Dienstag, 18. Juli 2006
Das hab ich mir gedacht:

You Belong in Dublin

Friendly and down to earth, you want to enjoy Europe without snobbery or pretensions.
You're the perfect person to go wild on a pub crawl... or enjoy a quiet bike ride through the old part of town.
What European City Do You Belong In?

You're an Expert Kisser

You're a kissing pro, but it's all about quality and not quantity
You've perfected your kissing technique and can knock anyone's socks off
And you're adaptable, giving each partner what they crave
When it comes down to it, your kisses are truly unforgettable
What Kind of Kisser Are You?

What Your Soul Really Looks Like

You are a warm hearted and open minded person. It's easy for you to forgive and forget.

You are a very grounded, responsible, and realistic person. People may not want to hear the truth from you, but they're going to get it.

You believe that people see you as larger than life and important. While this is true, they also think you're a bit full of yourself.

Your near future is still unknown, and a little scary. You'll get through wild times - and you'll textually enjoy it.

For you, falling in love is all about the adventure and uncertainty. You can only fall in love with someone who keeps you guessing.
Inside the Room of Your Soul

You Should Be A Poet

You craft words well, in creative and unexpected ways.
And you have a great talent for evoking beautiful imagery...
Or describing the most intense heartbreak ever.
You're already naturally a poet, even if you've never written a poem.
What Type of Writer Should You Be?

You Are Chocolate Chip Ice Cream

You are kind, popular, and generous.
You tend to be successful at anything you try.
A social butterfly, you are great at entertaining a crowd.

You are most compatible with strawberry ice cream.
What Flavor Ice Cream Are You?

Your Career Type: Enterprising

You are engertic, ambitious, and sociable.
Your talents lie in politics, leading people, and selling things or ideas.

You would make an excellent:

Auctioneer - Bank President - Camp Director
City Manager - Judge - Lawyer
Recreation Leader - Real Estate Agent - Sales Person
School Principal - Travel Agent - TV Newscaster

The worst career options for your are investigative careers, like mathematician or architect.
What's Your Ideal Career?

Your Chances of Being a Multimillionaire: 76%

You have a good chance of being a multimillionaire. Better than most people.
You simply have a natural knack for money and the personality for success.
Will You Be a Multimillionaire?

Your Body Image is 0% Unhealthy, 100% Healthy

You have a great body image. You know that no one looks perfect, and you're happy the way you are.
Also, you don't judge other people on their looks... and it helps them feel better about their own bodies!
How's Your Body Image?

Your Blog Should Be Purple

You're an expressive, offbeat blogger who tends to write about anything and everything.
You tend to set blogging trends, and you're the most likely to write your own meme or survey.
You are a bit distant though. Your blog is all about you - not what anyone else has to say.
What Color Should Your Blog or Journal Be?

So. Nun hab ich genug von mir gehört. Morgen bloggen wir dann wieder selbst. Gute Nacht. Und Vielen Dank an den Herrn Biochemiker, der mir dieses Süppchen eingebrockt hat.


