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Sonntag, 23. Juli 2006
Vigilanz oder Ich "B"
cabman, 01:45h
Fäkalsprache, so mit Pisse, Kacke, Scheisse, oder auch die primärgeschlechtsteilorientierte Variante ist meine Sache nicht. Ab und an schreibe ich sehr wohl das eine oder andere schlimme Wort, aber nur, um die Dramatik der Situation zu unterstreichen. Sonst geht mir all das am Arsch vorbei.
Schlimmer als ditte sind allerdings so verhutzelte Leute, die in ihren frischgewienerten Elfenbeintürmchen hinter der Gardine des elaborierten Sprachcodes sitzen und allerlei Nichtigkeit zu pompöser Wichtigkeit hochstilisieren. Da fliegen dann Worte, die keiner kennt und auch keiner kennen will, weil sie ja keiner kennt und man sich mittels ihrer nur schwer verständlich machen kann. Verständnislose Blicke erhasche ich genug, da binde ich mir doch nicht die Bürde auf, mich auch noch erklären zu müssen, denn mir ist ja wichtig, dass man mich versteht.
Nun pflüge ich so durchs Netz, lese hier, lese da und stelle erschreckt fest, dass es scheinbar einen Trend zur Aus- und Abgrenzung durch die Macht des geschriebenen Wortes gibt und frage mich, was das alles soll? In großspurigen Tönen werden Dinge doziert, die bei allgemeinverständlicher Sprache so lächerlich unwichtig wären, dass James sie schon als profan bezeichnen könnte, würde er sich damit nicht gerade ins Bein schießen, was einem Shooter ja nicht gut steht. Bei all der Effekthascherei wird gern und oft die Tatsache verkannt, dass gequirlter Mist auch mit schicker Verpackung gequirlter Mist bleibt und selbst die längste aller Aneinanderreihungen von hochwissenschaftlichen Worten erstmal mit Sinn gefüllt sein möchte. Die Sinnhaftigkeit des Ganzen stelle ich demzufolge in Frage und behaupte, es geht dabei nur darum, andere dumm aussehen zu lassen. Wenn es so sein sollte, nehme ich das sportlich, reihe mich in die Riege der Dummen und Schwachen und ruf den Verhutzelten zu, die da hoch oben selbstgefällig und mit schweissigem Antlitz gönnerhaft zu mir runter winken:
Klug ist der, der es vermag komplexe Dinge in einfachen Worten zu erklären oder zu beschreiben, dies zu können muss man kein Didaktiker sein, was ich jetzt bewusst schrieb, nur mal um zu zeigen, dass ich euch verstehe, zumindest rein inhaltlich, auch wenn ihr das vielleicht gar nicht wollt?!
Dumm ist hingegen der, der Dummes tut, das ist bekannt, und wer sitzt schon bei 39 Grad ganz oben im stickigen Türmchen?
Mit B-revolutionärem offbeat Gruß, Salutes!
Schlimmer als ditte sind allerdings so verhutzelte Leute, die in ihren frischgewienerten Elfenbeintürmchen hinter der Gardine des elaborierten Sprachcodes sitzen und allerlei Nichtigkeit zu pompöser Wichtigkeit hochstilisieren. Da fliegen dann Worte, die keiner kennt und auch keiner kennen will, weil sie ja keiner kennt und man sich mittels ihrer nur schwer verständlich machen kann. Verständnislose Blicke erhasche ich genug, da binde ich mir doch nicht die Bürde auf, mich auch noch erklären zu müssen, denn mir ist ja wichtig, dass man mich versteht.
