Dienstag, 5. Dezember 2006
El Commentadore´s einmalige Paarungstipps
Eine mail erreichte mich heute aus dem tiefen Süden. Hach, der Süden, wurde mir gleich sympathischer, da könnte man ja direkt siedeln, dachte ich mir so. „Als hätten die da nicht schon genug Probleme, bei dem Dialekt und der Landesregierung.“ Mauzte müde meckernd männlich Muschi James. Stimmt. Wir bleiben hier, wenn nicht sogar da und dennoch, ein Gedankensplitter streifte streifenfreies, zerzaustes Deckfell. Ich mach die Weblogin zu. Jawoll. Ab sofort bin ich AC Cabman, der A-commenter und weil das zu weich ist, bräuchte ich nen anderen Namen. El Commentadore kommt ziemlich archaisch, ich würde mir den Namen auf ne Bomberjacke sticken lassen und nur noch kommentieren. Das ist gut, das ist einträglich, glauben Sie nicht? HAHA schau sich bloss einer die so genannten Fussballexperten an, die einem immer erzählen wollen, was man zu denken hat. Ich würde auch von Talkshow zu Talkshow tingeln, ich würde zu Lesungen gehen und das Publikum würde raunen, schau, El Commentadore ist hier, Gott sei Dank, wir sitzen in der richtigen Veranstaltung und ich würde meine Waschbärenmütze gerade rücken, würdig nicken und sagen, ja, auch Hintertupfingen kann schön sein, denn zu größeren Events würde ich wohl nicht eingeladen werden. Na Hauptsache die Bratwurst schmeckt.
Aber. Wer ist in finsterer Stunde für uns da? Wer? Genau. Die Weblogin. Sie kann Dinge möglich machen, manchmal. Sie hilft nicht gegen Kopfschmerzen, wohl aber bei emotionaler Verstimmung und manchmal gibt sie sogar Rat. Und weil ich das Gefühl habe, mehr genommen denn gegeben zu haben, gibt es heute frisch aus Cabman´s Kummerkasten brauchbare Tipps rund ums Thema Paarung, mit freundlichen Grüssen an meinen Kumpel Karsten.
Karsten fragte nämlich, James, bei dir und den Frauen, das sieht immer so leicht aus. Wie machst du das? Gibt es da ein Geheimnis? Nun Karsten. Zu erst einmal, niemand will jemanden küssen, der Karsten heißt. War nur Spaß. Körperpflege indes ist kein Spaß. Haare kann man(n) schneiden und vor allem auch waschen. Sollte jetzt jemand glauben, Karsten wäre meiner Fantasie entsprungen, so irrt diese(r). Karsten gab es wirklich, wir waren die beiden Honkey Tonks der Klasse, ich sowieso und Karsten, naja, er sah halt aus wie Karsten und war außerdem für den Landkartenraum verantwortlich. Ganz schlimme Kombination. Drauf gekommen bin ich, weil ich heute durch den Stadtteil fuhr, in dem das Haus steht, wo Karsten und ich für die Dauer der Klassenreise eingelagert waren. Genau da hat er mich das auch gefragt.
Und nun James, schreib mal was handfestes, schliesslich haste ja auch nen Bildungsauftrag. Bleib aber beim Thema, sonst kommt wieder Frau Schulz und erzählt dir, die Ansätze sind alle hervorragend und das ist das Problem, du hast zu viele spinnerte Ideen im Kopf. Formulier doch mal was aus. Wäre das nicht wenig kreativ? Das wäre klug. Geh mich wech, nachher ende ich noch im Landkartenraum oder Schlimmeres. So und nun doch noch ein verwertbarer Paarungstipp für die Herren:
Rosen……kurze Pause, damit jeder mal überlegt: R O S E N??....
Och Mönsch, James, das ist ne olle Kamelle. Rosen ziehen gar nicht mehr. Nachher hat die Angebetete ne Allergie, sind ja alle so empfindlich heutzutage und außerdem schenk ich schon Mutti Rosen. Und da kommt auch schon der Tipp: Ihr sollt die Rosen nicht einfach so verschenken. Seht sie als strategische Waffe, fighting utility im Krieg der Liebe. Man muss Werkzeuge als solche erkennen, um sie auch anzuwenden. Rosen können nämlich auch Triandáfilos heissen, was Griechisch ist und Dreissigblatt bedeutet und siehe da, wenn man das weiss, ist die Rose der Bringer. Jede Rose hat 30 Blütenblätter. Ja und nun? Folgendes:
Mann sitzt also da nördlich von Hamburg, bei Wakenmoor II an einem mondbeschienenen Weiher, ein Uhu lässt sein mystisches uhu erklingen, der Wind streichelt sanft das Schilf, ein Jogger zu später Stunde ärgert sich über den Hundekot. Romantik pur. Man überlegt sich, wie bekommt man nun die Hand am Schnellsten in die Bluse, ähm, wie bekommt am schnellsten ihr Herz und dann zaubert man holter-die-polter die Rose hervor, sagt, diese Rose wird Antwort geben auf die Frage, ob ich dich wirklich liebe. Und dann fängt man an die Blütenblätter abzuzupfen: Ich lieb dich nicht, ich lieb dich, ich lieb dich nicht… Das ist ein bisschen tricky, denn man darf um Himmelswillen nicht verkehrt herum anfangen, weil das Resultat dann nicht wirklich passt. So. Toller Trick, oder? Ihr glaubt der funktioniert nicht? Oh doch. Es sei denn, du erwischt ne dicke Floristin, aber die ist ja zum Glück schon mit Karsten zusammen. So. Ich bin müde, entschuldige mich für den Quatsch und zähle mal ab, ob ich hier aufhören sollte.
Hinterm Kuhstall
Spielt der Ochse Fussball
Eins zu Null für Stachelschwein,
Cabman lass das sein.