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Montag, 17. Juli 2006
64 Stunden Wien oder Such a Cabman´s life
Schlachtfeld Österreich, der Pulverdampf verzieht sich, genauso wie der Einkäufer, der Puls senkt sich und dann ist es vorbei. Fast Drei Stunden, zwei eklige Kaffee und ein gewaltiges Geballer und Gebelfert, mehr hat es nicht gebraucht und ich stand als Sieger fest. Mehr gibt es aber auch nicht zu sagen, außer vielleicht noch, das ich mich freue.
HG war begeistert und im Auto sagte er, diese Argumentationskette war großartig und zwingend, wir konnten gar nicht verlieren. Stimmt. Es war sehr einfach, der Gegner aber nicht wirklich gut, oder aber ich werd immer besser, wäre ja auch denkbar, so Lernkurveneffekt, oder auch nicht, ich denk da gern an Holland. Am Ende ist es eh Wurscht, Hauptsache noch ne Kerbe im Knauf.
Dann beschlossen wir, doch am Abend noch nach Wien zu fahren, denn ich fühle mich nach einer Weile immer wie ein Hühnchen, so eingekesselt von all den Bergen.
So war ich schon Donnerstagabend in Wien. Und wann immer ich kann, schlaf ich dort im Schlosshotel Wilhelminenberg. Das hat drei Gründe. 1.) der HG wohnt da gleich ums Eck 2.) haben wir eine Absprache mit denen und wohnen sehr günstiger und 3.) ist es da todschick. Todschick ist es da aber nur, wenn man sich für historische Gemäuer begeistern kann. Und die Geschichte erst, die da dran hängt. Hach, die muss ich unbedingt erzählen, aber ich hol erstmal schnell ein Wasser und dann soll es losgehen………………………………………… ……..................………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
so, bin schon da.
Also, es war einmal der Erzherzog James Franz Cabman. Da die Zeit aber noch nicht reif war, für so geile Shooter Namen, nannte man ihn aller Orten Erzherzog Franz, welcher dann später Bruder des Kaisers war. Bruder war er eigentlich schon immer, aber der war nicht immer Kaiser. Sie verstehen? Also. Der Franz ritt so durchs Wiener Becken, was landschaftlich und nicht sexuell gemeint ist und er bekam Hunger. Also sprengte er zurück mit seinem Hengst, rinn nach Wien, ein Kipferl zu schmausen. Die holde Kipferlprinzessin, die heute Bäckereifachverkäuferin heißen würde, war sehr hold und hatte einen riesigen Minibusen, was dem Erzherzoglein mehr als gefiel und er sich doch prompt in sie verliebte. Nun mag
man meinen, dass wäre ja nicht weiter schlimm, aber weit gefehlt, denn das war Anno dazumal und da gab es neben Kipferlstände auch andere und vor allem deren Dünkel zu berücksichtigen. Dass ist wie heute bei de Blogger. Die feinen A-Blogger mischen sich ja auch nicht unter die, die im Zeichen des “B“ schreiben, nicht? Wie bei de Adligen von damals, weiss man auch bei de Adligen-Blogger nicht so wirklich, warum die nun so elitär sind. Also ich zumindest nicht. Und es gibt noch mehr Gemeinsamkeiten. Z.B. wie die Berittenen von einst, kommt die A-Gesellschaft heutzutage auch auf dem hohen Ross daher. Wenn man wollte, könnte man das hier bis in alle Ewigkeit fortsetzen. Mach ich aber nicht, weil ich noch mehr B-Sachen zu schreiben habe.
So. Das Franzl durfte die Wilhelmine nicht heiraten, aber beschenken. Was er dafür als Gegenleistung bekommen hat, wollen wir wahrscheinlich besser nicht wissen, muss aber gut gewesen sein, denn er verschenkte nen ganzen Berg und baute der Holden eine standesgemäße Behausung drauf. Diese hatte im Laufe der Zeit so alle möglichen Verwendungen und heute ist sie halt ein Hotel, von der Stadt Wien geführt. Ich kann mich für die alte kaiserliche Pracht begeistern, bin deswegen aber kein Traditionalist oder Monarchist, ganz im Gegenteil, ich mag es halt nur, besonders den Blick auf die Stadt. Der ist irre
Ditt war Donnerstag. Dann kam Freitag.