Nun pflüge ich so durchs Netz, lese hier, lese da und stelle erschreckt fest, dass es scheinbar einen Trend zur Aus- und Abgrenzung durch die Macht des geschriebenen Wortes gibt und frage mich, was das alles soll? In großspurigen Tönen werden Dinge doziert, die bei allgemeinverständlicher Sprache so lächerlich unwichtig wären, dass James sie schon als profan bezeichnen könnte, würde er sich damit nicht gerade ins Bein schießen, was einem Shooter ja nicht gut steht. Bei all der Effekthascherei wird gern und oft die Tatsache verkannt, dass gequirlter Mist auch mit schicker Verpackung gequirlter Mist bleibt und selbst die längste aller Aneinanderreihungen von hochwissenschaftlichen Worten erstmal mit Sinn gefüllt sein möchte. Die Sinnhaftigkeit des Ganzen stelle ich demzufolge in Frage und behaupte, es geht dabei nur darum, andere dumm aussehen zu lassen. Wenn es so sein sollte, nehme ich das sportlich, reihe mich in die Riege der Dummen und Schwachen und ruf den Verhutzelten zu, die da hoch oben selbstgefällig und mit schweissigem Antlitz gönnerhaft zu mir runter winken:
Klug ist der, der es vermag komplexe Dinge in einfachen Worten zu erklären oder zu beschreiben, dies zu können muss man kein Didaktiker sein, was ich jetzt bewusst schrieb, nur mal um zu zeigen, dass ich euch verstehe, zumindest rein inhaltlich, auch wenn ihr das vielleicht gar nicht wollt?!
Dumm ist hingegen der, der Dummes tut, das ist bekannt, und wer sitzt schon bei 39 Grad ganz oben im stickigen Türmchen?
Mit B-revolutionärem offbeat Gruß, Salutes!

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Freitag, 21. Juli 2006
Langweiliger Freitag
cabman, 19:25h
Scheiss Sommerzeit, ehrlich. Die Langsamkeit hier nervt mich, heut besonders.
Nichts bewegt sich, alles steht. Neulich noch Sperrfeuer am Telefon und heute Totentanz. Ich dachte ja, es pendelt sich aus, wenn man zurück ist. Tut es aber nicht. Ich steh noch immer unter Strom, will so gern alles erledigen. Das kann ich aber nicht, weil alle im Urlaub sind. Alle. Da ruft man hier an, ruft da an und kriegt allerorten zu hören: Der/Die kommt in 2 Wochen wieder. Prima. Warte ich halt, obwohl es mir verhasst ist.
Die Japaner sind da. Gut, wenigstens ein Termin, leider nicht meiner. Maria sieht müde aus. Die sitzen schon seid heute Morgen zusammen. Ich hab se ja gefragt, nein angebettelt, das ich mit ins Meeting will. Bisschen querschiessen, Rückendeckung geben. Wollte se nicht, weil die Japaner zu Zweit sind und Maria schon 2 andere Adjudanten, PR und Reeder himself hat. Verhandlungspsychologie, sachte se. Aha. Wieder was gelernt. Alle Sachen sind in der Post. Verträge geschrieben, Außendienste verarztet, Termine stehen, die nächsten Reisen gebucht und nu? Warten.
Die Bloggeristen sind auch verdächtig still, die Deutschlandtour wird auch nichts, also rufe ich den HG an.
Der sacht ich soll mal Urlaub machen. „Wo denn?“ frage ich.
„Du könntest nach Wien kommen und in meinem Haus im Waldviertel wohnen.“
Keine schlechte Idee, gerade mit Gedanken an die DieDu. Die hat sich aber och nicht gemeldet.
„Ich werde keinen Urlaub nehmen.“ Hat sie mir noch mitgegeben, letztes Wochenende, das schon wieder soweit weg scheint. Sie hat auch wirklich viel zu tun, Glückliche.
Kann jetzt bitte Herbst sein, mit all seinen Messen und Jahresgesprächen. Bitte.
Check ich meine Spesenabrechnung, fehlt da Geld, ruf ich in der Buchhaltung an und krieg zu hören, die Verantwortliche sei im Urlaub.