Dam it, ich muss aufhören, falscher Takt, aber ich ergebe mich, denn Schicksal ist das was wir bestimmen ;-)


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Es gibt noch 4 Türen,
wobei ich noch auf den ericpp warte. Hallo Herr Schutzgeist, icke habe keine mail bekommen, aber den Wunsch des Herr beetfreq berücksichtig. Ich mach ja was ich kann. Also 4 minus ericpp macht drei. Wer will noch mal, wer hat noch nicht?


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17 Alexij Galileo
Du hast ihr noch einmal ins Gesicht sehen müssen, es mit dem Blick berühren, streicheln, wo die Glasscheibe trennte. Sie wirkte so klein, wie sie da in den weißen Laken ruhte, surreal, wie eine Puppe, was dir das sichere Gefühl verlieh, dass in diesem Tempel keine Seele mehr wohnte und du hofftest, dass es den Ort gibt, an dem Seelen das Glück finden, und die Zeit, die Ewigkeit.
Du bist innerlich ganz ruhig, achtest auf deinen Atem, spürst die Wärme unter deiner Jacke und dort, wo deine Stiefel anfangen, das leichte Drücken am linken großen Zeh, wegen der neuen schwarzen Schuhe. Diesem kleinen Schmerz bist du dankbar, wie er vor sich hinpocht mit jedem Herzschlag, zuverlässig, kein Phantomschmerz. Die Finger deiner rechten Hand hält die Pranke deines Cousins umschlossen, sie zuckt, als er seinen Blick auf die Tote richtet, dann zieht er den Kopf zwischen die Schultern und fängt an zu weinen - dieser Bär von Mann, zehn Jahre älter als du. Er presst deine Ringe unangenehm in deine Fingerknöchel, doch du würdest ihn nicht loslassen. Du wirst ihn halten und führen, bis ihr in der großen Halle mit dem schönen Deckengemälde in Blau eure Plätze eingenommen habt.
Du wunderst dich, welch riesigen Bekanntenkreis diese Frau hatte, die doch in den letzten Jahren ihres Lebens kaum Kontakt zur Außenwelt pflegte. So viele verhutzelte Menschen in biederen Mänteln, ausgerüstet mit Stöcken und Krücken, waren gekommen, einer froh, der andere wohl eher traurig, dass es nicht ihn getroffen, dass es nicht ihn erlöst hatte. Humpelnd, hustend und zittrig nehmen sie Platz auf den Stühlen, putzen die Brillen, rücken Hüte zurecht, zupfen an ihren Blumen und machen betroffene Gesichter. Junge Leute sind kaum da, nur du, dein Cousin, die weißrussische Reinemachfrau der Verstorbenen samt pubertierender Tochter und kleinen Sohn und zwei Herren von der örtlichen Sparkasse, die der Form halber erschienen waren oder weil sie einen Finanzplan zu Einsparungen bei der Erbsteuer anbieten wollen. Du willst nicht, dass eine Beerdigung zum finanzökonomischen Event verkommt. Du gehst auf die beiden zu und bittest sich höflich, draußen vor der Halle zu platzen, falls ihre Angelegenheit so wichtig sei, dass sich ein Warten von 45 Minuten lohne. Sie nicken ernst und befolgen deine Anordnungen.
Ganz hinten im Saal haben sich die Reinemachfrau deiner Oma und ihre Kinder hingesetzt. Das willst du nicht, denn „die Fleißige“, wie deine Oma sie immer genannt hat, war in den letzten Jahren sicherlich der engste Bezugspunkt im Leben der Oma gewesen. „Niet, niet“, sagt die Frau, als du sie am Arm nach vorne dirigierst. Du verstehst nicht, dann sagt der kleine Bub: „Sie denkt, es ist, weil wir anders beten.“ „Keine Sorge“, sagst du, „wir sind die Angehörigen. Ihr könnt tun und lassen, was ihr wollt. Schaut nicht auf die anderen.“ Du nimmst direkt neben ihnen Platz und ziehst deinen Cousin neben dich.