Am Freitag haben der HG und ich ein-zwei Dinge in Wien erledigt und unter anderem jemanden zum Essen eingeladen, ihn zu seifen, damit zukünftige Dinge besser flutschen. Dann fuhren wir zum Landmann, weil wir da immer hinfahren, wenn die Pflicht erledigt ist und wir uns auf die Kür freuen. Na jedenfalls gab es keinen Parkplatz, weil der Landmann total hip ist und was macht der HG? Genau. Stellt sich direkt vor die Tür, ins absolute Halteverbot und ich frag ihn, ob er das Risiko eingehen will und er sagt, es wäre keins und zeigt mir den ollen Aufkleber, der ihn zum Kriminalbeamten macht. „Ach so läuft das hier“, sach ich und er nickt und meint, er hätte einen Freund, der ihm mit solchen Dingen hilft. Generell wäre es in Wien eh von Vorteil, jemanden zu kennen. Ich sach zu ihm, „Ihr seid also deutschsprachige Italiener!“ Da ist er mucksch, aber nur bis zum Espresso.
Na wir sitzen da so, sprechen Termine ab und nebenbei lese ich in der Kronenzeitung, das Placebo am 13. Dezember in Wien spielen wird. Ich sach: „Ich will da unbedingt hin und wir müssen die Termine so legen, dass es klappt.“
HG meint: „Ist gut, da verlegen wir die Reise in diese Woche, machen am Dienstag und Mittwoch Wien und am Donnerstag fahren wir nach Ungarn, damit du dich im Auto ausschlafen kannst. Und übrigens, ich kenn da jemanden, der dir die Karten günstiger besorgt. Und wenn du erst am Samstag zurückfliegst, können wir noch nach Buk und ein Wellness Freitag einschieben. Ok?“
„Ach, das überrascht mich jetzt aber, das mit den Karten und Buk nehme ich gerne mit.“ Sach ich und lach mich hinter der Zeitung tot. HG ist ein ganz großer Kater, mit tausend Pfoten, die überall mitmischen. Er ist mir sehr sympathisch!
Abends sind wir mit dem Geseiften dann zum Essen gewesen und weil die alle irgendwann müde wurden, rief ich die Frau, mit der ich mich manchmal duze, an. Sie ist ja Wienerin, genauso viel unterwegs wie ich und ich wusste, meine Chancen waren nicht sehr hoch. Aber, dieses Mal hatte Cabman Glück. Sie war da, hatte Zeit und so trafen wir uns am Rathaus.
Wir wussten beide nicht, wo wir hin sollten, waren uns aber einig, dass es was sein musste, wo wir noch nicht waren. Das war dann aber so einfach nicht. Wir versackten im Bermudadreieck, welches seinen Namen wieder aller Ehre machte und zwar in so einer Cuba-Kneipe. Sie trank Mojitos, ich Desperados und wir redeten allerlei, über Beziehungen, unsere Jobs, Geheimnisse, die ich von ihr nicht wissen sollte, Geheimnisse, die sie von mir nicht wissen sollte und irgendwann sprachen wir nicht mehr über die Firmen, sondern über uns. Ich fragte sie ganz direkt.
„Glaubst Du, eine Beziehung zwischen so Leute wie Dir und mir könnte funktionieren?“
„Ich glaube wenn man will kann alles funktionieren.“
„Und würdest Du wollen?“
„Wenn wir ganz langsam starten, dann ja.“
Tja, da hat es den Kater von den Füssen gehauen, denn sie ist sehr klug, willensstark und eine der Frauen, von denen pubertierende Knaben ihren ersten Erguss bekommen. Sie ist wunderschön, hat einen
Blick drauf, den ich den Bambiblick nenne, aber mit Zuckerguss (manchmal versucht sie den auch bei einer Schiesserei und einmal hat sie mich mit dem auch gekriegt), sie hat eine Killerfigur und trägt sie Pumps, ist sie genauso groß wie ich. Ich konnte es kaum fassen, aber sie hat Herzdiebqualitäten.
„Seid wann fühlst du so?“ wollte ich überrascht wissen.
„Sympathisch warst Du mir seid unserer ersten Begegnung. Aber seid Salzburg denk ich etwas mehr an Dich, vor allem anders. Du warst sehr nett zu mir und sehr diskret. Das hat mir gut gefallen.“ Ab da wurden wir erst unvorsichtig, dann unvernünftig und dann ganz unverhohlen. Wir tanzten. Sie war sehr lasziv, sehr sexy. Wir waren uns genug und die Tanzfläche gehörte uns allein.
„Du weißt, dass wir ein Risiko eingehen? So etwas ist bei uns nicht gern gesehen.“
„Bei uns auch nicht.“ Sag ich und dann ging es immer weiter, tanzen, trinken, anschmiegen. Aber nicht unendlich, denn wir wurden rausgeschmissen, weil sie zu machten. Wir gingen dann zu Fuß durch die
Stadt, händchenhaltend wie die Teenager und waren fast allein in den Strassen, im Osten kam der Tag angekrochen und ich wollte, dass diese Nacht nie aufhört. Sie brachte mich noch zu meiner Pension, in die ich umgezogen war. Wir standen vor der Tür, eng umschlungen, kein wildes Geknutsche, einfach nur stehen, streicheln und genießen, das Glück nicht fassend. Und dann habe ich eine Zigarette mit ihr geraucht, obwohl ich mit 26 aufgehört habe. Aber die 5 Minuten wollte ich auch noch haben und es war es wert, weil die Zeit, die ich mit dieser Frau verbringe, eigentlich unbezahlbar ist. Was ist da schon eine Zigarette?
„Das wird ne Herausforderung.“
„Nein, es ist schon eine.“
„Stimmt.“
Dann kam das Taxi und sie fuhr zu ihrer Wohnung.
Ditt war Freitag, der schon Samstag war.
