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Donnerstag, 20. Juli 2006
Matroschka, ein Paukenschlägchen
cabman, 18:02h

Übrigens würde sich meine alte Deutschlehrerin sehr freuen, über ditte hier, denn sie sagte immer: “James, ich weiss, dass du mehr kannst. Du bist nur faul.“ Stimmt. Aber Die verlorene Ehre der Katharina Blum habe ich gelesen, wie alle Bücher, die sie uns aufgab und fand es richtig Scheisse, aber die Repetition darüber ist mir sehr gelungen und im Abschlusszeugnis hat sie mir doch ne Zwei gegeben, weil sie mich nämlich ein bisschen mochte. Ich sie auch, ne ganz komische Beziehung. Und nun zur Sache, Du Puppe!
James: Klar kauf ich dir die Uhr. Sie ist schick.
Antike: Ja, nicht? Wann bist du denn wieder unterwegs?
James: Keine Ahnung. Aber sach mal, wo hast du die denn gefunden?
Antike: Im Uhrengeschäft in der Kungsgatan
James: Und wieso kaufen wir die nicht da?
Antike: Ist zu teuer.
James: Ach Quatsch, gönn dir mal was und sei nicht so knauserig.
Antike: Das musst Du gerade sagen!
Bis hier kam noch nichts mit Iah vor, war wenig polarisierend, da freuen sich die, und ich bin mir sicher, dass es die gibt, Blog-Beobachter der Verlagskonglomerate. Bitte schön, ihr könnt euch noch nen Kaffe holen, es wird auch nicht schlimmer. Und solltet ihr darüber nachdenken, mich in Naturalien zu bezahlen, schrei ich laut: Her mit den grünen Schlüpper, denn es ist ja nur eine Frage was man daraus macht:
Ich würde die an einen kongolesischen Befreiungsarmeekindersoldatenfickergeneral verkloppen. Der kann sich daraus Tarnnetze nähen, um die EU-Entwicklungsgelder, die sich in Form von AK47 im Dschungel verstecken, noch mehr zu verstecken. Als Bezahlung nehme ich gern und dankend die raubabgebauten goldenen Nuggets und die verscheuere ich an die ungarische Zahnarztmafia. Von denen bekomm ich dann einen Container Nutten, die ich 50/50 nach Österreich und Berlin verticke. In Österreich bekomm ich (Iah)Mozartkugeln und in Berlin ne Baugenehmigung. Die (Iah)Mozartkugel gehen gegen Cash in die USA, um deren Fettleibigkeit behilflich zu sein und die schmatzende Frage:Oh, is it European? würde ich beantworten: Eine Frage ihrer Perspektive, Mr Bush! Die Baugenehmigung geht gegen 30.000 Johgurtbecher an einen Konzern, den Joghurt verhökere ich an spanische Diskotheken, weil auch Joghurtpartys hip werden können, die leeren Becher schicke ich an den Nordpol, da können sich die Inuit den Iglo schön verklinkern. Jede Stufe der supply chain kalkuliere ich mit 56% margin und geh gutgelaunt in den (Iah)Porschesupermarkt. Und für alle Gutmenschenhühnchen, die jetzt schon wieder mit geschürzten Lippen und krauseliger Stirn hinter ihrem luminiszierenden Bildschirmen sitzen, nagelfeilend, damit sie gleich bestürzte Kommentare einhacken können: Dat war Ironie.
Im Übrigen finde ich, ist dies ein schulbuchtaugliches Beispiel für globalen Handel und sollte in keinem Lehrbuch fehlen.
Ich wollte halt einfach nicht so viel bezahlen und ich werde jetze auch nicht die Werttheorie auspacken, hat aber damit was zu tun.
Die Hose habe ich nicht gekauft, mich drüber geärgert und der Antiken immer die Ohren voll genölt, weil die ja nun gut zu diesem oder jenen passen würde, was die irgendwie beschwerlich fand.
