Montag, 12. Januar 2009
Achso und eine Frage:
Sie nimmt ihn wieder in Schutz. Sie hat da so ein Mutter Theresa-Syndrom.

Ich sage: Jemand, der mich so geflissentlich ignoriert, den kann ich einfach nicht gut finden.

Und was ist mit denen in Indien? Die kennen dich gar nicht.

Eben. Die mag ich auch nicht.

Sie hat auch ein Lehrerinnen-Syndrom. Und sagt ihm gleich, dass zwischen Mutter und Theresa noch ein Bindestrich fehlt. ;)

Sie ist eine böse Frau.

Aber auch apart.

Und klug. Das liebe ich am meisten. Und das sie mich nicht ignoriert.

Man kann doch auch niemanden ignorieren, der einem das Herz schmelzen macht. Das wäre ja wie ein Eis kaufen und es, anstatt es zu essen, aus der aufgeweichten Waffel über die Hände laufen zu lassen, oder?




Sagen Sie mal, haben Sie diese Version von The Cure schonmal gehört und haben Sie auch eine Ahnung, ob es jemals auf Vinyl oder anders geartet veröffentlicht wurde?

Es würde mich sehr interessieren. Wirklich!

Danke für die Hilfe!!





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Leben und Sterben auf der linken Spur



Holländische LKW-Fahrer und ich werden irgendwie nie so richtig Kumpels. Ich versteh gar nicht, warum die mich immer umbringen wollen. Ich bin lieb. Manchmal.




Was einen dann den Rest des Weges nachdenklich werden lässt. So wie an dem Tag, an dem ich Ruhe vor all dieser Böllerei suchte und mich auf den Ohlsdorfer Friedhof verkrümelte. Ruhe. Einfach nur Ruhe und ein Jahr begraben.





Zwischen den Hecken und Gräben, da gab es nichts, außer mich und zwei-drei andere, die einfach nur waren und da gingen. Ein einzelner Blick auf den alten Grabstein, eine Inschrift entziffernd. Jemand schrieb danach etwas ins Notizheft. Was? Egal.





Es ist der Platz der Toten. Für sie gemacht, von ihnen bewacht und oft fühle ich mich dort störend, aber immer auch magisch angezogen. Allein dort zu gehen ist gruselig.




Für die, die schon tot sind und nur noch auf ihrer Beerdigung warten, gibt es extra Wartestühle. Wir denken an alles und machen uns unmöglich. An dem Tag fand ich das lustig. Püppie hätte bestimmt gelacht.




Sie ist die Schönste an diesem Ort. Ihr Lächeln in Natura noch viel schöner. Beachtlich mit wieviel Präzision der Meister es in den Sandstein schlug. Ich wünschte manchmal, ich könnte auch so etwas herstellen. Für die Ewigkeit.




Und wie geschrieben: Wenn du dich nach so einer Geschichte wie heute hinter Münster wieder ein bisschen beruhigt hast, dann fragst du dich, ob dir auch jemand eine Eisenbahn auf dein Grab stellen würde, dich zu ehren, dich unvergessen zu machen. Hast Du?

Ja. Und das macht mich froh. Passt auf euch auf. Amen.


Edit: Auf meiner Niederlegung bitte das spielen. Danke.


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Sonntag, 11. Januar 2009
Be more fish oder
Underwater Love Hört man auch viel zu selten, dabei ist das ein grandioses Lied.




10 coole Typen machen Ringelpietz-mit-Anfassen. Wir hätten sie gern mitgenommen, so putzig, sagte sie und weiter: die würden gut ins Wohnzimmerregal passen.




Und auch der hier hängt in der Kunstsonne ab. Fraglich, ob die anderen Tiere uns nicht etwas weit voraus haben. Vielleicht sollten wir ein bisschen fauler sein?




Aquarien sind immer das Hochlicht. Skurrile Tiere, und noch viel skurrilere Menschen davor. Eine Farbenexplosion, kaum zu atmen, kaum, dass man(n) sich davon lösen könnte.




Und dann wundern Sie sich vielleicht, dass entgegen unseres menschlichen Denkens, Stromlinienförmigkeit, Unauffälligkeit oder Farblosigkeit nicht unbedingt notwendig sind, um erfolgreich zu sein, sich in der Evolution zu behaupten. Das Gegenteil ist der Fall. Glauben Sie mir, ich kann es beweisen. Wir Menschen sind weit weg von unserem Ursprung und deswegen läuft ziemlich viel verkehrt. Be more fish, könnte der kluge Ratschlag lauten. Ich werde das mal überdenken, heute waren dafür zu viele Kinder da und machten Krach.



Das große Becken ist Faszination pur und Haie mag ich sowieso anschauen. Die haben immer soetwas Erhabenes, gerade so, als wüßten sie um ihre Unangreifbarkeit. Mit Ausnahme des Menschen, gibt es keine natürlichen Feinde für sie und trotzdem beherrschen sie nicht die Weltmeere. Warum wohl? Who is stupid?

So ein Tag im Zoo hat schon etwas Aufklärerisches, auch Beruhigendes. Ausser natürlich der Eintrittspreis. Über den habe ich mich sehr gewundert...


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Samstag, 10. Januar 2009
Samstag


Der Tag beginnt mit Kaffee und Käseknäcke im Bett. Sie liebt mich, glaub ich und ich sie auch. Bei dem Knäckebrot?




Jede Menge Stars heute an der Schlachterhalle. Wir kaufen Schals und eine Designeruhr, von der keiner weiß, wie man sie bedient. Es wird mich eine Stunde und ein paar Nerven kosten, aber am Ende hab ich es raus. Sie sitzt daneben und lacht. Mein Herz auch.




Auf dem Flohmarkt auch drei Blumenvasen gekauft: 500ml, 250ml und 150ml. Laborbestände.

Extra um diese zu bestücken, noch Rosen gekauft. Sie schmunzelt.
"Die Seite kenn ich nicht an dir."
"Ich auch nicht. Ich glaub, ich werde ein Mädchen."

Sie lacht.

Gibt es mehr zu geben, ausser ein Lachen? Im Augenblick nicht.


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