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Dienstag, 20. März 2007
Best of Cabman Vol. 01
cabman, 18:39h
Das Wissen im Internet verdoppelt sich wie oft? Keine Ahnung. Oft. Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern ist überholt. Nichts ist so alt wie ein Weblogineintrag von letzter Stunde. Man schau sich nur die update-Liste bei Blogger.de an. Also, daher ist es nur gerechtfertig, so nach einem Kalenderjahr, was im Internet vielleicht 7 Jahre sind, ein Best of rauszubringen. Hier Kleinode aus dem Archiv. War schwer, da ich naturgemäß fast alles toll finde. Hoch die Tassen, auf ein neues Jahr, mag es schwerer werden, wir werden uns trotzdem keinen Bruch heben, denn wir sind viele, oder?
Beethoven, Dvorak, Chopin und ich
Cabman und die grossen Tiere
64 Stunden Wien
Mein Tattoo wartet in Nürnberg
Eine Liebe
Katzentanz
Die Einsamkeit des Hotelzimmers
Uelzen, Uschi und ein Mecerdes 600
Der Fall Jesus
Mit Frau Bona im Scho Schonenland
Cabman und die grossen Tiere
64 Stunden Wien
Mein Tattoo wartet in Nürnberg
Eine Liebe
Katzentanz
Die Einsamkeit des Hotelzimmers
Uelzen, Uschi und ein Mecerdes 600
Der Fall Jesus
Mit Frau Bona im Scho Schonenland

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Liebe Gesamtsituation, kommt da noch was?
cabman, 13:56h
Es ist ja so, man kann nicht immer nur gewinnen. Man kann viel dafür tun, Garantien gibt es aber keine. Ich dachte, ich wäre gut vorbereitet gewesen, hätte alles im Griff, doch wie immer, kam alles anders. Die Dinge, die ich selber steuere, laufen: Wohnung, Krankenkasse, Strom, Telefon, Lohnsteuerkarte, alles am Laufen. Die Dinge, bei denen ich von anderen abhängig bin, laufen natürlich nicht. Ist klar und auch ein Selbstgänger, ich werde nicht geliebt, passt schon.
So übe ich mich im Warten, etwas was ich nur schwer kann, eigentlich gar nicht, halte ich es doch für Zeitverschwendung. Der stete Unsicherheitsfaktor, die Frage, ob das noch mal was wird, fängt an mich zu nerven und allmählich läuft mir auch die Zeit davon. Termine stehen vor der Tür, wichtige Termine und man mag sich denken, zum Glück stehen sie da und sind nicht gleich mit der Tür ins Haus gefallen, denn in diesem Fall sähe es dramatischer aus, auch für die Tür, was das wieder kostet.
Schön ist es in der Wohnung, doch auch der schönste geschliffene Holzboden kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass irgendwie was fehlt. Möbel wären nicht schlecht, ich hätte gern meinen ökologisch nicht vertretbaren alten Schreibtisch und mein Bett. Ich hätte auch gern die Gewissheit, dass alles abgeschlossen ist. Ich würde mich gern in diesem Gefühl suhlen, nicht mehr an solche Dinge, wie einen Kühlschrank, denken zu müssen. Ich will diesen ganzen Umzugsmist abschließen, den Kopf frei bekommen. Will ich. Krieg ich aber nicht. Erstmal nicht. Wir arbeiten aber daran, sagt der schwedische Spediteur. Ich fragte ihn, ob er sich vorstellen könnte, wie schön es sich zwei Wochen mit 5 Hemden und 3 Hosen lebt, wie nett es ist, dass man immer als Bittsteller bei seinem Kumpel aufschlägt, kann ich mal waschen? Krieg ich nen Kaffee? Will ich nämlich eigentlich gar nicht.
Im Roxie´s begrüssen sich mich schon mit Vornamen und fragen: Wie immer? Man hängt lange im Büro rum, geht als Letzter, danach ins Roxie´s, Abendblatt lesen und was essen. Und dann, wenn es ganz schlimm kommt, finde ich mich draußen im Wagen wieder, Nieselregen schwebt über Hamburg, kalt ist es, doch ich kann Musik hören, ein bisschen Cure, Charlotte Sometimes. Schönes Lied, erstes Lied, welches ich jemals von denen hörte und ich denke mir, egal was kommt, ich lass mich nicht davon ficken. Schick Armeen und keine Hilfstruppen, du dummes Leben. Aber, und das ist ne Tatsache, angepisst bin ich doch. Man wird gereizter, es fehlt die Sicherheit, die innere Sicherheit, das Rückzugsrefugium und die Möglichkeit sich zu erholen. Heckenpennermatrazenschläfer bin ich und das ist etwas was ich nicht will. Es aktiviert dieses Unbehagen, dieses Gefühl wieder ganz unten zu sein. So wie damals im Auffanglager für Zonendödel. Zwei Monate BGS-Kaserene prägen. Zwei Monate zwecks Meldeerfassung, in denen ich mir so entwürdigt vorkam, immer musste man fragen, immer musst man sich an Essenzeiten halten, Gemeinschaftsduschen und Vierbettzimmer, ich habe mich so geschämt für manch Wechselwilligen, weil diese sich wie Assis benommen haben. Gesoffen wie die Löcher haben sie, jeden Abend, gegrölt und nicht begriffen, dass die Zeit der Bevormundung vorbei war, dass sie nun selber ihr Leben in die Hand nehmen müssen. Mancher von denen hat es dann auch nicht gepackt, ist wie ein geschlagener Hund wieder zurück und ich habe gelernt, dass Lagerkoller tatsächlich existiert.
