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Freitag, 18. August 2006
Schönes Wochenende
cabman, 12:40h
Die Zeit vergeht wie im Flug, hör ihr zu, sie wird dir erzählen was zu tun ist.
Die Colts sind geputzt, es ist noch Platz für Kerben. Das Halfter ist gefettet, die 190 Pferde vor der Tür habe ich schon gestern gefüttert. Bereite dich vor. Sei bereit.
Die letzten zwei Tage habe ich Munition gesammelt, reichlich. Statistiken gefahren, Umsätze bewertet, Logistikprobleme gewälzt. Die Weichen sind gestellt, das Feuer, welches im Urlaub glimmte, ist zu beachtlicher Größe entfacht. Ich brenne lichterloh. Das Kribbeln ist wieder da, ich brauch es auch, brauche das Adrenalin, brauch die besten Gegner. An ihnen wächst man. Verliert man, so war es gegen den Besten und auch daran wächst man. Keine Schande. Da steht man auf, klopft sich den Staub vom Hemd und probiert neu. Am Montag treffe ich DieDu. Hat sie einen guten Tag, ist sie eine der Besten, die ich kenne. Für sie habe ich auch scharf geladen, aber ich bin begrenzt, die Munition muss sparsam verwandt werden, das kümmert mich nicht. Man kann tausend Schüsse abgeben und doch nicht treffen, man kann mit einer Kugel siegen. Diese Schiesserei wird aber anders sein. Ich werde sie professionell hinter mich bringen. Keine Emotionen. Sie wären hier fehl am Platz. Danach habe ich noch eine Schiesserei, eine sehr wichtige. Österreich, meine Herausforderung, zumindest am kommenden Montag.
Ich hör die Nacht rufen, sie ist meine Sirene. Wo andere die Ohren versperren mögen, richtet der Kater sie auf. Ich folge ihr, ich bin süchtig, nicht immer, aber ab und an. Heute ist es Zeit, Zeit zu gehen, ihr zu folgen. Ich will es, ich mach es. Es ist schon lange her. Ich spüre wie es mich drängt, mich zieht. Würde ich dem nicht nachgeben, so würde ich zerrissen. Wenn ich lande, wird sie mich schon umschlossen haben. Sie wird da sein und ich werde sie umarmen, werde mich von ihr treiben lassen. Ist DieDu dabei, extragut. Ist Diedu nicht dabei, dann sollte es nicht sein. Ich muss aber. Vielleicht treffe ich eine Schöne der Nacht. Ich werde mich belügen und berauschen. Die Nachtgaukler sind mir die Liebsten. Sie sind alle grau, ich kann es dann auch sein.
So packe ich die Satteltaschen, fühle mich gut, denn die Zeit des Wartens hat ein Ende. Dies ist nur der Anfang eines heißen Herbst. Es kann nicht heiß genug sein, wer Stahl schmieden will braucht Feuer.
Das Weblog hier mach ich zu, für kurze Zeit. Wir sehen uns wieder, keine Frage. Wahrscheinlich schon Montag. Ich will es ja alle wissen lassen, wie es mir erging. Auch wenn so Leute sagen, sie schrieben hier nur für sich. Bullshit. Ich schreibe hier für mich und für EUCH, will euch teilhaben lassen und eure Reaktion. Ich will lesen was ihr zu sagen habt und was ihr erlebt. Ihr seid mir wichtig. Machte ich es nur für mich, schriebe ich es in eine Kladde. Ich ertappe mich, wie ich Bloggersprache in den täglichen Wortschatz aufnehme. Ich rede vom Scho Schonenland und niemand versteht mich. Ich sage: Bueffel hat dies gesagt, Kuhlumbus jenes und schluesselkind dieses und alle anderen die da unten stehen meinten ditt und datt. Mein Blog, mein Leben? Mein Leben für den Blog? Alles egal. Auf die Freunde!
Ich muss gehen, die Zeit vergeht wie im Flug, sie ruft nach mir und ich erhöre sie. Ein anderes Mal werde ich hier von Admira aus Bosnien berichten. Sie ist 24, arbeitet neu bei uns im Lager. Sie ist wunderschön und so niedergeschlagen. Ich werde ihr helfen. Ich habe es versprochen, denn ich rede mit allen, ob am Band, im Lager, die Logistiker, ich rede mit allen. Ich hole sie alle ab wo sie stehen. Deswegen mögen sie mich, deswegen helfen sie mir. So wie in den letzten zwei Tagen.
Die Colts sind geputzt und geladen. Fingerübungen habe ich gemacht. Ich nehme die besten Wünsche des Controllers mit. Glück brauchst du nicht, sagte er zu mir. Oh doch. Es gehört immer auch Glück dazu und manchmal kann man es auch erzwingen. Diesmal aber nicht.