Während des kurzen Aussegnungsgottesdienstes versinkst du in der Wärme des Raums, süßlicher Geruch steigt dir in die Nase, bis du nicht mehr sagen kannst, sind es die Blumen, das Parfum deiner uralten Sitznachbarin oder die schlecht gekühlte Leiche. Dir ist ein wenig übel, doch du möchtest deinen Cousin nicht alleine lassen, indem du nach draußen gehst. Da fängt der kleine Alexij vor dir an, auf seinem Sitz herumzurutschen. Er muss mal, kannst du deutlich seiner Zeichensprache entnehmen. Die Mutter schüttelt den Kopf. Da tippst du ihm auf die Schulter. Der Kleine ist ein gutes Alibi, er lässt sich auch ganz bereitwillig an der Hand nehmen. Ihr geht am Pförtner vorbei und du fragst ihn nach der Toilette. „Ich kann allein“, sagt Alexij, zieht energisch die Tür hinter sich zu und du bist ziemlich erleichtert darüber. Du setzt dich in die Nähe der Pförtnerkabine auf eine Bank und wärst beinahe eingenickt, als Alexij schon wieder vor dir steht. „Duhu, guck mal, der Pförtner hat einen Weihnachtsbaum.“ „Na klar, in zwei Tagen ist doch Weihnachten.“ „In drei!“ sagt Alexij energisch, und: „Du kannst ja nicht rechnen!“, und du erinnerst dich, dass du etwas umdenken musst.
Alexij steht versunken neben dem Pförtnerhäuschen. Der Pförtner sitzt und liest Zeitung. Auf dem Teller neben dem Pförtner liegt ein angebissenes Hörnchen. „Der Baum ist ja nur aus Plastik“, flüstert Alexij ein bisschen enttäuscht. „Ja, schade, was? Dann duftet der gar nicht.“ Du ziehst Alexij ein Stück weiter.
„Duhu! Kommt die Frau Kaiser jetzt in den Himmel? Was meinst du?“ „Kann schon sein. Sie war ja eine liebe Oma.“ „Meinst du, es gibt son Himmel?“ „Schau doch einfach aus dem Fenster. Da ist er doch.“ Alexij wird ganz andächtig und schielt angestrengt in den grauen Winterhimmel. „Aber so ein Himmel ist doch irgendwann zu Ende?“ „Klar. Dahinter kommt das Weltall.“ „Dann haben aber die Toten doch irgendwann keinen Platz mehr? Wenn da gleich das Weltall kommt. Und die Sterne sind ganz heiß, da verbrennen sie.“ Alexij runzelt kritisch die Stirn. „Gehst du nicht in die Schule?“ Du bist amüsiert. „Ich bin sogar schon fertig.“ „Warum weißt du dann soviel nicht?“ Jetzt wird es schwierig. „Was nach dem Sterben kommt, das weiß keiner so genau. Weißt du, es ist nie jemand wieder zurückgekommen.“ „Siehst du, und deswegen können die gar nicht alle in den Himmel passen.“ Alexij tippelt im Flur auf und ab. Du kommst ins Grübeln, wie du dich aus dieser Situation herausmanövrieren kannst, ohne dem Kleinen seinen Glauben zu nehmen. „Hm. Vielleicht kommt ja jeder woanders hin. Dahin, woran er eben glaubt. Und wo er gern sein möchte.“ „Das geht aber nicht. Was ist, wenn du böse warst und trotzdem wohin willst, wo es ganz toll ist?“ Du seufzst. „Alexij, wir müssen da jetzt wieder rein.“
Eine Unmenge Augenpaare folgen euch, als ihr zum Segen den Gang entlang schleicht, aber die Kopfnuss seiner Mutter holt Alexij sich erst draußen. Dein Cousin sieht dich vorwurfsvoll an. „Die letzte Ehre, weißt du, du bist unmöglich.“ „Sie ist sowieso nicht mehr da drin.“ Du zeigst mit dem Kinn in Richtung Sarg. „Wie kannst du so was sagen? Wo soll sie denn sonst sein?“ Alexij hat sich umgedreht und blinzelt dir schelmisch zu, er hüpft und lacht, bis er die nächste Kopfnuss von seiner Mutter erhält. „Frag ihn da“, sagst du, „Er weiß besser als ich, wo der Himmel aufhört.“