Grausame Zeit, in der ich mich sehr unwohl fühlte und an die ich mich gerade sehr lebhaft erinnere und wenn man so will, ist es vielleicht nur ein Trauma, dass es zu verarbeiten gilt. Na dann, volle Fahrt Trauma, ich box dich nieder, denn die Vorzeichen sind andere. Es wird ein Leben nach dem Umzug geben, irgendwann werde ich mein Werkzeug haben, irgendwann werde ich die Küche fertig aufgebaut haben und mit der Einen im schicken Bett rumkullern. Irgendwann benutze ich wieder meine eigene Kaffeemaschine und höre auf meine Anlage meine Musik, in großer Auswahl und irgendwann bin ich online und blogge ich mich zu Tode und irgendwann wird dieses irgendwann einreffen, spätestens mir meinen Möbeln, denke ich mal. Bis dahin Lächle ich die Gesamtsituation genervt an, so wie bei einer Schlägerei, wenn man schon erledigt ist und den Gegner nur noch mal provozieren will: Mehr hast du nicht drauf? Schwach!
So übe ich mich im Warten, etwas was ich nur schwer kann, eigentlich gar nicht, halte ich es doch für Zeitverschwendung. Der stete Unsicherheitsfaktor, die Frage, ob das noch mal was wird, fängt an mich zu nerven und allmählich läuft mir auch die Zeit davon. Termine stehen vor der Tür, wichtige Termine und man mag sich denken, zum Glück stehen sie da und sind nicht gleich mit der Tür ins Haus gefallen, denn in diesem Fall sähe es dramatischer aus, auch für die Tür, was das wieder kostet.
Schön ist es in der Wohnung, doch auch der schönste geschliffene Holzboden kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass irgendwie was fehlt. Möbel wären nicht schlecht, ich hätte gern meinen ökologisch nicht vertretbaren alten Schreibtisch und mein Bett. Ich hätte auch gern die Gewissheit, dass alles abgeschlossen ist. Ich würde mich gern in diesem Gefühl suhlen, nicht mehr an solche Dinge, wie einen Kühlschrank, denken zu müssen. Ich will diesen ganzen Umzugsmist abschließen, den Kopf frei bekommen. Will ich. Krieg ich aber nicht. Erstmal nicht. Wir arbeiten aber daran, sagt der schwedische Spediteur. Ich fragte ihn, ob er sich vorstellen könnte, wie schön es sich zwei Wochen mit 5 Hemden und 3 Hosen lebt, wie nett es ist, dass man immer als Bittsteller bei seinem Kumpel aufschlägt, kann ich mal waschen? Krieg ich nen Kaffee? Will ich nämlich eigentlich gar nicht.
Im Roxie´s begrüssen sich mich schon mit Vornamen und fragen: Wie immer? Man hängt lange im Büro rum, geht als Letzter, danach ins Roxie´s, Abendblatt lesen und was essen. Und dann, wenn es ganz schlimm kommt, finde ich mich draußen im Wagen wieder, Nieselregen schwebt über Hamburg, kalt ist es, doch ich kann Musik hören, ein bisschen Cure, Charlotte Sometimes. Schönes Lied, erstes Lied, welches ich jemals von denen hörte und ich denke mir, egal was kommt, ich lass mich nicht davon ficken. Schick Armeen und keine Hilfstruppen, du dummes Leben. Aber, und das ist ne Tatsache, angepisst bin ich doch. Man wird gereizter, es fehlt die Sicherheit, die innere Sicherheit, das Rückzugsrefugium und die Möglichkeit sich zu erholen. Heckenpennermatrazenschläfer bin ich und das ist etwas was ich nicht will. Es aktiviert dieses Unbehagen, dieses Gefühl wieder ganz unten zu sein. So wie damals im Auffanglager für Zonendödel. Zwei Monate BGS-Kaserene prägen. Zwei Monate zwecks Meldeerfassung, in denen ich mir so entwürdigt vorkam, immer musste man fragen, immer musst man sich an Essenzeiten halten, Gemeinschaftsduschen und Vierbettzimmer, ich habe mich so geschämt für manch Wechselwilligen, weil diese sich wie Assis benommen haben. Gesoffen wie die Löcher haben sie, jeden Abend, gegrölt und nicht begriffen, dass die Zeit der Bevormundung vorbei war, dass sie nun selber ihr Leben in die Hand nehmen müssen. Mancher von denen hat es dann auch nicht gepackt, ist wie ein geschlagener Hund wieder zurück und ich habe gelernt, dass Lagerkoller tatsächlich existiert.