Die Colts sind geputzt, es ist noch Platz für Kerben. Das Halfter ist gefettet, die 190 Pferde vor der Tür habe ich schon gestern gefüttert. Bereite dich vor. Sei bereit.
Die letzten zwei Tage habe ich Munition gesammelt, reichlich. Statistiken gefahren, Umsätze bewertet, Logistikprobleme gewälzt. Die Weichen sind gestellt, das Feuer, welches im Urlaub glimmte, ist zu beachtlicher Größe entfacht. Ich brenne lichterloh. Das Kribbeln ist wieder da, ich brauch es auch, brauche das Adrenalin, brauch die besten Gegner. An ihnen wächst man. Verliert man, so war es gegen den Besten und auch daran wächst man. Keine Schande. Da steht man auf, klopft sich den Staub vom Hemd und probiert neu. Am Montag treffe ich DieDu. Hat sie einen guten Tag, ist sie eine der Besten, die ich kenne. Für sie habe ich auch scharf geladen, aber ich bin begrenzt, die Munition muss sparsam verwandt werden, das kümmert mich nicht. Man kann tausend Schüsse abgeben und doch nicht treffen, man kann mit einer Kugel siegen. Diese Schiesserei wird aber anders sein. Ich werde sie professionell hinter mich bringen. Keine Emotionen. Sie wären hier fehl am Platz. Danach habe ich noch eine Schiesserei, eine sehr wichtige. Österreich, meine Herausforderung, zumindest am kommenden Montag.
Ich hör die Nacht rufen, sie ist meine Sirene. Wo andere die Ohren versperren mögen, richtet der Kater sie auf. Ich folge ihr, ich bin süchtig, nicht immer, aber ab und an. Heute ist es Zeit, Zeit zu gehen, ihr zu folgen. Ich will es, ich mach es. Es ist schon lange her. Ich spüre wie es mich drängt, mich zieht. Würde ich dem nicht nachgeben, so würde ich zerrissen. Wenn ich lande, wird sie mich schon umschlossen haben. Sie wird da sein und ich werde sie umarmen, werde mich von ihr treiben lassen. Ist DieDu dabei, extragut. Ist Diedu nicht dabei, dann sollte es nicht sein. Ich muss aber. Vielleicht treffe ich eine Schöne der Nacht. Ich werde mich belügen und berauschen. Die Nachtgaukler sind mir die Liebsten. Sie sind alle grau, ich kann es dann auch sein.
So packe ich die Satteltaschen, fühle mich gut, denn die Zeit des Wartens hat ein Ende. Dies ist nur der Anfang eines heißen Herbst. Es kann nicht heiß genug sein, wer Stahl schmieden will braucht Feuer.
Das Weblog hier mach ich zu, für kurze Zeit. Wir sehen uns wieder, keine Frage. Wahrscheinlich schon Montag. Ich will es ja alle wissen lassen, wie es mir erging. Auch wenn so Leute sagen, sie schrieben hier nur für sich. Bullshit. Ich schreibe hier für mich und für EUCH, will euch teilhaben lassen und eure Reaktion. Ich will lesen was ihr zu sagen habt und was ihr erlebt. Ihr seid mir wichtig. Machte ich es nur für mich, schriebe ich es in eine Kladde. Ich ertappe mich, wie ich Bloggersprache in den täglichen Wortschatz aufnehme. Ich rede vom Scho Schonenland und niemand versteht mich. Ich sage: Bueffel hat dies gesagt, Kuhlumbus jenes und schluesselkind dieses und alle anderen die da unten stehen meinten ditt und datt. Mein Blog, mein Leben? Mein Leben für den Blog? Alles egal. Auf die Freunde!
Ich muss gehen, die Zeit vergeht wie im Flug, sie ruft nach mir und ich erhöre sie. Ein anderes Mal werde ich hier von Admira aus Bosnien berichten. Sie ist 24, arbeitet neu bei uns im Lager. Sie ist wunderschön und so niedergeschlagen. Ich werde ihr helfen. Ich habe es versprochen, denn ich rede mit allen, ob am Band, im Lager, die Logistiker, ich rede mit allen. Ich hole sie alle ab wo sie stehen. Deswegen mögen sie mich, deswegen helfen sie mir. So wie in den letzten zwei Tagen.
Die Colts sind geputzt und geladen. Fingerübungen habe ich gemacht. Ich nehme die besten Wünsche des Controllers mit. Glück brauchst du nicht, sagte er zu mir. Oh doch. Es gehört immer auch Glück dazu und manchmal kann man es auch erzwingen. Diesmal aber nicht.