An selbigen war ich ja verabredet und zwar mit dem Fräulein Himbeer. Dieses war noch nie im Landmann, was als Wienerin ja nicht geht und da habe ich sie vor geraumer Zeit eingeladen, auf ein Frühstück. Ich war zu früh da, also sonnte ich mich ein wenig vor dem Parlament. Heerscharen von Touristen fielen ein und begannen alles zu fotografieren, inklusive mich. Und weil ich das total witzig fand, fotografierte ich zurück. Das fanden die Touris aber nicht soo toll. Gelacht habe ich trotzdem.
Dann kam der große Auftritt von Himbeerchen und die ist eine ganz Süße, putzig sowieso und eine sehr angenehme Gesprächspartnerin. Nur frühstücken wollte sie nicht, naja nur ne Kleinigkeit. Ich wollte schon, hatte ich doch meins ausfallen lassen und deswegen musste sie mit mir da sitzen und mir zuhören. Wir reden so dies und das und dann war ich fertig und wollte ein Taxi bestellen, weil wir doch noch zum Giger wollten und da sagt die Lütte, dass das zu teuer ist und wir könnten doch Straßenbahn
fahren. Dann gab es eine kleine Diskussion und am Ende sind wir? Genau, Straßenbahn gefahren, was ich richtig doof finde, da geh ich lieber zu Fuß, ehrlich.
Tja. Der Giger war halt der Giger, den mag man oder nicht. Ich mag ihn, sehr sogar, genau wie Zorn, Hopper und Keith Haring. Das süße Früchtchen fand es aber eher verstörend, was ich gut nachvollziehen kann, denn so ungekannt und auf halb nüchternen Magen kommt der Giger wie Faust in Fresse. Dafür mag ich ihn ja so. Als wir alles ausgiebig beäugt hatten, standen wir wieder vor dem Haus der Kultur und diesmal hatte ich mich durchgesetzt und wir gingen zu Fuß,
aber nicht ohne eine Blick in die Karte zu werfen. Und weil es in Wien windige Ecken gibt, in denen es auch mal windig ist, hab ich die olle Karte halt zu einem wenig nervenaufreibenden Ball gefaltet. Und dann ging es los, klappte auch alles gut, nur das himbeerchen fand meinen Kartenball nicht so ordentlich, was sie selber aber ist, sehr sogar und das ging ihr so auf en Keks, dass sie die blöde Karte wieder richtig faltete und so liegt se noch immer in meiner Tasche. Vielen Dank, Himbeer;-)
Wir tranken noch ein bis zwei Kaffee und sie erzählt mir Dinge und öffnet mir die Augen, für so andere Dinge, die mich bislang gar nicht tangierten, glaubte ich, und ich stellte wieder mal fest, ich liebe mein Leben, mehr als alles andere und es gibt ein paar wirklich arme Schweine in diesem Teil der Galaxie.
Ich hatte noch ein Date mit dem HG und ein Versprechen einzulösen und daher musste ich mich verabschieden von der lieben Himbeere, die mir schon sehr vertraut ist. Und weil manche Dinge nie aus der Mode kommen werden, habe ich das Früchtchen
noch nach Haus begleitet. Und die wohnt in einer Gegend, also ehrlich. Ich lass hier mal die Bilder sprechen, aber nicht, ohne ein ironisches Zwinkern;-)
HG holte mich ab und das, was zu tun war, taten wir sehr schnell, denn HG war mitten in seinen Urlaubsvorbereitungen. Und dann sonnte ich mich im Park, da beim Naturhistorischen Museum, als mein Telefon klingelte.
„Hi.“
„Schon wach?“
„Ja. Und Du?“
„Schon seid Acht.“
„Ach ja, Du hattest ja eine Frühstücksverabredung. Wie war es?“
„Extrafein.“
„Hast Du schon gegessen?“
„Nur nen Happen“
„Magst Du Sushi?“
„Mögen und mögen. Ich esse es.“ Sollte ich da nö sagen?
„Ich lade Dich ein, zum besten Sushi Restaurant, dass ich kenne. Wo bist Du?“
„Beim Naturhistorischen.“
„Ich hol Dich da ab.“
„Nee, ich muss mich noch umziehen. Ich renn schon den ganzen Tag in den Klamotten rum.“
Tja. Und dann bin ich zur Pension, im Eiltempo. Duschen, Umziehen trallalla und dann klingelte das Telefon und sie stand vor der Tür und sah atemberaubend aus, wirklich. Es gab eine Umarmung, einen gehauchten Kuss und dann düsten wir in den 14. Bezirk. Sie fährt so Auto wie ich. Sehr schnell, sehr risikofreudig und ich sag es ihr und sie lächelt mit diesem Blick und ich habe das Gefühl mein Herz bleibt stehen.
Das Essen war wirklich gut. Wir reden über
alles Mögliche nur nicht Ernstes und dann gingen wir in ein Café.
„Und? Was meinst Du?“
„Wie, was mein ich?“ frage ich.
„Na bei Tage sehen die Dinge meist anders aus. Bist Du immer noch so angetan?“
„Na logisch. Ich könnte sterben.“
„Bitte nicht!“
„Wann fliegst Du morgen?“
„Abends um Sieben und Du?“
„Keine Ahnung. Ich werde Dir eine SMS schicken.“
„Ja mach das. Ich muss nachher noch den XY aus Bratislava abholen. Das habe ich vor langer Zeit versprochen. Ich werde nicht den Abend mit dir verbringen können. Aber morgen, da könnten wir uns auf dem Flughafen treffen?“
„Versprechen muss man halten. Es tut aber trotzdem weh.“
„Ich weiß, aber lass es uns langsam angehen, ja?“
„Natürlich.“
Und dann sagt sie etwas, dass sie in meinen Augen noch mehr strahlen lässt:
„Man muss großzügig sein. Ich mag keine Knauser. Gib die Dinge die Du liebst weg. Kommen sie wieder, wird es für immer sein. Kommen sie nicht, so sollte es überhaupt nicht sein. Kannst Du mich gehen lassen?“