Letztes Wochenende kam se dann nachhause, die Antike und da knallt sie mir ne Tüte auf den Tisch, begleitet von den charmanten Worten: „Dein Arsch scheint ja nicht fetter geworden zu sein, sollte dir also passen. Und vielen Dank für die Depeche Mode Karten.“
Da war ich baff, habe mich gefreut, Hose passt auch und ein schönes Beispiel meiner Theorie: Erst geben, dann bekommen, denn alles ist im flow. Der olle Franz hat ja auch erst den Berg verschenkt und danach ein ganzes Kaiserreich bekommen, oder? Berge habe ich nicht, aber die letzte Püppi:
Nach unserem Intermezzo hatte ich vier unbeantwortete Anrufe auf dem Handy und zwar von der Antiken und dann rief sie mich im Bus an:
Antike: Wegen der Uhr, brauchste nicht mehr kaufen.
James: Hast du sie schon gekauft?
Antike: Nee, ich habe deine genommen.
James: Ist ok.
Antike: Die goldene Iah Glashütte.
James: Macht ja nichts.
Antike: Aber du? Ich habe die auch umbauen lassen.
James: Oh.
Antike: Bist de sauer? Ich habe ein paar Mal angerufen und wollte fragen, aber du antwortest ja nie.
James: Nee, ich bin nicht sauer, dann schenk ich sie dir jetzt, damit du immer an mich denkst, wenn de mal wieder arschig zu mir bist.
Antike: Und du an mich.
Und dann müssen wir beide lachen und das sind so die Aktionen, Hose und Uhr, für die ich sie mal liebte.
Tja. Mal sehen, was ich für die Uhr bekomme, ich erwarte aber nix.
So liebe Freunde aus Zuffenhausen, Ihr habt es ja sicher mitbekommen, hier gab es Vorgeplänkel, die Uhr als Rahmenhandlung und einen Matroschkakern. Ich denk das ist so weit ok und ich nehme dann 300gr Porsche 911 GT3, nicht geschnitten, sondern am Stück. Dazu 250gr Aufkleber in Spiegelschrift Vorne: „Du bist nur eine Opel.“ Und für hinten noch 100gr „Achtung! Kater on board“ Danke und bitte alles einpacken, denn ich muss noch weiter.

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Donnerstag, 20. Juli 2006
offbeatblogger, thats it!
cabman, 01:17h
Als offbeatblogger ist es ja meine Aufgabe, offbeats zu schlagen, oder wie immer man die nun erzeugt, die Paukenschläge. Also offbeat ist ja schon mal mein neues Lieblingswort. Und wenn ich mal gefragt werde, welches Hobby ich habe, sach ich lässig, natürlich die Daumen in die gürtellosen Gürtelschlaufen meiner Stoffhose gehakt, mit knotigen Pullunder und dabei wippenden Fußes: OFFBEATblogger! Kommt lässig oder? Nur fragt mich ja nie einer und deswegen brauch ich mich auch nicht ärgern, dass ich gar keine Stoffhose habe. Aber schön wäre es schon, schön lässig.
Offbeat Number One:
DieDu und ich:
DieDu: “Was hast du eigentlich in deinem Kühlschrank, wenn du nie da bist?“
James: “Eine (Iah) Dr. Pepper Cola 0,5l, eine (Iah)Dr. Oetker Pizza Salami und ein (Iah) Ben&Jerry Eis Peace of Cake. Und du?“
DieDu: “Ein (Iah) Vittel 0,5l und einen Apfel.“
James: “Da könnten wir ja direkt die Mutti zum Essen einladen.“
DieDu (lacht):“Ja, aber jeder nur ein Stück Pizza, bitte.“
So, offbeatmässig nun mal raus mit de Sprache liebe Bloggeristen, was habt ihr denn so im Eisschrank? Ach, und bitte nicht das offbeat (Iah) bei Markenbezeichnungen vergessen, sonst werden wir nicht zu (Iah)-Bloggern, nicht. Wer nicht mutieren will muss ja nicht, aber so wird das nie was mit dem Eis inne Schären.