Grausame Zeit, in der ich mich sehr unwohl fühlte und an die ich mich gerade sehr lebhaft erinnere und wenn man so will, ist es vielleicht nur ein Trauma, dass es zu verarbeiten gilt. Na dann, volle Fahrt Trauma, ich box dich nieder, denn die Vorzeichen sind andere. Es wird ein Leben nach dem Umzug geben, irgendwann werde ich mein Werkzeug haben, irgendwann werde ich die Küche fertig aufgebaut haben und mit der Einen im schicken Bett rumkullern. Irgendwann benutze ich wieder meine eigene Kaffeemaschine und höre auf meine Anlage meine Musik, in großer Auswahl und irgendwann bin ich online und blogge ich mich zu Tode und irgendwann wird dieses irgendwann einreffen, spätestens mir meinen Möbeln, denke ich mal. Bis dahin Lächle ich die Gesamtsituation genervt an, so wie bei einer Schlägerei, wenn man schon erledigt ist und den Gegner nur noch mal provozieren will: Mehr hast du nicht drauf? Schwach!

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Montag, 19. März 2007
Oder
cabman, 18:23h
Man stelle sich vor, ich wär tod. Würde es etwas ändern, so im Grossen und Ganzen? Wohl nicht. Ego, spielt dies nun auch wieder keine Rolle. Aber, wenigstens und mit Sicherheit: die happy

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Dienstag, 13. März 2007
Ein Troubleshooter und das was einmal war
cabman, 22:43h
Ich mach ernst und nen Hagen, dran und zwar jetzt. Wer glaubt, in Thüringen ist es langweilig, der hat recht. Die einzige Frage, die mich noch beschäftigt ist die, wer den Zonenjünglingen (und ich darf das sagen) eigentlich erzählt hat, das billige Halbschuhe und Jogginghose + albernem Truckercab kombinierbar sind? Egal, in den letzten 4 Jahren scheint nichts passiert zu sein, was eigentlich weniger ist als nichts, nämlich dramatisch gar nichts und man soll sich wundern, was manch Vierzigjähriger zustande bringt/brachte. Traurig nur, dass sie auch dafür bezahlt werden und wer löffelt die Suppe aus? Natürlich die, die wollen und den Löffel halten können, was man nicht von jedem behaupten kann. Und manch einer weiss gar nicht, dass es sich mit nem Löffel leichter löffelt als mit nem Messer. Vier Jahre und alles was sich änderte ist das Klima. So bekomme ich sie wieder, meine eigenen Protokolle und Gedanken, niedergeschrieben einst und richtungsweisend für Zukünftiges, da immer noch unberührt, ungerührt und unprobiert aktuell. Vier Jahre und sie verharren in Stillstand, die Herren, die sie so gern wären und dabei die Tatsache unberücksichtigt lassen, das Algenpillen zwar den Körper vielleicht entschlacken, aber gewiß nicht den Kopf. Ob ich es bereut hätte, fragen sie, die vier Jahre, die ich da woanders verbrachte, während sie blieben. Bereut? Was? Die Lebenserfahrung? Die Dinge, die ich tat und die Feste, die ich feierte? Niemals. Aber ihr, ihr solltet bereuen, dass in vier Jahren nichts geschafft wurde, gar nichts und schämen solltet ihr euch auch. Und nun machen wir mal was, denn für nichts machen gibt es nen eigenen Berufsstand und dem gehören wir nicht an. Also, lass mal was machen und dabei immer berücksichtigen, lieber dreimal verkehrt gehen, als einmal stehen zu bleiben.
Also zieh den Schlipsknoten fester, streich die Fusseln vom Sakko. Für Kopfschmerzen gibt es Dolormin, für alles andere ein Handy. Wenn ich es in zwei Jahren nicht gewuppt habe, ist es eh eine Niederlage. Gefällt mir, sagt Matze und: Wenn du innerhalb von zwei Jahren gehst, sind wir nicht länger Freunde. Aha. Traurig, denn bei Geld hört die Freundschaft auf.
Oder bei der Frau. Obwohl es ja Frauen gibt, die haben richtig gute Geschäftsideen. Wenn ich mich innerhalb von zwei Jahren zur Ruhe setzen wollte... ohja.
Also zieh den Schlipsknoten fester, streich die Fusseln vom Sakko. Für Kopfschmerzen gibt es Dolormin, für alles andere ein Handy. Wenn ich es in zwei Jahren nicht gewuppt habe, ist es eh eine Niederlage. Gefällt mir, sagt Matze und: Wenn du innerhalb von zwei Jahren gehst, sind wir nicht länger Freunde. Aha. Traurig, denn bei Geld hört die Freundschaft auf.
Oder bei der Frau. Obwohl es ja Frauen gibt, die haben richtig gute Geschäftsideen. Wenn ich mich innerhalb von zwei Jahren zur Ruhe setzen wollte... ohja.

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