„Schweren Herzens, das sollst du wissen. Aber ja, ich glaube ich kann.“
Und dann rauchte ich schon wieder eine, um noch 5 Minuten zu bekommen und dann fuhr sie nach Bratislava und ich bin in die Pension und merkte wie müde ich war. Permanenter Schlafentzug. Ich lag auf dem Bett und es war heiß. Von der Kneipe gegenüber schwirrten Stimmen zu mir rauf. Musik, was von der Insel, Beautiful South? Ein Auto kam. Diese Person konnte nicht einparken. Jemand schrie und ganz allmählich wurde aus den klaren Stimmen ein Gemurmel, die Musik ein Hintergrundrauschen und ich driftete hinüber, dahin, wo man nur allein hingeht.
Ditt war Samstag und der Sonntag wartete schon.
Den Sonntag hab ich verpennt. Irgendwie 14 Stunden. Ich bin dann richtig in Stress gekommen. Schnell noch die SMS zu DieDu schicken, Frühstück runterwürgen und los.
„Grüss die Maria.“ Ruft die Wirtin hinterher, denn wir kennen uns alle. Klar werde ich das tun.
Und dann habe ich in Wien Mitte eingecheckt und bin mit dem CAT zum Flughafen. Im CAT saß mir ein Mädchen gegenüber. Hätte der Kater nicht ein Versprechen gegeben, hätte er gemaunzt, denn sie sah sehr gut aus. Aber so? No way. Eine Frage des Vertrauens, geben und erhalten, darauf läuft es immer wieder hinaus.
Am Flughafen hatte ich noch Zeit, die ich auch gleich vertütelte. Ich habe Musik gehört, im CD-Laden, Maneater und dabei dachte ich mich zurück, zum Freitag, wo DieDu sagte: „Wünsch Dir noch ein Lied, Dein Musikgeschmack ist besser als der des DJ“ und dann wurde es ein heißer Tanz. Ich schmunzelte innerlich.
DieDu rief an:
„Bist Du schon am Flughafen?“
„Ja.“
„Schade, dass es nicht geklappt hat.“
„Ja. Wie war dein Abend?“
„Na ja. Wir haben uns seid 2 Jahren nicht mehr gesehen. Da gab es viel zu erzählen.“
„Wann warst Du zu Hause?“
„3Uhr.“
„Hast Du schon gepackt?“
„Nö. Mach ich gleich. Schreibst Du mir?“
„Natürlich.“
Und dann riefen sie mich aus: Mr. James Cabman please proceed to gate C51.
„Du die rufen mich. Ich muss los.“
„Ja ich höre es. Noch eine Gemeinsamkeit.“
„Schön. Wir sollten nie zusammen in den Urlaub fahren.“
Sie lacht.
„Schreib mir, ja?“
„Mach ich. Tschüss.“
Und dann saß ich in der Fokker. Sitz 8C, weil der Cabman immer Gangplatz nimmt und immer die Dreierreihe. So ne Art Macke. Genauso eine, wie die Zeit zu stoppen, vom Aufheulen der Treibwerke bis zum Anheben der Nase des Flugzeugs. 32 Sekunden brauchte es, um sich auf den Weg von hier nach da zumachen. 32 Sekunden. Nicht wirklich viel, aber viel länger, als eine Beziehung entstehen oder verschwinden zu lassen. Das wussten schon The Cure in Seventeen Seconds. Ich musste daran denken und daran, wie DieDu sagte, das Leben ist schlimmer als ein Autorennen. Auf das kann man sich wenigstens vorbereiten und ich fühlte mich out of order, so wie das Internetterminal am Flughafen.