Offbeat Number Two:
Ich habe eine Diskussion geführt mit Maria. Heute auch, da ging es ins Eingemachte und ich hatte richtig Bock zu kündigen, aber die Diskussion, die ich jetzt meine, drehte sich um den Urlaub. Den soll ich nehmen, will ich aber nicht und deswegen ham wa diskutiert. Ich habe nämlich keine Ahnung, wohin mit der Zeit und als ich gestern Abend mit de lunally so rumgemacht habe, ist mir eine riesige Idee gekommen: Zugfahren! Quer durch Deutschland, HH-Berlin-Leipzig-München-Nürnberg-Köln-Dortmund-Bremen-HH mit Grand Finale da. Und in jeder Stadt nen Bloggerist besuchen und, ja na kloar, darüber bloggen! Was offbeat wa? Vielleicht noch mit Stoffhose, das kommt dann richtig lässig. Aber bitte zwei kaufen, James, weil die inne Bahn immer schmutzig werden. Teuer muss so was auch nicht sein, hab ja ne (Iah)Bahncard, aber das ganze Bier James? Denk an so Leute wie den Bier-Büffel oder Guinness-Gorilla oder die Cocktail-Damen. Tja, Investitionen inne Freundschaft, kann ewig halten.
So, ist das offbeatmässig? James The Traveler Cabman auf Deutschlandtournee. Ja, denk ich mir, dabei versonnen das Kinn streichelnd, das hätte schon was, was denkwürdiges.
Offbeat Number Three
Aus gegebenen Anlass und weil es auch irgendwie lässig ist, mal was ganz verrücktes:
Santé Bloggen created by Kuhlumbus. Danke(!), dass es noch so ein paar lässige Typen gibt, da fühlt sich der Kater nicht allein und außerdem bräuchte ich heute ein paar aufbauende Worte. Und den Freunden von der Iah-Fraktion, die ich ja gerne mag, winke ich freundlich zu und sach so Dinge wie: Weniger ist mehr, vor allem von der affektierten Eitelkeit und wenn ihr mal mit um Block ziehen wollt, einfach schreiben, ich besuch euch dann auch, ehrlich ohne Flax und daraus schnitzen wir uns Santébloggen. Salutes, Skoll, Prost und so jung kommen wir bestimmt nicht mehr zusammen.
DieDu: “Was hast du eigentlich in deinem Kühlschrank, wenn du nie da bist?“
James: “Eine (Iah) Dr. Pepper Cola 0,5l, eine (Iah)Dr. Oetker Pizza Salami und ein (Iah) Ben&Jerry Eis Peace of Cake. Und du?“
DieDu: “Ein (Iah) Vittel 0,5l und einen Apfel.“
James: “Da könnten wir ja direkt die Mutti zum Essen einladen.“
DieDu (lacht):“Ja, aber jeder nur ein Stück Pizza, bitte.“
So, offbeatmässig nun mal raus mit de Sprache liebe Bloggeristen, was habt ihr denn so im Eisschrank? Ach, und bitte nicht das offbeat (Iah) bei Markenbezeichnungen vergessen, sonst werden wir nicht zu (Iah)-Bloggern, nicht. Wer nicht mutieren will muss ja nicht, aber so wird das nie was mit dem Eis inne Schären.
So, ist das offbeatmässig? James The Traveler Cabman auf Deutschlandtournee. Ja, denk ich mir, dabei versonnen das Kinn streichelnd, das hätte schon was, was denkwürdiges.