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Sag: Ich will
cabman, 02:03h
Früher ist mir beigebracht wurden, es wäre unhöflich zu sagen: Ich will.... Früher war ich oft ganz hinten, ganz unten, am Arsch. Heute sage ich hemmungslos und laut:
Ich will was
Was will ich
Ich will Post
Ich will melancholisch sein
Ich will alles
Ich will gar nichts
Ich will was anderes
Ich will arbeiten
Ich will das Wochenende wird
Ich will feiern
Ich will fliegen
Ich will mich betrinken
Ich will nicht hier sein
Ich will mehr
Ich will weiter
Ich will küssen
Ich will schneller sein
Ich will gewinnen
Ich will nicht Letzter sein
Ich will lieben dürfen
Ich will weg sein
Ich will das morgen wird
Ich will heute träumen
Ich will klug sein
Ich will gerissen sein
Ich will gut sein
Ich will weinen dürfen
Ich will traurig sein dürfen
Ich will keine Fehler machen
Ich will dabei sein
Ich will vorn sein
Ich will lieb sein
Ich will verstehen
Ich will zuhören
Ich will ratgeben
Ich will Rat erhalten
Ich will lernen
Ich will bloggen
Ich will gütig sein
Ich will zornig sein
Ich will kein Glaskinn haben
Ich will immer
Ich will nie
Ich will gehört werden
Ich will tanzen, die ganze Nacht
Ich will die schönste aller Nächte
Ich will Freundschaft
Ich will starke, die besten Feinde
Ich will rücksichtsvoll sein
Ich will erbarmungslos sein
Ich will weich sein
Ich will hart sein
Ich will lachen
Ich will nichts entschuldigen
Ich will vieles entschuldigen
Ich will stark sein
Ich will, das ich was will
Ich will, was ich will
Ich will all das, denn das ist Leben. Mein Leben, nicht dein Leben. Ich will Leben.
Ich will was
Was will ich
Ich will Post
Ich will melancholisch sein
Ich will alles
Ich will gar nichts
Ich will was anderes
Ich will arbeiten
Ich will das Wochenende wird
Ich will feiern
Ich will fliegen
Ich will mich betrinken
Ich will nicht hier sein
Ich will mehr
Ich will weiter
Ich will küssen
Ich will schneller sein
Ich will gewinnen
Ich will nicht Letzter sein
Ich will lieben dürfen
Ich will weg sein
Ich will das morgen wird
Ich will heute träumen
Ich will klug sein
Ich will gerissen sein
Ich will gut sein
Ich will weinen dürfen
Ich will traurig sein dürfen
Ich will keine Fehler machen
Ich will dabei sein
Ich will vorn sein
Ich will lieb sein
Ich will verstehen
Ich will zuhören
Ich will ratgeben
Ich will Rat erhalten
Ich will lernen
Ich will bloggen
Ich will gütig sein
Ich will zornig sein
Ich will kein Glaskinn haben
Ich will immer
Ich will nie
Ich will gehört werden
Ich will tanzen, die ganze Nacht
Ich will die schönste aller Nächte
Ich will Freundschaft
Ich will starke, die besten Feinde
Ich will rücksichtsvoll sein
Ich will erbarmungslos sein
Ich will weich sein
Ich will hart sein
Ich will lachen
Ich will nichts entschuldigen
Ich will vieles entschuldigen
Ich will stark sein
Ich will, das ich was will
Ich will, was ich will
Ich will all das, denn das ist Leben. Mein Leben, nicht dein Leben. Ich will Leben.