PS Heute war ich im Büro. Maria, meine Chefin, und ich waren alleine. Die anderen sind alle im Urlaub. Sie lud mich zum Essen ein. Es gab Sushi.
„Ich habe dich vermisst.“ Sagt sie.
„Ich Dich auch.“ Und das sind keine Phrasen, denn wir mögen uns und halten zusammen. Differenzen gibt es auch, aber nie vor der Mannschaft. So etwas fechten wir im Kämmerlein aus. Wir reden oft miteinander und ich weiß Dinge, die ich gar nicht wissen sollte, aber für mich behalten kann.
„Du bist der beste Shooter den ich habe und ich werde jemanden rauswerfen.“
Da war ich erst geschockt und dann schlug der Shooter zu und ich sagte: „Mach es. Bekomme ich dann Italien und die USA?“
„Italien ist ok. Die USA behalte ich.“
Tja, da kann man nichts machen. Sie ist die Chefin und der beste Shooter den ich kenne.

PPS Heute rief auch Matze an:
„Ich bin auf dem Weg mir 500.000 Euro Umsatz zu holen.“
„Glaub ich Dir.“
„In unserem Plan hat sich was geändert. B fliegt, der Anwalt kommt Mitte der Woche. Hat doch bisher gut geklappt, unser kleines Spiel. Bleibst du bei deiner Meinung?“
„Klar!!“
„Da freu ich mich.“
"Ich mich erst. Hol Dir den Jackpot und grüss Manu!"

PPPS Die Antike und ich haben ein Auto. Das fährt eigentlich nur sie, weil ich es eh nicht brauch. Das Auto ist aber todschick und fährt sehr schnell. Heute bin ich auf der Autobahn sinnlos zum Flughafen gerast. Den Kopf frei blasen. Habe ich in D auch manchmal gemacht, HH - Flensburg, tanken und zurück. Dabei hörte ich die neue von Placebo, denn das lässigste Lied dieser Tage ist ja wohl Infra-Red. Oder?
One Last thing before I shuffle off the planet, I will be the one to make your crawl, so I came down to wish you an unhappy birthday, someone call the ambulance, there’s gonna be an accident…

PPPPS Ich kenne ja den Büffel und der erinnert mich an Versprechen, die ich einlösen muss. Werde ich auch, ist nur ne Frage des Timings. Heute verschenke ich einen der tollen Pins, denn ich erhielt zwei. Der/Die jenige, die hier im Kommentar als erstes den Wunsch äußert ihn zu erhalten, wird ihn bekommen. Kostenfrei.


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Donnerstag, 13. Juli 2006
If I had a soul



Auf zur Schiesserei. Wünscht mir Glück! Heute geht es um was. Wir werden sehen, wer nachher im Staub der Arena liegt.
HG hat nicht gefrühstückt, ich schon. Man stelle sich vor der Blutzuckerspiegel fällt, dann fällt man erst aus, dann um und dann verliert man das Duell. Nicht gut. Mal sehen wie es heute Abend aussieht.