Santé Bloggen created by Kuhlumbus. Danke(!), dass es noch so ein paar lässige Typen gibt, da fühlt sich der Kater nicht allein und außerdem bräuchte ich heute ein paar aufbauende Worte. Und den Freunden von der Iah-Fraktion, die ich ja gerne mag, winke ich freundlich zu und sach so Dinge wie: Weniger ist mehr, vor allem von der affektierten Eitelkeit und wenn ihr mal mit um Block ziehen wollt, einfach schreiben, ich besuch euch dann auch, ehrlich ohne Flax und daraus schnitzen wir uns Santébloggen. Salutes, Skoll, Prost und so jung kommen wir bestimmt nicht mehr zusammen.

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Für Annika
cabman, 16:29h
So. Ich wollte ja nur mal sagen, dass diese ganze Journalistenbrut mich reichlich annervt. Ich weiß wohl, dass einige von denen auch bloggen und dass das hier einen teuer zu stehen kommen könnte, aber dat is mir gerad so was von Wurscht, und daher, noch mal klar und deutlich:
Ihr Pisser n e r v t mich!
Gut, nun is es raus und gut ist auch, dass wir für so was eigentlich eine PR Abteilung haben, gut ist aber nicht, dass die alle im Urlaub sind. Mir fehlt ja sowieso das Verständnis für deren Arbeit, die kosten nämlich nur und lesen Zeitung, weswegen ich die auch gern mal die Zeitungsleserabteilung nenne. Das ist nicht gern gehört und wenn ich mir das indiskutable, diskrepante Zahlenverhältnis zwischen Shooter- und Zeitungsabteilung anschaue, wird schnell klar, dass der Reeder dieses Schiffes Panzerkreuzer Firma eine sehr hohe Meinung von denen hat. Da muss man nicht klagen, sondern das Beste daraus machen.
Das Beste an der Zeitungsabteilung ist deren Chefin. Das ist Annika und die ist ein Kater, aber wirklich.
Annika ist mal locker ein Kopp größer als ich, wesentlich kräftiger gebaut, hat einen Wortwitz, der mich animiert und fasziniert, sie ist vierzig Jahre alt und außerdem hat sie MS. Diese Krankheit hat sie schon ne Weile, mit guten und mit schlechten Tagen und wenn sie ihre Therapie macht, besuch ich sie immer zu Hause, denn dann geht gar nichts bei ihr. Sie hat mir mal erzählt, dass sie dann wie auf Droge ist und wirklich schlimme Hallus bekommt. Der Reeder hat das Büro für sie umbauen lassen, denn nur weil sie im Rollstuhl sitzt, nicht immer, aber ab und an, ist sie ja noch lange nicht behindert und solange sie will und kann, bleibt sie auch die Chefin und alle, wie wir da sind, respektieren den Reeder und die Annika sowieso!
Im Mai waren wir ja mit der kompletten Besatzung des Panzerkreuzers Firma in Wien (hab ich gar nicht gebloggt ), weil der Reeder jedes Jahr ne Reise in eins unser Verkaufsländer sponsert, aber nur wenn die Zahlen passen. Ich war für Italien, Spanien hatten wir letztes Jahr, Erik war für Florida und der Reeder versprach, wenn wir den Umsatz xy schaffen, fahren wir da auch hin. Was glaubt der Leser hier, warum ich Gas gebe? Na gut, ein bis zwei persönliche Ziele spielen da auch ne Rolle, Ehrgeiz und so, aber Florida kostenfrei ist ja auch mal was.
Jut, dieses Jahr nun Wien und weil Österreich mir gehört (das schreibt sich ja prima) hatte ich och die Planung am Hals und doof fand ich es auch, weil kannte ich ja schon.