„Versteh ich.“ Sag ich. „Wer ist denn die Vertretung?“
„Ich.“
„Dann haben wir ja kein Problem.“
„Ich weiß nicht ob ich das kann.“
„Wieso bist Du dann Vertretung?“ So etwas nervt mich, unendlich und ist so typisch schwedisch. Nur keine Verantwortung tragen nur nichts entscheiden, immer brav warten. Die Kohle bekomm ich jetzt doch, weil ich mich nicht gleich ergebe.
„Du müsstest viel ruhiger werden hat das himbeerchen in Wien gesagt.“
Ich hab’s probiert, ehrlich, geht aber gerade nicht und kann ich bei den Kollegen auch nicht.
Dann rief P an
„Wie geht es Ihnen.“
„Gut. Und Ihnen.“
„Danke gut.“
„Wo sind Sie denn gerade?“
„Stockholm und Sie?“
„In meinem Homeoffice.“
„Soll ja sehr heiss sein bei Ihnen.“
„Stimmt. Gestern 39 Grad. Aber das ist gut fürs Geschäft.“
„Glaub ich Ihnen.“
„Sagen Sie Herr Cabman, Sie wissen warum ich anrufe?“
„Klar, ich bin informiert. Ist ja unser Job, nicht? Informationen verarbeiten.“
„Ich sachs gerade raus: Ich würde Sie gern wieder haben.“
„Weiss ich, haben Sie mir schon das letzte Mal gesagt, wenn auch durch die Blume“
„Und?“
„Bislang haben Sie sich inhaltlich gar nicht geäußert. Oder?“
„Sollten wir das am Telefon machen? Mir geht es um die Grundsätzlichkeit.“
„Grundsätzlich höre ich mir immer alles an. Habe ich von Ihnen gelernt.“
„Ganz der alte James. Wann sind Sie dann in Deutschland?“
„Beruflich Mitte Ende August. Privat ginge eher.“
„Mitte August passt mir, ich geh jetzt nämlich in den Urlaub.“
„Ach, da freu ich mich aber.“
„Wo wollen wir uns treffen?“
„Na nicht bei ihnen in der Firma, da treffe ich dann noch den, den Sie rausschmeißen.“
„Woher wissen Sie das denn?“
„Quellen und Interesse. Ich habe ja noch immer Freunde bei Ihnen.“
„Richtig, ich kann mir schon denken wo das herkommt.“
„Das glaube ich Ihnen sogar.“
„Ich könnte Sie hier auch gar nicht einlaufen lassen, das gibt sofort Gerüchte. Was halten Sie von dem Rastplatz wo ich meinen Führerschein loswurde, an dem und dem Tag um 17.00 Uhr?“
„Ich schau mal. Ja, das sollte klappen.“
„Na gut. Dann sehen wir uns da. Schönen Urlaub und schönen Tag.“
„Danke dasselbe und grüssen Sie den Matze.“
„Wusste ichs doch.“ Lach.
„Was dachten Sie denn? Tschüss.“ Lach.
„Tschüss.“
Tja. Was zum Nachdenken fürs Wochenende, läuft alles in die richtige Richtung. Matze und ich arbeiten schon mal sehr gut zusammen, wie früher auch schon. Das passt. Grosse Räder muss man drehen wollen und dann noch können. Natürlich muss man aufpassen, dass sie einen nicht überrollen, aber das ist ne Trainingsfrage. Und dann muss man noch wissen, wo die zu finden sind. Oder wie ich der Himbeere sagte, wenn du heute weißt, wo du morgen sein willst, weißt du auch in welche Richtung du losgehen musst. Dass wissen aber nicht alle. Und da liegt das Problem. Die eiern dann wie besoffen durch nen Irrgarten statt sich 5 Minuten zu überlegen, wo der Ausgang sein könnte.
Maria kommt aus dem Meeting.