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Zwei Happen für den Judgement Day
Ich bin in Österreich, das ist da, wo sie klobige Häuser bauen, an die se Geranien hängen, undeutlich bis unverständlich reden, braune Omafliessen an der Wand haben und Tiefspüler für ein Gerücht halten. Außerdem muss man die Pissoire nach Benutzen von Hand spülen, na gut, eigentlich müsste man gar nicht spülen, aber der Cabman ist ja Kater und somit sehr reinlich. In AT brauch ich aber auch Toilettenpapier, wenn ich mal „Klein“ muss, weil ich die Vorstellung eklig finde, auf einen Knopf zu drücken, den eben einer vor mir mit seinen Pullerfingern anfasste. Uahh, geht gar nicht. Ich habe dann noch drei andere Macken, die ich hier mal beiläufig einstreuen werde.
Am Montag waren der HG und ich recht gut. Dienstag auch, wir haben auch gewonnen. Ach, Sie kennen den HG gar nicht. Also der ist 58, ein Kater, aber ein ganz großer, Wiener, kennt Gott und die Welt in AT und ist für sein Alter extrem gut beisammen, wie ich mich beim Wettschwimmen am Montag überzeugen konnte. Er war dereinst Business developer eines großen und sehr namenhaften Autoherstellers und die Stories, die der so drauf hat, sind nicht für dieses Weblog gemacht, mehr so für ne vertrauliche Runde mit nem Hefe. Die hatten wir auch am Montag und irgendwann, nach nun 1,5 Jahren, bot er mir das Du an, was mich schon sehr freute.
Das wir so abstürzten, hatten wir der Gruppe von Sportpädagogen zu verdanken. Diese 120 Leute, alle recht jung, kamen aus Wien und machten dort ihre Prüfungen in irgendwas, da hab ich nicht zugehört, aber feiern konnten die und aufstehen mussten die am nächsten Tag auch nicht. Aber die Feier war wirklich gut. Ehrlich. Die ist einen ganzen Eintrag hier wert.
„Wenn wir uns nun duzen, dann darf ich dich doch sicherlich fragen, was da letzten Dezember in Salzburg los war. Hast Du nicht gemerkt, wie sie um dich umhergeschwänzelt ist?" Fragte HG. Doch, merkte ich, denn was wäre ich für ein Kater, würde ich dies nicht merken? Das war so:
Sie vertritt ein gigantisches Einkaufsvolumen eines Konzerns. Sie ist so alt wie ich und eine recht Hübsche. Sie hat damals den ganzen Tag bei uns gesessen und sich mit mir unterhalten, meist Business. Alle anderen, die etwas von ihr wollten, hat sie abblitzen lassen und dies auf eine sehr arrogante Art, denn sie weiß, wer sie ist und wie sie aussieht. Ich weiß das von mir auch und ich hatte eine Beziehung und deswegen lief gar nichts. Wir mögen uns sehr, was aber nicht heißt, dass wir uns nicht schon ab und an mal Schiessen. Das gehört dazu. Abends dann, HG, WG, Mauran (eine ganz feiner Italiener einer befreundeten Firma) und ich waren gerade dabei zu gehen, da kam sie zu mir und sah anders aus. Sie stand da mit dicken Kulleraugen, die wahrscheinlich nur ich sah, weil niemand anderes so dicht bei ihr war und ich habe sofort gespürt, dass etwas nicht stimmte, denn ich habe ja Katerschnurrhaare, nicht? Sie redete los und ich merk wie der Herr WG mit großen Ohren immer näher kommt und verpass ihm eine verbale Breitseite. Ich nahm sie dann an die Hand und wir sind in so ein stilles Kämmerlein, wo die Veranstalter allerlei Mist aufbewahrten.
„Es ist wahrscheinlich einfacher, wenn Sie heute mal einen Freund in mir sehen und dies wird Ihnen leichter fallen, wenn wir uns duzen.“ Sagte ich, nicht um ein Du zu erheischen, sondern weil ich es meinte. Sie wand sich ein bisschen und sagte, dass dies doch nicht ginge, wegen der Businessbeziehung und eben Allem und es eh ein Fehler sei.
„Hier ist businessfreier Raum. So lange wir hier sind, gibt es kein Business. Record off! Ich verspreche es!“ Tja und dann hat es sich seinen Weg gebahnt und sie weinte bitterlich los. James Cabman kann aber keine Frauen weinen sehen, auch nicht bei der Antiken. Nee, das kann er wirklich nicht und ich tröstete sie und wir redeten, so eine Stunde und was sie erzählte werde ich nicht wiedergeben, denn das war Business. Ich hatte keinen Rat, den sie nicht schon selber kannte, aber ich hab ihr zugehört und das reichte schon. Sie schnäuzt sich dann die Nase, sagte kurz Danke und ging. Kein Umarmung, nichts. Sie ist einfach gegangen.
Die Jungs haben natürlich ein Riesending daraus gemacht, weil sie war, wer sie war und wollten alle schlüpfrigen Details hören. Aber James konnte schweigen und kann er noch immer, denn auch ein „DU“ mit HG, wird nichts an dem Versprechen ändern.
Ich bekam in der Nacht noch einen SMS: Danke noch mal und ab morgen wieder Sie?
Na klar. Da gab es nichts zu diskutieren. Im Februar dieses Jahres bekam ich auf einer Messe, denn wir sehen uns ja andauernd scheint’s, auch eine SMS: Hätten Sie heute Abend für 1-2 Stunden Lust auf ein „Du“?
Auch Na klar. Da sagte ich nicht nein und seit dem geht es so, dass wir uns ab und an mal treffen, auf ein DU. Und was glauben denn die Leser hier, welche Gerüchte um uns kursier(t)en? Genau. Und was glauben die Leser hier, wie sehr uns das wo vorbei geht? Auch Richtig.
So, weil es wieder zu viel wird, was ich hier rein schreiben könnte, dies dann aber keiner liest, weil diese Monstertexte immer abschrecken, schreib ich auch nicht von der Jazzkapelle aus Arkansas, die ich gestern in einem anderen Hotel traf. Schreibe auch nicht darüber, wie wir gemeinsam den Hotelbarkeeper überredeten, was nicht schwer war, denn auch er war ein Kater, ein bisschen Stimmung zu machen. Schreibe nicht, wie wir mit den Herren Rammstein, Red Hot Chili Peppers und Placebo die Hotelbar rockten. Schreibe ich aber vielleicht ein anderes Mal.
Heute kommt noch das hier, denn es beschäftigt mich. Sehr sogar. Wer nicht will, muss ja nicht lesen.