In Wien haben wir das gesamte Touriprogramm abgespult und da Annika nicht so lange gehen kann, war sie halt im Rollstuhl unterwegs. Und weil ich sie sehr mag und es immer traurig finde, wenn sie im Rollstuhl sitzt, habe ich niemand anderem erlaubt, sie zu chauffieren. Da waren die meisten auch froh drüber, denn man ist ja nicht so flexibel, mir war es Wurscht, ich habe mich eh Annikas Wünschen untergeordnet. So sind wir dann durch Wien geschuppert, Stephansdom, Schloss Schönbrunn und trallalla und ich muss sagen, ich würde es hassen, das gehandicapt sein. Annika und ich waren aber ein gutes Team, sie hat mit der Krücke die unaufmerksamen Leute angestuppst und wenn die uns dumm kamen, habe ich denen die Meinung gegeigt, weil Annika, sonst nicht auf den Mund gefallen, spricht tausend andere Sprachen, aber nicht Deutsch. Hat alles sehr gut funktioniert.
Abends habe ich ihr auf der Tanke noch zwei Flaschen Wein gekauft, fürs Hotel (sie wollte nicht mit in die City) und da muss sie dann ordentlich gefeiert haben, denn am nächsten Morgen erzählte sie mir, dass der Nachtportier mit Rauschmiss drohte. Das ist selbst mir nur einmal passiert, in Minsk, aber das ist ne andere Geschichte, mit Weibern und so.
Na ja, Annika und noch so zehn andere aus der Logistikabteilung wollten es halt wissen. So was passiert schon mal.
Tja wir hatten ne gute Zeit in Wien, ich habe das ganze rumgezuckel mit Autogeräuschen untermalt und weil ich schon ein paar Autos hatte, wegen der Jobs, wegen der Unfälle und wegen der Kreativität, konnte ich aus einem riesigen Fundus an Motorengeräuschen schöpfen. Annika sagte nachher nur noch, sie nimmt heute den Volvo und dann gings los, brumm brumm…. Muss man alles nicht so ernst nehmen, Annika macht es auch nicht und dafür bewundere ich sie, denn sie hat eine unbändige Lebenslust. Wir wollten auch zusammen zum Depeche Mode Konzert, weil wir beiden die einzigen Depeche Fans hier sind, hat sie auch gemacht, ich aus bekannten Gründen nicht und ich habe gehört, das die Vorfeier bei ihr zuhause schon ganz lässig war.
Warum ich das alles schreibe? Na weil ich vorhin eine mail von ihr bekam. Sie ist in Singapure. Noch drei Wochen Urlaub und danach fährt sie nach Australien, für die Firma. Das geht in Ordnung, der Reeder sagt, wir sollen das ruhig koppeln, Urlaub und Job, gerade bei langen Reisen und außerdem sparen wir auch das Ticket, sehr nobel finde ich.
Neben allerlei andere Sachen schrieb sie, dass der Poolbarkeeper nicht nur gut mixt, sondern auch gut aussieht, eine Versuchung, denn er wäre sehr nett zu ihr.
Ich antwortet ihr, sie soll all das machen, was ich machen würde.
Und dann krieg ich zurück: Hab ich schon;-)
Da freu ich mich für sie und es bleibt nur zu konstatieren: Sie ist ein Kater!
Ihr Pisser n e r v t mich!
Gut, nun is es raus und gut ist auch, dass wir für so was eigentlich eine PR Abteilung haben, gut ist aber nicht, dass die alle im Urlaub sind. Mir fehlt ja sowieso das Verständnis für deren Arbeit, die kosten nämlich nur und lesen Zeitung, weswegen ich die auch gern mal die Zeitungsleserabteilung nenne. Das ist nicht gern gehört und wenn ich mir das indiskutable, diskrepante Zahlenverhältnis zwischen Shooter- und Zeitungsabteilung anschaue, wird schnell klar, dass der Reeder dieses Schiffes Panzerkreuzer Firma eine sehr hohe Meinung von denen hat. Da muss man nicht klagen, sondern das Beste daraus machen.
Das Beste an der Zeitungsabteilung ist deren Chefin. Das ist Annika und die ist ein Kater, aber wirklich.