„Und seid ihr fertig?“
„Nee und die schlimmsten Punkte stehen noch aus.“
„Wird ne lange Nacht?“
„Scheint so. Und immer wenn es ernst wird, verstehen sie auf einmal kein Englisch. Hätte ich dich mal mitgenommen.“
„Ich spreche kein Japanisch.“
„Nee, aber du hast immer so lockere Sprüche drauf, da würden die sich schon verraten.“
„Verhandlungspsychologie?“
„Ach James, sei nicht sauer.“
„Bin ich nicht. Wenn wir uns nicht mehr sehen sollten, wünsche ich dir schon mal nen schönen Urlaub und ruf mich an wegen Donnerstag. Du boxt das Ding hier schon durch.“
„Ja. Ich wünsch Dir auch nen schönen Urlaub und wir sehen uns dann im August. Wo fährst Du denn hin?“
„Keine Ahnung.“
„Bitte nicht Malle. Da kommst du wieder wie der Tot auf Latschen zurück.“
„Nee. Nicht Malle, aber vielleicht zu HG.“
„Jetzt bin ich neidisch. Etwa ins Waldviertel?“
„Ja.“
„Hau ab.“
„Tschüss.“
„Tschüss.“
So. Nur ein bisschen bloggen, verfliegt die Langeweile auch. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
Nichts bewegt sich, alles steht. Neulich noch Sperrfeuer am Telefon und heute Totentanz. Ich dachte ja, es pendelt sich aus, wenn man zurück ist. Tut es aber nicht. Ich steh noch immer unter Strom, will so gern alles erledigen. Das kann ich aber nicht, weil alle im Urlaub sind. Alle. Da ruft man hier an, ruft da an und kriegt allerorten zu hören: Der/Die kommt in 2 Wochen wieder. Prima. Warte ich halt, obwohl es mir verhasst ist.
Die Japaner sind da. Gut, wenigstens ein Termin, leider nicht meiner. Maria sieht müde aus. Die sitzen schon seid heute Morgen zusammen. Ich hab se ja gefragt, nein angebettelt, das ich mit ins Meeting will. Bisschen querschiessen, Rückendeckung geben. Wollte se nicht, weil die Japaner zu Zweit sind und Maria schon 2 andere Adjudanten, PR und Reeder himself hat. Verhandlungspsychologie, sachte se. Aha. Wieder was gelernt. Alle Sachen sind in der Post. Verträge geschrieben, Außendienste verarztet, Termine stehen, die nächsten Reisen gebucht und nu? Warten.
Die Bloggeristen sind auch verdächtig still, die Deutschlandtour wird auch nichts, also rufe ich den HG an.
Der sacht ich soll mal Urlaub machen. „Wo denn?“ frage ich.
„Du könntest nach Wien kommen und in meinem Haus im Waldviertel wohnen.“
Keine schlechte Idee, gerade mit Gedanken an die DieDu. Die hat sich aber och nicht gemeldet.
„Ich werde keinen Urlaub nehmen.“ Hat sie mir noch mitgegeben, letztes Wochenende, das schon wieder soweit weg scheint. Sie hat auch wirklich viel zu tun, Glückliche.
Kann jetzt bitte Herbst sein, mit all seinen Messen und Jahresgesprächen. Bitte.
Check ich meine Spesenabrechnung, fehlt da Geld, ruf ich in der Buchhaltung an und krieg zu hören, die Verantwortliche sei im Urlaub.
„Versteh ich.“ Sag ich. „Wer ist denn die Vertretung?“
„Ich.“
„Dann haben wir ja kein Problem.“
„Ich weiß nicht ob ich das kann.“
„Wieso bist Du dann Vertretung?“ So etwas nervt mich, unendlich und ist so typisch schwedisch. Nur keine Verantwortung tragen nur nichts entscheiden, immer brav warten. Die Kohle bekomm ich jetzt doch, weil ich mich nicht gleich ergebe.
„Du müsstest viel ruhiger werden hat das himbeerchen in Wien gesagt.“
Ich hab’s probiert, ehrlich, geht aber gerade nicht und kann ich bei den Kollegen auch nicht.