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15 Schattenspiele;-)


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14 Poor Boy
Ich habe mir neulich ne CD gekauft, an der hing auch ne Zeitung dran. Die besten unknown Indisongs. B steht zusammen, daher hier ein Tipp für ein Lied, dass mir gut gefällt, tief berührt und sollten die mal ne CD machen, dann kauf ich die. Fi meint, die singen über mich, was ich nicht glaube.





Originallink


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Montag, 4. Dezember 2006
Flughafen-Omma & such a poor life
Pure Hektik heute. Ich beginne mich müde zu fühlen. Kein Wunder. Das Wetter spinnt, Mai im Dezember und Regen. Fi und ich springen von Termin zu Termin. Zeitungsfuzzis in da house. Ich glaube ich habe noch nie eine so schlechte Präsentation gesehen. Ein bisschen bloggen, das Treffen vorbereiten, rein in die Tube, Innercity London, neuer business district, wieder Regen. VIP Kunde Nr.2 weiß sich zu präsentieren und mich zu beeindrucken. Tolles meeting, drei unterschiedliche Einkäufer, nacheinander, drei unterschiedliche Gespräche. Und wieder raus, hat länger gedauert als erwartet.



Im Vorbeigehen erhasche ich die headline of the day. Eine Million Shopper waren am Wochenende nur in der Oxfordstreet unterwegs. Aha. Deswegen sind die Morphine und ich in Stau geraten. Unglaublich. Fussgängerstau in der Tube. Und trotzdem liebe ich diese Stadt, ihre quirliges Durcheinander, den schnellen Takt. Nur meine Batterien laufen gerade leer. Zu viele Gesichter, zu viele Gespräche und zu viele Entscheidungen. Die Stadt ist weihnachtlich geschmückt, alle sind im Kaufrausch und bei mir stellt sich so richtig gar nicht ein Weihnachtsfeeling ein.