Annika ist mal locker ein Kopp größer als ich, wesentlich kräftiger gebaut, hat einen Wortwitz, der mich animiert und fasziniert, sie ist vierzig Jahre alt und außerdem hat sie MS. Diese Krankheit hat sie schon ne Weile, mit guten und mit schlechten Tagen und wenn sie ihre Therapie macht, besuch ich sie immer zu Hause, denn dann geht gar nichts bei ihr. Sie hat mir mal erzählt, dass sie dann wie auf Droge ist und wirklich schlimme Hallus bekommt. Der Reeder hat das Büro für sie umbauen lassen, denn nur weil sie im Rollstuhl sitzt, nicht immer, aber ab und an, ist sie ja noch lange nicht behindert und solange sie will und kann, bleibt sie auch die Chefin und alle, wie wir da sind, respektieren den Reeder und die Annika sowieso!
Im Mai waren wir ja mit der kompletten Besatzung des Panzerkreuzers Firma in Wien (hab ich gar nicht gebloggt ), weil der Reeder jedes Jahr ne Reise in eins unser Verkaufsländer sponsert, aber nur wenn die Zahlen passen. Ich war für Italien, Spanien hatten wir letztes Jahr, Erik war für Florida und der Reeder versprach, wenn wir den Umsatz xy schaffen, fahren wir da auch hin. Was glaubt der Leser hier, warum ich Gas gebe? Na gut, ein bis zwei persönliche Ziele spielen da auch ne Rolle, Ehrgeiz und so, aber Florida kostenfrei ist ja auch mal was.
Jut, dieses Jahr nun Wien und weil Österreich mir gehört (das schreibt sich ja prima) hatte ich och die Planung am Hals und doof fand ich es auch, weil kannte ich ja schon.
In Wien haben wir das gesamte Touriprogramm abgespult und da Annika nicht so lange gehen kann, war sie halt im Rollstuhl unterwegs. Und weil ich sie sehr mag und es immer traurig finde, wenn sie im Rollstuhl sitzt, habe ich niemand anderem erlaubt, sie zu chauffieren. Da waren die meisten auch froh drüber, denn man ist ja nicht so flexibel, mir war es Wurscht, ich habe mich eh Annikas Wünschen untergeordnet. So sind wir dann durch Wien geschuppert, Stephansdom, Schloss Schönbrunn und trallalla und ich muss sagen, ich würde es hassen, das gehandicapt sein. Annika und ich waren aber ein gutes Team, sie hat mit der Krücke die unaufmerksamen Leute angestuppst und wenn die uns dumm kamen, habe ich denen die Meinung gegeigt, weil Annika, sonst nicht auf den Mund gefallen, spricht tausend andere Sprachen, aber nicht Deutsch. Hat alles sehr gut funktioniert.
Abends habe ich ihr auf der Tanke noch zwei Flaschen Wein gekauft, fürs Hotel (sie wollte nicht mit in die City) und da muss sie dann ordentlich gefeiert haben, denn am nächsten Morgen erzählte sie mir, dass der Nachtportier mit Rauschmiss drohte. Das ist selbst mir nur einmal passiert, in Minsk, aber das ist ne andere Geschichte, mit Weibern und so.
Na ja, Annika und noch so zehn andere aus der Logistikabteilung wollten es halt wissen. So was passiert schon mal.
Tja wir hatten ne gute Zeit in Wien, ich habe das ganze rumgezuckel mit Autogeräuschen untermalt und weil ich schon ein paar Autos hatte, wegen der Jobs, wegen der Unfälle und wegen der Kreativität, konnte ich aus einem riesigen Fundus an Motorengeräuschen schöpfen. Annika sagte nachher nur noch, sie nimmt heute den Volvo und dann gings los, brumm brumm…. Muss man alles nicht so ernst nehmen, Annika macht es auch nicht und dafür bewundere ich sie, denn sie hat eine unbändige Lebenslust. Wir wollten auch zusammen zum Depeche Mode Konzert, weil wir beiden die einzigen Depeche Fans hier sind, hat sie auch gemacht, ich aus bekannten Gründen nicht und ich habe gehört, das die Vorfeier bei ihr zuhause schon ganz lässig war.