Dann rief P an
„Wie geht es Ihnen.“
„Gut. Und Ihnen.“
„Danke gut.“
„Wo sind Sie denn gerade?“
„Stockholm und Sie?“
„In meinem Homeoffice.“
„Soll ja sehr heiss sein bei Ihnen.“
„Stimmt. Gestern 39 Grad. Aber das ist gut fürs Geschäft.“
„Glaub ich Ihnen.“
„Sagen Sie Herr Cabman, Sie wissen warum ich anrufe?“
„Klar, ich bin informiert. Ist ja unser Job, nicht? Informationen verarbeiten.“
„Ich sachs gerade raus: Ich würde Sie gern wieder haben.“
„Weiss ich, haben Sie mir schon das letzte Mal gesagt, wenn auch durch die Blume“
„Und?“
„Bislang haben Sie sich inhaltlich gar nicht geäußert. Oder?“
„Sollten wir das am Telefon machen? Mir geht es um die Grundsätzlichkeit.“
„Grundsätzlich höre ich mir immer alles an. Habe ich von Ihnen gelernt.“
„Ganz der alte James. Wann sind Sie dann in Deutschland?“
„Beruflich Mitte Ende August. Privat ginge eher.“
„Mitte August passt mir, ich geh jetzt nämlich in den Urlaub.“
„Ach, da freu ich mich aber.“
„Wo wollen wir uns treffen?“
„Na nicht bei ihnen in der Firma, da treffe ich dann noch den, den Sie rausschmeißen.“
„Woher wissen Sie das denn?“
„Quellen und Interesse. Ich habe ja noch immer Freunde bei Ihnen.“
„Richtig, ich kann mir schon denken wo das herkommt.“
„Das glaube ich Ihnen sogar.“
„Ich könnte Sie hier auch gar nicht einlaufen lassen, das gibt sofort Gerüchte. Was halten Sie von dem Rastplatz wo ich meinen Führerschein loswurde, an dem und dem Tag um 17.00 Uhr?“
„Ich schau mal. Ja, das sollte klappen.“
„Na gut. Dann sehen wir uns da. Schönen Urlaub und schönen Tag.“
„Danke dasselbe und grüssen Sie den Matze.“
„Wusste ichs doch.“ Lach.
„Was dachten Sie denn? Tschüss.“ Lach.
„Tschüss.“
Tja. Was zum Nachdenken fürs Wochenende, läuft alles in die richtige Richtung. Matze und ich arbeiten schon mal sehr gut zusammen, wie früher auch schon. Das passt. Grosse Räder muss man drehen wollen und dann noch können. Natürlich muss man aufpassen, dass sie einen nicht überrollen, aber das ist ne Trainingsfrage. Und dann muss man noch wissen, wo die zu finden sind. Oder wie ich der Himbeere sagte, wenn du heute weißt, wo du morgen sein willst, weißt du auch in welche Richtung du losgehen musst. Dass wissen aber nicht alle. Und da liegt das Problem. Die eiern dann wie besoffen durch nen Irrgarten statt sich 5 Minuten zu überlegen, wo der Ausgang sein könnte.
Maria kommt aus dem Meeting.
„Und seid ihr fertig?“
„Nee und die schlimmsten Punkte stehen noch aus.“
„Wird ne lange Nacht?“
„Scheint so. Und immer wenn es ernst wird, verstehen sie auf einmal kein Englisch. Hätte ich dich mal mitgenommen.“
„Ich spreche kein Japanisch.“
„Nee, aber du hast immer so lockere Sprüche drauf, da würden die sich schon verraten.“
„Verhandlungspsychologie?“
„Ach James, sei nicht sauer.“
„Bin ich nicht. Wenn wir uns nicht mehr sehen sollten, wünsche ich dir schon mal nen schönen Urlaub und ruf mich an wegen Donnerstag. Du boxt das Ding hier schon durch.“
„Ja. Ich wünsch Dir auch nen schönen Urlaub und wir sehen uns dann im August. Wo fährst Du denn hin?“
„Keine Ahnung.“
„Bitte nicht Malle. Da kommst du wieder wie der Tot auf Latschen zurück.“
„Nee. Nicht Malle, aber vielleicht zu HG.“
„Jetzt bin ich neidisch. Etwa ins Waldviertel?“
„Ja.“
„Hau ab.“
„Tschüss.“
„Tschüss.“
So. Nur ein bisschen bloggen, verfliegt die Langeweile auch. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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Mail vom Aussendienst
cabman, 17:00h
Moin,
Habe für uns vom 22.-23.08.06 ein Hotelzimmer in Berlin reserviert. Kann aber noch storniert werden.