Der Kopf ist voll mit anderen Dingen. Wichtigere? Keine Ahnung, aber eben solche, die mein Tun gerade bestimmen. Muss also wichtig sein. Dennoch, ich beklage mich nicht, denn es ist das was ich will. Ich kann mir sehr gut vorstellen hier zu wohnen. Highgate hat mir ausgesprochen gut gefallen. Man wird ja noch träumen dürfen. Außerdem schreibt man nicht über den Job. Man macht ihn. Daher jetzt ein ganz anderes Anekdötchen, eines von denen, die ich so liebe, denn solche sind mein Leben:
Am Freitag letzter Woche habe ich gewartet und zwar auf die Herzkönigin. Das passiert öfters, nur diesmal konnte sie nichts dafür. Sie hat sich bestimmt schnell bewegt im Flugzeug, dieses aber nicht, womit bewiesen wäre, dass ich auch schon mal was von Alberts Theorie gehört habe. Alles ist relativ. Ich stehe da also draußen, rauche eine, ja ja nennen Sie mich schwach, aber warten Sie mal 2 Stunden auf dem langweiligsten Flughafen der Welt ohne ihren Laptop. Also. Ich steh da nun in meinem Hitman-Outfit wie Fi es nannte und da traf ich eine Omma. Nee James. Treffen geht nicht, denn du kanntest sie ja gar nicht. Jeder würde glauben, du wärst mit ihr verabredet gewesen. Steine können vielleicht Autos treffen und wenn das verabredet ist, nennt man es Versicherungsbetrug. Vielleicht bin ich ihr begegnet? Nee. Ich stand da ja nur. Begegnet hört sich so dynamisch an. Oh ihr Germanisten helfet dem, der da gerade nicht weiter weiß und gießet Wissen über sein Haupt, dass Weisheit ihn durch dunkle Stunde der Unkreativität leiten möchte. Nee! Spart euch das. Wenn es nicht weiter geht hilft nur eins: Die Flucht nach vorn und einen anderen Weg suchen:
Ich stand da nun und da kommt so eine Omma auf mich zu getippelt. Ich sehe zuerst ihren viel zu großen Koffer, ihren Pelzmantel und diese unglaublich gute Frisur, aber nicht in der Reihenfolge. Sie sah gut aus. Sehr gut sogar. Omma fängt an in ihrer Tasche zu kramen und ich sehe, dass sie schon ne Zigarette im Mund hat. Ob man es glaubt oder nicht, ich bin ja ein ganz ein Netter und so fragte ich sie auf Englisch, ob sie Feuer braucht. Ja, antwortete sie, sie könne ihres gerade nicht finden. Der Akzent war unverkennbar, musste was Skandinavisches sein. Ich fragte höflich nach und siehe da, Ommi kam aus Dänemark. Hab ich mir gedacht, denn es war unüberhörbar. Kommst du auch aus Dänemark, wollte sie wissen. Nee. Aus Stockholm. Bist du Schwede, fragte sie ungläubig nach. Nee. Deutscher, aber ich wohne schon ne Weil in Schweden. Ich dachte du wärest Italiener. Dam it, Scheiss-Outfit! Sprichst du auch Schwedisch? Klar. Und dann ging die Konversation auf Schwedisch weiter, denn Ommi meinte ihr Englisch wäre so schlecht. Nee, überhaupt nicht, ich bin ja sehr davon beeindruckt, dass du es so gut kannst, sagte ich zu ihr. Ja weißt du, seit mein Mann vor 5 Jahren starb, reise ich viel. Man kann das Geld ja nicht mitnehmen und es ist eine Schande, dass mein Mann nichts davon hat. Wir haben so hart dafür gearbeitet. Stimmt, gab ich ihr Recht und dachte dabei an meine Tante Hanchen, die hat es genauso gehandhabt. Es war ein langer Weg für sie, vom Serviermädchen im Offizierslokal der Tommys bis zur Besitzerin von 8 Edeka-Märkten. Alles zusammen mit meinem Onkel Willi und dann, als sie sich entschieden in Rente zu gehen, stirbt der einfach. Hanchen hat ihm das nie verziehen, sie meinte immer, der überlebte den Krieg, der überlebte das Leben mit mir und endlich, wo wir anfangen wollen unseren Verdienst zu genießen, stirbt der einfach. Sie begann dann zu rauchen und verprasste die ganze Kohle mit Reisen. Die lieben Verwandten sagten, sie wäre verrückt. Warum? Ihre Kohle, kann sie doch machen was sie will, ich hätte es genauso getan. Zurück zu meiner Flughafen-Omma.