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Donnerstag, 17. August 2006
Ich wollt nur mal Bescheid sagen, dass ich ab sofort James Rupert Cabman heisse.
cabman, 20:55h

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Da wir mir gerade nach.
cabman, 19:34h
Wenn ich dereinst auf dem Totenbett liege, weil der alte Schnitter noch ein bisschen Zeit braucht, denn er hat ne billige Importsense aus China, sehr reparaturanfällig, also dann werde ich James Jr. die Geheimnisse des Lebens mitgeben.
Nummer eins: Trauben sind eine Wunderfrucht, denn man kann aus ihnen auch Wein machen. Das mit dem Wasser war ein Übersetzungsfehler.
Nummer zwei: Verliebe dich nur in ein Mädchen, welches einen Zopf hat. Wenn sie nämlich den Wunsch nach Veränderung hat, kann sie sich erstmal von dem Trennen.
Nummer drei: Wasser verspricht gibt es gar nicht, denn Wasser spricht nicht.
Nummer vier: Leute die viel reden, sagen nicht unbedingt etwas.
Nummer fünf: Nichtssagende Leute können viel zu sagen haben.
Nummer sechs: Viel versprechende Leute, müssen nicht einen Sprachfehler haben.
Nummer sieben: Menschen die zuhören, verstehen oft nichts.
Nummer acht: Angst ist nur ein Gefühl.
Nummer neun: Allein bist du oft in bester Gesellschaft.
Nummer zehn: Schuhe kann man putzen
Nummer eins: Trauben sind eine Wunderfrucht, denn man kann aus ihnen auch Wein machen. Das mit dem Wasser war ein Übersetzungsfehler.
Nummer zwei: Verliebe dich nur in ein Mädchen, welches einen Zopf hat. Wenn sie nämlich den Wunsch nach Veränderung hat, kann sie sich erstmal von dem Trennen.
Nummer drei: Wasser verspricht gibt es gar nicht, denn Wasser spricht nicht.
Nummer vier: Leute die viel reden, sagen nicht unbedingt etwas.
Nummer fünf: Nichtssagende Leute können viel zu sagen haben.
Nummer sechs: Viel versprechende Leute, müssen nicht einen Sprachfehler haben.
Nummer sieben: Menschen die zuhören, verstehen oft nichts.
Nummer acht: Angst ist nur ein Gefühl.
Nummer neun: Allein bist du oft in bester Gesellschaft.
Nummer zehn: Schuhe kann man putzen

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Mittwoch, 16. August 2006
cabman, 00:21h
So, weil eine Bitte an mich heran getragen wurde, ich solche Dinge selten abweisen kann und auch sonst immer sehr hilfsbereit bin, heute nun praktische Modetipps runt ums Krawattebinden. Mit freundlichen Grüssen an den Platzwart:

Als aller Erstes: Kauf dir ein ordentliches Hemd. Ruhig auch teurer, denn du wirst dich besser drin fühlen. Kauf auch gleich den ollen Schlips dazu, farblich passend, keine schreienden Farben und nichts mit Mustern, von denen einem schlecht wird.
Ich bin Rechtshänder, daher diese Anleitung auch so lesen, von Links nach Rechts. Alle Knöpfe zu machen, auch wenn die Modefuzzis sagen, man könne den oberen auflassen, bullshit. Qualität ist die Sorgfalt im Detail. Also Knöpfe zu und das dicke Ende auf der linken Seite runterhängen lassen. Weiter geht´s:

Schritt 2: Beide Enden über Kreuz legen (Länge musste ausprobieren), dabei das dicke Ende über das dünne und dann unter dem dünnen Ende durchfädeln. PS Du arbeitest nur mit dem dicken Ende. Das Dünne brauchst du eigentlich nur festhalten und sollte dabei gerade runterhängen.

Schritt 3: Schonmal nicht schlecht. Jetzt holst du das dicke Ende unter dem dünnen wieder auf die Ausgangsseite und fädelst es oben durch wieder ein und nun sollte das wie auf dem Bild aussehen:

Schritt 4: Nun wird es ein bisschen Tricky und unbequem, weswegen dieser Knoten auch nicht so beliebt ist, aber Du schaffst das. Nun musst Du das dicke Ende über den Knoten nach Rechts holen. Dabei sorgfältig sein, weil dieser Schritt das Aussehen bestimmt. Also, das dicke Ende über die vordere Seite des Knotes rüberholen, und dann dahinter, zwischen Hals und Knoten nach oben durchfädeln. Hier zwei Bilder


Schritt 5: So. Nun haste es gleich geschafft. Die Schlaufe, die du gerade gelegt hast, jetzt ein bisschen lockern, weil da muss das dicke Ende noch durch. Halte das aber gut fest, weil dir sonst der ganze Knoten wie Muttis Hefekuchen zusammen fallen kann. Also, ein bisschen lockern, dickes Ende durchfädeln, ein bisschen am dicken Ende ziehen und du wirst merken, der Knoten zieht sich zusammen. Jetzt musste du sehen wie lang das Ding geworden ist und du kannst die Länge nun auch mit dem dünnen Ende justieren, aber VORSICHTIG, denn so lange Du den Knoten nicht festgezogen hast, kann das Ganze noch verrutschen und das sieht dann doof aus. Hier zwei Bilder:


So, wenn de alles richtig gemacht hast, sieht das aus wie da unten. Ein bisschen Üben wird helfen, ich weiss wovon ich hier schreibe:


Noch zwei bis drei Tipps: Die Spitze der Krawatte, ja die unten, endet 2mm über den Gürtel. Gürtel ist Pflicht! Der Knoten ist immer festgzogen im Gespräch. So halbhängende Knoten sind erst ab 22.00 Uhr auf der Weihnachtsfeier erlaubt. Schuhe, darauf achte ich immer bei einem Gesprächpartnern, müssen(!) geputzt sein. Schiefgelatschte Absätze gehen gar nicht. Schwarze Schuhe = Schwarzer Gürtel. Aber das wusstes Du schon.
Sehr gut mein Lieber. Ich hoffe du hast die Anleitung verstanden und nen schicken Knoten hinbekommen. Ich wünsche dir für alle, alle deine Gespräche alles erdenkliche Glück, drück dir Daumen, sage toi, toi, toi, good luck, viel Glück und lucka till!
So. Während der platzwart nun ne Weile beschäftigt ist, erzähle ich nebenbei noch schnell die Geschichte vom heutigen Sockenkauf. Eigentlich wollte ich was über meinen neuen Kollegen Leonard schreiben, den Nachnamen spar ich mir mal, denn Leonard ist Malaie chinesischer Abstammung und ab sofort der Verantwortliche für Asien. Aber ich schreibe lieber was zu Socken.
Am Wochenende habe ich mich vorbereitet, denn morgen fahr ich ins Scho Schonenland, am Freitag fliege ich nach Wien, am Samstag treffe ich HG, am Sonntag ist ein Frühstück mit der Frau Himbeer geplant, am Montag habe ich Shootout mit der DieDu und noch ein anderes, am Dienstag fliege ich nach Hannover und abends dann, endlich, treffe ich die Berlinerbrigade, hoffentlich. Da braucht es Planung und Vorbereitung.
Daher war ich am Sonntag beim Friseur, habe gebadet, Manikür, Pediküre und Nasenhaare schneiden. Das volle Programm, um diensttauglich zu sein. Dann sortierte ich nach dem Bügeln schon mal die Sachen vor und stellte fest: Zu wenige Socken. Oh Schreck, oh Kraus, die Socken sind aus. Und weil Tennissocken nicht gehen, bin ich halt heute los, um neue käuflich zu erwerben, denn so schnell kann ich nun auch nicht stricken.
Also ich heute hin zum Konsumtempel und zwar in den Laden, in dem ich mir neulich die tolle Jacke gekauft habe. Und wen treffe ich da? Genau. Diese wunderschöne Einzelhandelskauffrau, die auch noch so witzig und kommunikativ ist. Die Socken hatte ich dann auch gleich, denn Schwarz ist Schwarz, da gibt es nicht viel zu überlegen und weil ich gerade da war, habe ich mich ein bisschen umgesehen, von wegen In Style Information holen.
Da kommt das Engelchen zu mir und sagt, ich müsse nur fragen, wenn ich etwas Besonderes wolle. Die Vorlage war ja nun viel zu einfach, aber sie hatte den Kater geweckt, denn wenn de DieDu nicht will, der Kater will und durch den Türspalt fällt nur noch spärlich Licht.
Na und was soll ich sagen, ich war in Plauderlaune und fragte dann so ganz unverbindlich:
„Ihr seid ja recht leergekauft. Wann bekommt ihr denn neue Ware?“
„Wieso? Wir haben doch gerade erst welche bekommen. Aber wir bauen um. Vielleicht hast du sie deswegen nicht gesehen?“
„Das kann natürlich sein. Wo habt ihr denn die neuen Sachen?“
„Komm mit ich zeig es Dir.“
Und dann taperte ich ihr hinterher und von hinten sieht die vielleicht erst gut aus.
„Hier ist die neue Kollektion.“
„Aha. Sehr schön. Tolle Jacken. Ach, sach mal, warst das nicht Du, die mir diese blaue Jacke verkauft hat?“ Klar war sie das, wusste ich auch, aber man kann ja mal auf dumm machen, um im Gespräch zu bleiben. Sie überlegt, überlegt und es fällt ihr wieder ein und das Gesicht erhellt sich und sie sagt:
„Ja, genau. Diese mit den Rauten vorne drauf?“
„Genau. Aber irgendwie siehst du heute anders aus. Ich habe dich auch gar nicht gleich erkannt.“ Hah, na Logo habe ich sie gleich erkannt.
„Das liegt wohl daran, dass ich heute meine Brille aufhabe?“ Und da schaut sie mich an, nimmt die Brille ab und zwinkert mir zu.
„Du bist wirklich schön.“ Da war ich selber so ein bisschen erschrocken, sie aber auch und bekommt rote Bäckchen. Was soll ich machen, ist einfach so rausgerutscht. Hat wohl was mit de Hormone zu tun.
„Nee ehrlich, du bist jätte snygg. Und da wird se noch ein bisschen roter und sagt so ganz leise: Danke schön.
Ab hier hat dann der Kater übernommen, denn nun war es schon mal raus, so etwas ist ja unheimlich befreiend und da hat Katerchen auch gleich hinterher gelegt:
„Sag mal, wenn ich Dich zum Essen einladen würde, Söderut (Anmerk. Des Verfassers: Das ist da wo ich mit Björn war, highend-Gegend zum Feiern) was sollte ich dann an haben, diese Jacke oder diesen Pullover.“ Dabei zeigte ich auf die beiden Klamotten die vor mir lagen.
Sie sagte, der rote Pullover würde ja hervorragend zu den Jeans und meinen dunklen Haaren passen. So etwas fände sie gut, sagte se. Ich erklärte ihr, dass ich aber Jackenfan bin. Nickte se verstehend und meinte, die wäre auch nicht schlecht, aber ich wollte ja mit ihr Essen gehen. Hatte se natürlich Recht.
„Dann müsste ich also Beides kaufen, um dir zu gefallen und mir?“
„Du könntest es ja erstmal anprobieren.“ Schmunzelte sie mich an. Und die kann vielleicht süß schmunzeln.
Na, da lass ich mich ja nicht bitten und leg da nen Strip im Laden hin, schön drauf achtend, dass der wohlmodellierte und sonnengebräunte Bauch gut zu sehen ist und sie feixt sich die ganze Zeit eins. Was soll ich sagen, die Kombination sah wirklich sehr gut aus; da war ich selber über mein Spiegelbild erschrocken.
„Und? Was meinst Du?“ Frage ich sie.
„Ja, kannste gleich anlassen.“
„Wir sollten vielleicht vorher klären, wo wir hingehen?“ Nur nicht das Ziel aus den Augen verlieren.
„Zum Lunch also?“
„Nee, wenn dann natürlich zum Dinner. Heute abend?“
Tja und da kuckt se ein bisschen komisch und meint, ihr Freund würde das wohl nicht so gut finden.
Oh, denk ich mir, ein dickes Ende. Antwortete aber :"Das glaube ich wohl auch. Schade. Aber ich kann ja immer hier vorbei kommen und was kaufen und du berätst mich dann?“
Da freute sie sich, wohl weil ich nicht abweisend war, oder was weiß ich, ist mir ehrlich gesagt auch egal, denn ich habe sie und unseren kleinen Flirt sehr genossen.
„Das wäre natürlich toll!“ grinste se.
„Das kann ich mir vorstellen. Aber ihr seid so teuer hier, dass ich mir das nur einmal im Monat leisten kann. Legst Du den Pullover zurück?“
„Aber gerne! Hauptsache du kommst ihn auch holen.“ Und sie grinst extrabreit, zweideutig und schon wieder über beide Ohren.
So. Hab ich also noch ne Jacke, aber diesmal auch paar Socken.
Ich weiß jetzt auch, dass es mir fehlt, das weibliche Geschlecht in meiner, dieser beschriebenen Nähe. Ich werde darum am Freitag und auch am Samstag in Wien feiern bis der Arzt kommt. Ob nun mit DieDu, oder ohne, der Kater will das so und auf den muss ich auch hören, denn sonst wird er traurig und nichts wäre schlimmer, als wenn er mich verlassen würde.

