mittelwert; in den Randbereichen, also bei extrem niedriger bzw. hoher Intelligenz, sind die Männer deutlich stärker vertreten.

Dieses Muster findet sich für praktisch alle kognitiven Fähigkeiten, und kann für 4 der Top Five Persönlichkeitszüge sogar belegt werden:

Geselligkeit
Gewissenhaftigkeit
Offenheit für Neues
Verträglichkeit

Nur bei Neurotizismus (emotionale Instabilität) liegen die Frauen vorn, was, würde man Selbstmord als ultimatives Resultat eine Depression ansehen, aber auch nicht zu halten wäre, denn auch da sind die Männer führend.

Ich habe das mal in einer Graphik zusammengefasst:



Männer, die mit Ihrer Persönlichkeitsausprägung in den rotschraffierten Bereich fallen, bekommen zwar leider keine Partnerin, wohl aber zukünftig einen Parkplatz direkt bei REWE vor der Tür. Immerhin sind diese als kognitive Randerscheinungen, wie ich finde, besonders schützens- und unterstützungswürdig. Insbesondere, wo sie ja nix dafür können.

Was genetische versaut ist, bekommt man mit Schlägen bekanntlich auch nicht wieder hin. Daher denke ich, dass es wichtig und richtig ist, diesen Männeren gegen die Homogenität und damit einer gewissen maßstabsetzenden Durchschnittlichkeit des einzelnen Individuums innerhalb der Bevölkerungsgruppe "Frau" Schutz zu gewähren und Sonderrechte einzuräumen. Wenn uns die Vielfalt der Gesellschaft wichtig und recht ist, muss uns der schutzbedürftige Mann besonders lieb und teuer sein. Wieviel ärmer wäre diese Gesellschaft ohne ihn?

Wir anderen Männer, die wir geradeaus schauen und uns halbwegs ausdrücken können, aber fern ab davon sind, den nächsten Nobelpreis in irgendwas zu gewinnen, sollten uns trotz allem unserer besonderen Rolle bewußt werden. Immerhin sind wir (gerechnet auf die Grundgesamtheit) in der paarungswürdigen Minderheit innerhalb der Gruppe Mann und damit noch viel besonderer, wenn Sie verstehen. ;-)

Wenn Sie sich jetzt fragen, was das alles mit der Befragung von oben zu tun hat: NIX.

Die interessiert mich aus einem anderen Grund, bzw. einer anderen Untersuchung, in der ein Zusammenhang zwischen der Wahl des Browsers und der Kreativität der Wählenden entdeckt wurde.

Da bei allen verkauften Rechnern die Browser vorinstalliert sind, egal ob Mac oder PC, sind diese als gegeben anzusehen und es bleibt festzuhalten: Die Mehrzahl von uns lebt in einer Internet Explorer (IE) Welt.

Von den 30.000 untersuchten Rechnern in der Studie waren ca. 2/3 mit der vorinstallierten Browser-Software unterwegs. Nur etwa 1/3 hat sich was komplett anderes installiert. Dieses 1/3 an Menschen war dann, was sonst, Sherlock Holmes, viel kreativer, weniger krank, länger beschäftigt, erfolgreicher, also komplett toller und wahrscheinlich auch männlich.

Egal. Die Aussage der Untersuchung lässt sich verkürzen auf: Wenn du IE oder Safari benutzt, akzeptierst du auch sonst im Leben die Gegebenheiten. Originelle Menschen indess, zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Gegebene zurückweisen und nach besseren Lösungen suchen. Sie haben dann ein Vujá-dé Erlebnis: Man erlebt etwas Bekanntes, sieht es aber mit neuen Augen und kann damit neue Einsichten in alte Probleme gewinnen. Kenn ich:


Weil auf meinem Rechner Firefox installiert ist, fährt der "Große Blaue" jetzt wieder und zwar mittels flüssigem Kunststoff aus der Zahnreparaturindustrie. Da möchte ich gleich ein neues Wort erfinden: Anwendungsmigration.



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