Wir reden so dies und das und Omma erzählt mir, dass es nun das fünfte Jahr in Folge wäre, dass sie zu diesem Konzert hier in London führe. Ob ich denn wisse, wie sie nach Waterloo kommt. Na, da lass ich mich ja nicht Bitten und kramte meine Tubmap vor, zeige ihr den schnellsten Weg und Omma meinte, den könne sie nicht nehmen. Oha. Warum nicht? Na weil der unterirdisch ist. Da hätte sie Angst. Gibt es denn keinen Bus? Keine Ahnung. Aber weisste was, da drüben steht MR. Policeman. Den werden wir fragen. Ja, mach aber du das, ich versteh die nie. Logo. Wir also durch den Regen zum Officer und der erklärte ihr denselben Weg wie ich es tat, ich übersetzte artig und Omma schüttelte die ganze Zeit mit dem Kopf. Will se nicht, sagte ich zum Polizisten. Jut, sachte der, ich habe ne andere Idee. Just follow me. Rein ins Gebäude, hin zum Infodesk, dabei eiskalt vorgedrängelt, denn hier kommt die Staatsautorität und ne Omma; niemand moserte. Der Mann da war sehr nett, baute so tausend Varianten zusammen und ich rechnete die Zeit im Kopf mit, sagte, das dauert garantiert 2 Stunden. Der Officer stimmte mir zu, wenn nicht sogar mehr, denn wir haben einen fucking traffic jam. Stimmt. Fi und ich standen auch nur im Stau. Also habe ich der Omma das alles erklärt und auf sie eingeredet, dass sie die Bahn nehmen soll. Wollte sie dann auch, wenn ich ihr zeigen würde wo sie die Karte bekommt. Siehste, geht doch. Ich bedankte mich beim Polizisten, der schnickert sich die ganze Zeit eins, wünscht mir viel Glück und ich hatte das Gefühl, der glaubte das wäre meine Oma. Na, ich sagte zu Oma, weisste, bevor ich dir den Weg erkläre komm ich lieber mit, die Kartenautomaten können tricky sein. Da freute se sich, ich nahm ihren Koffer und dann sind wir los zum Bahnsteig. Der Automat war auch tricky, keine Kreditkarte möglich, aber Omma sagte, sie hätte eh keine, weil zu gefährlich, aber mit nem dicken Bündel von Scheinen rumlaufen. Die Karte haben wir bekommen, ich brachte Omma noch zum Bahnsteig, denn ich habe nicht gesehen, wie sie diesen Koffer allein in den Wagen wuchten wollte. Die Bahn fuhr ein, der Koffer war schnell drin und ich bekam eine lange Umarmung, Ommi hat vielleicht gut gerochen. Sie kniff mir in die Wange, sagte, wenn se jünger wäre würde sie mich direkt mitnehmen und ich schmunzelte grenzdebil. Wie alt bist de denn eigentlich, wollte ich von ihr wissen. 75 sagte sie da. Unglaublich. Wirklich unglaublich wenn ich da an meine Mutter denke. Ich nahm sie noch mal in den Arm, denn sie hat all meinen Respekt, ich liebe solche Leute, ich wünschte ihr viel Glück, dann war se weg und ich hatte nur noch eine Stunde zu warten. Tolle Sache das. Schönes Anekdötchen will ich meinen und ich freue mich jedes Mal, wenn so etwas passiert, denn es zeigt mir, dass ich so falsch nicht liege; mit allem so. Und morgen kommt dann VIP Kunde Nr. 3 und nun erstmal das Essen, denn das habe ich auch schon wieder vergessen. Such a poor life.