Grüße
T.
Habe für uns vom 22.-23.08.06 ein Hotelzimmer in Berlin reserviert. Kann aber noch storniert werden.
Grüße
T.

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Aller Anfang ist schwer!
cabman, 15:59h
So. Aufgrund mangelnden Interesses, ist die Jame The Traveller Cabman Deutschlandtournee eingestellt. Nee, nicht wegen mangelnden Interesses sondern wegen unterschiedlicher Lebenstakte. Ich werde aber trotzdem nach Berlin fahren, wahrscheinlich, und frage deswegen ganz artig, ob mir jemand aus der Berlinfraktion einen Nightlife Tip mitgeben kann? Bisschen Hotten, bisschen Hefe, nicht so exponiert, kuschelig vielleicht, was zum Tanzen, halt was für ältere Leute und um mit de DieDu Spass zu haben, wenn se denn mitkommt, denn se hat nen sackvoll zu tun. Vorschläge, gern auch mit Adresse, sind mehr als willkommen. Danke.

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Donnerstag, 20. Juli 2006
Matroschka, ein Paukenschlägchen
cabman, 18:02h

Übrigens würde sich meine alte Deutschlehrerin sehr freuen, über ditte hier, denn sie sagte immer: “James, ich weiss, dass du mehr kannst. Du bist nur faul.“ Stimmt. Aber Die verlorene Ehre der Katharina Blum habe ich gelesen, wie alle Bücher, die sie uns aufgab und fand es richtig Scheisse, aber die Repetition darüber ist mir sehr gelungen und im Abschlusszeugnis hat sie mir doch ne Zwei gegeben, weil sie mich nämlich ein bisschen mochte. Ich sie auch, ne ganz komische Beziehung. Und nun zur Sache, Du Puppe!
James: Klar kauf ich dir die Uhr. Sie ist schick.
Antike: Ja, nicht? Wann bist du denn wieder unterwegs?
James: Keine Ahnung. Aber sach mal, wo hast du die denn gefunden?
Antike: Im Uhrengeschäft in der Kungsgatan
James: Und wieso kaufen wir die nicht da?
Antike: Ist zu teuer.
James: Ach Quatsch, gönn dir mal was und sei nicht so knauserig.
Antike: Das musst Du gerade sagen!