Als aller Erstes: Kauf dir ein ordentliches Hemd. Ruhig auch teurer, denn du wirst dich besser drin fühlen. Kauf auch gleich den ollen Schlips dazu, farblich passend, keine schreienden Farben und nichts mit Mustern, von denen einem schlecht wird.
Ich bin Rechtshänder, daher diese Anleitung auch so lesen, von Links nach Rechts. Alle Knöpfe zu machen, auch wenn die Modefuzzis sagen, man könne den oberen auflassen, bullshit. Qualität ist die Sorgfalt im Detail. Also Knöpfe zu und das dicke Ende auf der linken Seite runterhängen lassen. Weiter geht´s:

Schritt 2: Beide Enden über Kreuz legen (Länge musste ausprobieren), dabei das dicke Ende über das dünne und dann unter dem dünnen Ende durchfädeln. PS Du arbeitest nur mit dem dicken Ende. Das Dünne brauchst du eigentlich nur festhalten und sollte dabei gerade runterhängen.

Schritt 3: Schonmal nicht schlecht. Jetzt holst du das dicke Ende unter dem dünnen wieder auf die Ausgangsseite und fädelst es oben durch wieder ein und nun sollte das wie auf dem Bild aussehen:

Schritt 4: Nun wird es ein bisschen Tricky und unbequem, weswegen dieser Knoten auch nicht so beliebt ist, aber Du schaffst das. Nun musst Du das dicke Ende über den Knoten nach Rechts holen. Dabei sorgfältig sein, weil dieser Schritt das Aussehen bestimmt. Also, das dicke Ende über die vordere Seite des Knotes rüberholen, und dann dahinter, zwischen Hals und Knoten nach oben durchfädeln. Hier zwei Bilder


Schritt 5: So. Nun haste es gleich geschafft. Die Schlaufe, die du gerade gelegt hast, jetzt ein bisschen lockern, weil da muss das dicke Ende noch durch. Halte das aber gut fest, weil dir sonst der ganze Knoten wie Muttis Hefekuchen zusammen fallen kann. Also, ein bisschen lockern, dickes Ende durchfädeln, ein bisschen am dicken Ende ziehen und du wirst merken, der Knoten zieht sich zusammen. Jetzt musste du sehen wie lang das Ding geworden ist und du kannst die Länge nun auch mit dem dünnen Ende justieren, aber VORSICHTIG, denn so lange Du den Knoten nicht festgezogen hast, kann das Ganze noch verrutschen und das sieht dann doof aus. Hier zwei Bilder:


So, wenn de alles richtig gemacht hast, sieht das aus wie da unten. Ein bisschen Üben wird helfen, ich weiss wovon ich hier schreibe:


Noch zwei bis drei Tipps: Die Spitze der Krawatte, ja die unten, endet 2mm über den Gürtel. Gürtel ist Pflicht! Der Knoten ist immer festgzogen im Gespräch. So halbhängende Knoten sind erst ab 22.00 Uhr auf der Weihnachtsfeier erlaubt. Schuhe, darauf achte ich immer bei einem Gesprächpartnern, müssen(!) geputzt sein. Schiefgelatschte Absätze gehen gar nicht. Schwarze Schuhe = Schwarzer Gürtel. Aber das wusstes Du schon.
Sehr gut mein Lieber. Ich hoffe du hast die Anleitung verstanden und nen schicken Knoten hinbekommen. Ich wünsche dir für alle, alle deine Gespräche alles erdenkliche Glück, drück dir Daumen, sage toi, toi, toi, good luck, viel Glück und lucka till!
So. Während der platzwart nun ne Weile beschäftigt ist, erzähle ich nebenbei noch schnell die Geschichte vom heutigen Sockenkauf. Eigentlich wollte ich was über meinen neuen Kollegen Leonard schreiben, den Nachnamen spar ich mir mal, denn Leonard ist Malaie chinesischer Abstammung und ab sofort der Verantwortliche für Asien. Aber ich schreibe lieber was zu Socken.
Am Wochenende habe ich mich vorbereitet, denn morgen fahr ich ins Scho Schonenland, am Freitag fliege ich nach Wien, am Samstag treffe ich HG, am Sonntag ist ein Frühstück mit der Frau Himbeer geplant, am Montag habe ich Shootout mit der DieDu und noch ein anderes, am Dienstag fliege ich nach Hannover und abends dann, endlich, treffe ich die Berlinerbrigade, hoffentlich. Da braucht es Planung und Vorbereitung.
Daher war ich am Sonntag beim Friseur, habe gebadet, Manikür, Pediküre und Nasenhaare schneiden. Das volle Programm, um diensttauglich zu sein. Dann sortierte ich nach dem Bügeln schon mal die Sachen vor und stellte fest: Zu wenige Socken. Oh Schreck, oh Kraus, die Socken sind aus. Und weil Tennissocken nicht gehen, bin ich halt heute los, um neue käuflich zu erwerben, denn so schnell kann ich nun auch nicht stricken.
Also ich heute hin zum Konsumtempel und zwar in den Laden, in dem ich mir neulich die tolle Jacke gekauft habe. Und wen treffe ich da? Genau. Diese wunderschöne Einzelhandelskauffrau, die auch noch so witzig und kommunikativ ist. Die Socken hatte ich dann auch gleich, denn Schwarz ist Schwarz, da gibt es nicht viel zu überlegen und weil ich gerade da war, habe ich mich ein bisschen umgesehen, von wegen In Style Information holen.
Da kommt das Engelchen zu mir und sagt, ich müsse nur fragen, wenn ich etwas Besonderes wolle. Die Vorlage war ja nun viel zu einfach, aber sie hatte den Kater geweckt, denn wenn de DieDu nicht will, der Kater will und durch den Türspalt fällt nur noch spärlich Licht.
Na und was soll ich sagen, ich war in Plauderlaune und fragte dann so ganz unverbindlich:
„Ihr seid ja recht leergekauft. Wann bekommt ihr denn neue Ware?“
„Wieso? Wir haben doch gerade erst welche bekommen. Aber wir bauen um. Vielleicht hast du sie deswegen nicht gesehen?“
„Das kann natürlich sein. Wo habt ihr denn die neuen Sachen?“
„Komm mit ich zeig es Dir.“
Und dann taperte ich ihr hinterher und von hinten sieht die vielleicht erst gut aus.
„Hier ist die neue Kollektion.“
„Aha. Sehr schön. Tolle Jacken. Ach, sach mal, warst das nicht Du, die mir diese blaue Jacke verkauft hat?“ Klar war sie das, wusste ich auch, aber man kann ja mal auf dumm machen, um im Gespräch zu bleiben. Sie überlegt, überlegt und es fällt ihr wieder ein und das Gesicht erhellt sich und sie sagt:
„Ja, genau. Diese mit den Rauten vorne drauf?“
„Genau. Aber irgendwie siehst du heute anders aus. Ich habe dich auch gar nicht gleich erkannt.“ Hah, na Logo habe ich sie gleich erkannt.
„Das liegt wohl daran, dass ich heute meine Brille aufhabe?“ Und da schaut sie mich an, nimmt die Brille ab und zwinkert mir zu.
„Du bist wirklich schön.“ Da war ich selber so ein bisschen erschrocken, sie aber auch und bekommt rote Bäckchen. Was soll ich machen, ist einfach so rausgerutscht. Hat wohl was mit de Hormone zu tun.
„Nee ehrlich, du bist jätte snygg. Und da wird se noch ein bisschen roter und sagt so ganz leise: Danke schön.
Ab hier hat dann der Kater übernommen, denn nun war es schon mal raus, so etwas ist ja unheimlich befreiend und da hat Katerchen auch gleich hinterher gelegt:
„Sag mal, wenn ich Dich zum Essen einladen würde, Söderut (Anmerk. Des Verfassers: Das ist da wo ich mit Björn war, highend-Gegend zum Feiern) was sollte ich dann an haben, diese Jacke oder diesen Pullover.“ Dabei zeigte ich auf die beiden Klamotten die vor mir lagen.
Sie sagte, der rote Pullover würde ja hervorragend zu den Jeans und meinen dunklen Haaren passen. So etwas fände sie gut, sagte se. Ich erklärte ihr, dass ich aber Jackenfan bin. Nickte se verstehend und meinte, die wäre auch nicht schlecht, aber ich wollte ja mit ihr Essen gehen. Hatte se natürlich Recht.
„Dann müsste ich also Beides kaufen, um dir zu gefallen und mir?“
„Du könntest es ja erstmal anprobieren.“ Schmunzelte sie mich an. Und die kann vielleicht süß schmunzeln.
Na, da lass ich mich ja nicht bitten und leg da nen Strip im Laden hin, schön drauf achtend, dass der wohlmodellierte und sonnengebräunte Bauch gut zu sehen ist und sie feixt sich die ganze Zeit eins. Was soll ich sagen, die Kombination sah wirklich sehr gut aus; da war ich selber über mein Spiegelbild erschrocken.
„Und? Was meinst Du?“ Frage ich sie.
„Ja, kannste gleich anlassen.“
„Wir sollten vielleicht vorher klären, wo wir hingehen?“ Nur nicht das Ziel aus den Augen verlieren.
„Zum Lunch also?“
„Nee, wenn dann natürlich zum Dinner. Heute abend?“
Tja und da kuckt se ein bisschen komisch und meint, ihr Freund würde das wohl nicht so gut finden.
Oh, denk ich mir, ein dickes Ende. Antwortete aber :"Das glaube ich wohl auch. Schade. Aber ich kann ja immer hier vorbei kommen und was kaufen und du berätst mich dann?“
Da freute sie sich, wohl weil ich nicht abweisend war, oder was weiß ich, ist mir ehrlich gesagt auch egal, denn ich habe sie und unseren kleinen Flirt sehr genossen.
„Das wäre natürlich toll!“ grinste se.
„Das kann ich mir vorstellen. Aber ihr seid so teuer hier, dass ich mir das nur einmal im Monat leisten kann. Legst Du den Pullover zurück?“
„Aber gerne! Hauptsache du kommst ihn auch holen.“ Und sie grinst extrabreit, zweideutig und schon wieder über beide Ohren.
So. Hab ich also noch ne Jacke, aber diesmal auch paar Socken.
Ich weiß jetzt auch, dass es mir fehlt, das weibliche Geschlecht in meiner, dieser beschriebenen Nähe. Ich werde darum am Freitag und auch am Samstag in Wien feiern bis der Arzt kommt. Ob nun mit DieDu, oder ohne, der Kater will das so und auf den muss ich auch hören, denn sonst wird er traurig und nichts wäre schlimmer, als wenn er mich verlassen würde.

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