Warum ich das alles schreibe? Na weil ich vorhin eine mail von ihr bekam. Sie ist in Singapure. Noch drei Wochen Urlaub und danach fährt sie nach Australien, für die Firma. Das geht in Ordnung, der Reeder sagt, wir sollen das ruhig koppeln, Urlaub und Job, gerade bei langen Reisen und außerdem sparen wir auch das Ticket, sehr nobel finde ich.
Neben allerlei andere Sachen schrieb sie, dass der Poolbarkeeper nicht nur gut mixt, sondern auch gut aussieht, eine Versuchung, denn er wäre sehr nett zu ihr.
Ich antwortet ihr, sie soll all das machen, was ich machen würde.
Und dann krieg ich zurück: Hab ich schon;-)
Da freu ich mich für sie und es bleibt nur zu konstatieren: Sie ist ein Kater!

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Dienstag, 18. Juli 2006
Das hab ich mir gedacht:
cabman, 23:15h
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You Belong in Dublin |
![]() Friendly and down to earth, you want to enjoy Europe without snobbery or pretensions. You're the perfect person to go wild on a pub crawl... or enjoy a quiet bike ride through the old part of town. |
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You're an Expert Kisser |
![]() You're a kissing pro, but it's all about quality and not quantity You've perfected your kissing technique and can knock anyone's socks off And you're adaptable, giving each partner what they crave When it comes down to it, your kisses are truly unforgettable |
|
What Your Soul Really Looks Like |
![]() You are a warm hearted and open minded person. It's easy for you to forgive and forget. You are a very grounded, responsible, and realistic person. People may not want to hear the truth from you, but they're going to get it. You believe that people see you as larger than life and important. While this is true, they also think you're a bit full of yourself. Your near future is still unknown, and a little scary. You'll get through wild times - and you'll textually enjoy it. For you, falling in love is all about the adventure and uncertainty. You can only fall in love with someone who keeps you guessing. |
|
You Should Be A Poet |
![]() You craft words well, in creative and unexpected ways. And you have a great talent for evoking beautiful imagery... Or describing the most intense heartbreak ever. You're already naturally a poet, even if you've never written a poem. |
|
You Are Chocolate Chip Ice Cream |
![]() You are kind, popular, and generous. You tend to be successful at anything you try. A social butterfly, you are great at entertaining a crowd. You are most compatible with strawberry ice cream. |
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Your Career Type: Enterprising |
![]() You are engertic, ambitious, and sociable. Your talents lie in politics, leading people, and selling things or ideas. You would make an excellent: Auctioneer - Bank President - Camp Director City Manager - Judge - Lawyer Recreation Leader - Real Estate Agent - Sales Person School Principal - Travel Agent - TV Newscaster The worst career options for your are investigative careers, like mathematician or architect. |
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Your Chances of Being a Multimillionaire: 76% |
![]() You have a good chance of being a multimillionaire. Better than most people. You simply have a natural knack for money and the personality for success. |
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Your Body Image is 0% Unhealthy, 100% Healthy |
![]() You have a great body image. You know that no one looks perfect, and you're happy the way you are. Also, you don't judge other people on their looks... and it helps them feel better about their own bodies! |
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Your Blog Should Be Purple |
![]() You're an expressive, offbeat blogger who tends to write about anything and everything. You tend to set blogging trends, and you're the most likely to write your own meme or survey. You are a bit distant though. Your blog is all about you - not what anyone else has to say. |
So. Nun hab ich genug von mir gehört. Morgen bloggen wir dann wieder selbst. Gute Nacht. Und Vielen Dank an den Herrn Biochemiker, der mir dieses Süppchen eingebrockt hat.

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