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Ich habe Freunde, die denken an mich, weil sie mich kennen. Daher heute hier, für alle dies es eilig haben, von time to time, a legal advice:
Betreff: WG: Schnelles Fahren preiswert ... ;-)

Wer von uns ärgert sich nicht, wenn man schnell mit seinem Auto über die Autobahn huschen will und irgendein Penner träumt mal wieder auf der linken Fahrspur.

Drängeln ? Lichthupe ? Aber halt: Das kann nach der neuen Vorschrift der StVO sehr teuer werden! Seit dem 1.8.2006 gilt nämlich die neue
Dränglervorschrift: 250 Euro – 4 Punkte - 3 Monate Fahrverbot. Fazit: Lieber gleich rechts überholen. Das kostet lt. gültiger StVO nämlich im Moment: 50 Euro - 3 Punkte. Fahrverbot gibt es erst bei mehrmaligen Wiederholungen.

Fazit: 200 Euro - 1 Punkt - 3 Monate Fahrverbot gespart!

Noch mehr sparen?

Also rauf auf die Standspur. Das kostet lt. gültiger StVO im Moment:
50 Euro - 2 Punkte. Wieder ein Punkt gespart! Niemand bedrängt, nicht aufgeregt, Nerven geschont, schnell vorangekommen und insgesamt noch 200 Euro, 2 Punkte und 3 Monate Fahrverbot gespart.

Das geht noch viel billiger und effektiver für die ganz Harten!

Kauf Dir ein Blaulicht und ein Martinshorn, gebrauche dasselbe und Du kannst Dir deinen Fahrstreifen aussuchen, der freigemacht werden soll.

Die Verwendung solcher kleinen Hilfen im täglichen Verkehr kostet läppische 20 Euro. Steht so im § 38 StVO geschrieben. Blaulicht und Horn werden dann aber beschlagnahmt - also möglichst preiswert und sofort in größeren Mengen im Versandhandel (Conrad, Westfalia, etc.) kaufen.

Also 230 Euro gespart und - K E I N E - Punkte!!! So kann clever Autofahren aussehen, wenn man sich im Gesetz auskennt.


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reminder
stop smoking! ;)


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Freitag, 1. Dezember 2006
Herzlichen Glückwunsch, Sie wurden ausgewählt,
jetzt online am 1.12.2006
um 08:40 Uhr!

Sie wurden soeben unter allen Besuchern dieser Webseite ausgewählt,
eine Traumreise zu gewinnen!

Falls ausgewählt, bitte hier klicken:
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Als ausgewählter Teilnehmer können Sie folgendes gewinnen:

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Die Teilnahme dauert nur 1 Minute und ist kostenlos!
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Herzlichen Glückwunsch!
Ihr Team von MeinTraumziel



Danke liebes Traumzielteam. Ich fühle mich gleich privilegiert.


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