Bis hier kam noch nichts mit Iah vor, war wenig polarisierend, da freuen sich die, und ich bin mir sicher, dass es die gibt, Blog-Beobachter der Verlagskonglomerate. Bitte schön, ihr könnt euch noch nen Kaffe holen, es wird auch nicht schlimmer. Und solltet ihr darüber nachdenken, mich in Naturalien zu bezahlen, schrei ich laut: Her mit den grünen Schlüpper, denn es ist ja nur eine Frage was man daraus macht:
Ich würde die an einen kongolesischen Befreiungsarmeekindersoldatenfickergeneral verkloppen. Der kann sich daraus Tarnnetze nähen, um die EU-Entwicklungsgelder, die sich in Form von AK47 im Dschungel verstecken, noch mehr zu verstecken. Als Bezahlung nehme ich gern und dankend die raubabgebauten goldenen Nuggets und die verscheuere ich an die ungarische Zahnarztmafia. Von denen bekomm ich dann einen Container Nutten, die ich 50/50 nach Österreich und Berlin verticke. In Österreich bekomm ich (Iah)Mozartkugeln und in Berlin ne Baugenehmigung. Die (Iah)Mozartkugel gehen gegen Cash in die USA, um deren Fettleibigkeit behilflich zu sein und die schmatzende Frage:Oh, is it European? würde ich beantworten: Eine Frage ihrer Perspektive, Mr Bush! Die Baugenehmigung geht gegen 30.000 Johgurtbecher an einen Konzern, den Joghurt verhökere ich an spanische Diskotheken, weil auch Joghurtpartys hip werden können, die leeren Becher schicke ich an den Nordpol, da können sich die Inuit den Iglo schön verklinkern. Jede Stufe der supply chain kalkuliere ich mit 56% margin und geh gutgelaunt in den (Iah)Porschesupermarkt. Und für alle Gutmenschenhühnchen, die jetzt schon wieder mit geschürzten Lippen und krauseliger Stirn hinter ihrem luminiszierenden Bildschirmen sitzen, nagelfeilend, damit sie gleich bestürzte Kommentare einhacken können: Dat war Ironie.
Im Übrigen finde ich, ist dies ein schulbuchtaugliches Beispiel für globalen Handel und sollte in keinem Lehrbuch fehlen.
Ich wollte halt einfach nicht so viel bezahlen und ich werde jetze auch nicht die Werttheorie auspacken, hat aber damit was zu tun.
Die Hose habe ich nicht gekauft, mich drüber geärgert und der Antiken immer die Ohren voll genölt, weil die ja nun gut zu diesem oder jenen passen würde, was die irgendwie beschwerlich fand.
Letztes Wochenende kam se dann nachhause, die Antike und da knallt sie mir ne Tüte auf den Tisch, begleitet von den charmanten Worten: „Dein Arsch scheint ja nicht fetter geworden zu sein, sollte dir also passen. Und vielen Dank für die Depeche Mode Karten.“
Da war ich baff, habe mich gefreut, Hose passt auch und ein schönes Beispiel meiner Theorie: Erst geben, dann bekommen, denn alles ist im flow. Der olle Franz hat ja auch erst den Berg verschenkt und danach ein ganzes Kaiserreich bekommen, oder? Berge habe ich nicht, aber die letzte Püppi:
Nach unserem Intermezzo hatte ich vier unbeantwortete Anrufe auf dem Handy und zwar von der Antiken und dann rief sie mich im Bus an:
Antike: Wegen der Uhr, brauchste nicht mehr kaufen.
James: Hast du sie schon gekauft?
Antike: Nee, ich habe deine genommen.
James: Ist ok.
Antike: Die goldene Iah Glashütte.
James: Macht ja nichts.
Antike: Aber du? Ich habe die auch umbauen lassen.
James: Oh.
Antike: Bist de sauer? Ich habe ein paar Mal angerufen und wollte fragen, aber du antwortest ja nie.
James: Nee, ich bin nicht sauer, dann schenk ich sie dir jetzt, damit du immer an mich denkst, wenn de mal wieder arschig zu mir bist.
Antike: Und du an mich.
Und dann müssen wir beide lachen und das sind so die Aktionen, Hose und Uhr, für die ich sie mal liebte.
Tja. Mal sehen, was ich für die Uhr bekomme, ich erwarte aber nix.
So liebe Freunde aus Zuffenhausen, Ihr habt es ja sicher mitbekommen, hier gab es Vorgeplänkel, die Uhr als Rahmenhandlung und einen Matroschkakern. Ich denk das ist so weit ok und ich nehme dann 300gr Porsche 911 GT3, nicht geschnitten, sondern am Stück. Dazu 250gr Aufkleber in Spiegelschrift Vorne: „Du bist nur eine Opel.“ Und für hinten noch 100gr „Achtung! Kater on board“ Danke und bitte alles einpacken, denn ich muss noch weiter.

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