Manchmal, aber eigentlich ganz, ganz selten, denk ich nämlich zurück an damals, als ich mit meinem Kumpel Chris hinter dem Haus meiner Eltern auf einem Haufen Feuerholz sass. Ich denke daran, wie wir mit unseren Shorts und freiem Oberkörper die Julisonne genossen, sehe den Kirschbaum, der Früchte trug, den Garten voller Gemüse, höre die Spatzen, die aufgeregt durcheinander zwitscherten und sehe unsere Mopeds, SR4, mit Handschaltung. Ich denke an mein blutiges Knie vom Bolzen auf dem Platz, wir hatten gewonnen und rauchten die geklauten F6 von Chris Mutter. Beide waren wir Vierzehn und hatten gerade unsere Entjungferung hinter uns gebracht. Chris am Freitag, ich am Samstag, mit dem gleichen Mädchen, das schon Sechzehn war. Dieses Mädchen lehrte mich, dass Sex nichts mit Liebe zu tun hat, denn ich bildete mir ein, es müsse doch Liebe sein, aber sie lachte nur und ließ mich abblitzen. Ich habe gelitten wie ein Hund.
Aber an diesem Tag, als wir die Sieger waren, auf dem Platz und im Leben, denn wir hatten ja nun schon mal und die war sogar schon Sechzehn und wir rauchten und fuhren Schwarz Moped; an diesem Tag waren wir Könige und ähnliches Gefühl gab es seid dem nie wieder, jedenfalls nicht in selber Intensität.
Zu jener Zeit im Juli waren wir dicke Kumpel, redeten und fragten uns, wie es wohl wäre, wenn wir auch Reisen könnten wohin wir wollten, wenn wir wohnen könnten, wo wir mochten.
Und es war nicht sonderlich erstaunlich, dass wir beide Kanada gut fanden. Chris sagte, dass es doch eigentlich schon reichen würde mal nach Westberlin, oder Österreich, oder Dänemark. Es musste ja nicht spektakulär sein, nur ein bisschen anders. Ausland eben, nicht mehr und nicht weniger, damals aber ein Traum, den wir zusammen hatten. Irgendwann schreibe ich bestimmt auch, wie Chris und ich dann kurz nach der Grenzöffnung mit meiner Simson nach Braunschweig fuhren, einen MC Donalds Burger aßen, einen Sexshop besuchten und dann einfach wieder nach Hause fuhren. Da gab es dann richtig Ärger, aber der hatte sich gelohnt, auch wenn es wirklich heftigster Ärger war.
Die letzten zwei Tage musste ich sehr an diese Zeit denken, denn ich war ja in Innsbruck und in Kitzbühl, St. Anton und dann am Bodensee und das Wetter war wie damals grandios. Hoch oben, on the top of the mountain, machten wir Pause und ich schaute mir die Berge an und war ergriffen, wie jedes Mal, denn sie lassen dich spüren, dass Du und ich noch nicht einmal ein Wimpernschlag in ihrer Geschichte sind. Wir sollten uns weniger wichtig nehmen, ein bisschen lässiger werden und dann dachte ich: Cabman, du bist ein privilegiertes Schwein, dass du beruflich so viel rumkommst, solche Sachen siehst und nichts dafür bezahlst. An so eine Möglichkeit war damals im Traum nicht zu denken. Ich fragte mich, ob Chris schon mal in Österreich war. Dann schüttelte ich mich schnell, schleckte mir das Brustfell, genauso wie es mein Kater tut, wenn er unsicher ist und dachte daran, dass es doch alles erarbeitet ist und irgendwie auch bezahlt, vielleicht auch zu teuer, dass müssen andere beurteilen, aber im Augenblick ist es genau das, was ich will, weg sein, frei sein, Leute treffen. Und dann will ich das auch alles wieder nicht. Ein komischer Widerspruch.
Das Wochenende naht. Ich werde es in Wien verbringen. Ich kenne zwei Gründe, warum es super werden wird. Und diesmal wird mich nichts abhalten, den HR Giger zu sehen. So etwas ist ja wichtig, so Erinnerungen, an Leute, Träume, Geschehnisse, Küsse, alles, denn mehr nehmen wir nicht mit am judgement day.


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