Mittwoch, 15. November 2006
Ihr Kasperköppe;-)
1 Search request: james rupert cabman I


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Einfach mal machen
Schweden ist dagegen und zwar gegen Brustkrebs! Das ist gut, das passt, da kann man sich engagieren ohne jemanden auf die Füße zu treten, wenn es mit der Brustkrebsendlösung nichts wird, hat auch keiner Schuld, es kostet verhältnismäßig wenig, schon gar nicht Zeit und wir bleiben weiter auf der Couch sitzen, essen Kekse und schauen in die bunte Fernsehwelt. Dabei haben wir das gute Wissen, etwas für eine bessere Welt zu tun, und weil wir so etwas ja immer schnell vergessen, pinnen wir uns ein lustiges Schleifchen ans Reverse, damit alle sehen, wir haben ne Meinung auch wenn die völlig uninteressant ist, wir schreien sie trotzdem raus, aber nur, wenn sie niemandem wehtut.
Mir fallen da gleich so mindestens 4 andere Dinge ein, gegen die man sein kann, ohne wirklich gegen was zu sein. Ich finde z.B. Haarausfall inakzeptabel, ich finde auch vorzeitiges Altern doof, ich finde verfrühtes Verfaulen von Obst tragisch und ich bin der Meinung, dass es zuviel regnet. Das sind schöne Meinungen, ich bin bestimmt nicht allein und weil ich auch träge bin, bleib ich hier sitzen und bin trotzdem engagiert und energisch dagegen.
Na, das geht so aber nicht, höre ich die schöne Kommunikationstrainerin sagen. Herr Cabman, versuchen sie doch mal eine harmonische Gesprächsatmosphäre zu schaffen.
Da fragte ich warum, weil es mich interessierte und die Schönheit sagte, weil es sich besser anfühlt, dem Gegenüber ein angenehmeres Gefühl verschafft. Jut, rief ich da, aber wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, sollte man es auch sagen, denn nachher glaubt allewelt es badet da nur und dann ertrinkt es womöglich noch, oder schlimmeres. Sie sagte nein, ich sagte ja, ich blieb bei meiner Meinung, sie versuchte ne nette Gesprächsatmosphäre zu behalten, und so sind wir resultatlos verblieben. War aber nett, besonders das Rollenspiel einer typischen Berufssituation. Das ging völlig nach hinten los.
Aber! Ich bin wirklich lernwillig und versuche Erlerntes anzuwenden, daher bin ich ab sofort nur noch dafür, nämlich dafür, manchmal dagegen zu sein. Das ist so positiv, das lässt die Menschen in meinem Umfeld vor Freude weinen und ich fühle mich so gut dabei, dass ich gleich nen Apfel essen könnte, wenn der leider nicht schon angegammelt wäre, was ja gut ist, denn ich so kann ich wieder für etwas sein.
So. Und nur das wir uns nicht missverstehen, ich bin sehr wohl dafür, die Krebsforschung im Allgemeinen und die Brustkrebsforschung im Besonderen zu unterstützen. Habe ich auch gemacht. Genauso, wie ich für Green Peace spende; für Tiere in Not; für die AIDS-Forschung; ich bin Mitglied bei Food Watch; ich kaufe im Supermarkt Hundefutter, nur um es in den Tierheimcontainer zu werfen; ich habe nen Organspendeausweis; in Schweden kann man am Pfandautomaten wählen, ob man das Geld wiederhaben will oder für die Aufforstung der Regenwälder spendet. Ich spende hier immer, ich glaub mir sollten da schon ein paar Quadratmeter gehören; ich spendete für Blogger.de und werde es wieder tun, wenn es nötig sein sollte; alle unsere Hunde kamen aus Tierheimen, den letzten haben wir aus Spanien einfliegen lassen, der war teuerer als ein reinrassiger Schäferhund und ich spende auch für den WWF. Die haben mir auch so schicke Dinger dafür geschickt, wo ich gar nicht so richtig weiß, was das eigentlich sein soll. Und der ganze Umstand der mich so nervt ist die Tatsache, dass es so banal ist. Einfach mal machen, weniger darüber reden, schon gar nicht über Dinge, die so besonders nun auch nicht sind, oder hat irgendjemand einen „Ich habe für die Tsunamiopfer gespendet!“ Pin? Den will ich dann auch.


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Ich habe keine Angst, beginne aber mich zu fürchten;-)
3 Search request: James Rupert Cabman


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Ich will mehr Weihnachtskalenderbeiträge!
Hört ihr, ihr Blogger der Welt?!

Mir fehlt hier mehr Input!


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office hour
Sagt der Jim aus Amerika: Work hard, play hard!
Genau. Und dann noch drei Tassen Kaffee, aber meine Bedenken nimmt es mir nicht. Ich mag Jim´s hemdsärmelige Art. Klingelt das Telefon, geh ich nicht ran. Goodby Jim, wir sehen uns wieder. Schade das dein Besuch so kurz war.


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Dienstag, 14. November 2006
Ich wundere mich noch immer
Da lese ich gerade beim Frühstück in der Zeitung, dass eine demokratische Partei eine andere Partei verbieten lassen will. Wie demokratisch ist das denn? Ich würde sagen, seht zu, dass ihr mit den euch zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln etwas ändert; seid besser, löst die Aufgaben, hört auf die Menschen. Das Problem ist nicht diese Partei, sondern die Ursachen, die manche Menschen diese Partei wählen lassen. Oder wisst ihr gar, dass ihr das vielleicht gar nicht könnt? Oder seid ihr nur dick, faul und so mit euch selber beschäftigt, dass ihr nicht das Wohl des Volkes, wohl aber euer eigenes im Auge habt. Da stört natürlich so ein parlamentarischer Innenfight gewaltig, weil es gibt ja Bohnensuppe in der Kantine. Guten Appetit, sage ich da. Passt auf das ihr euch nicht verschluckt.


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Montag, 13. November 2006
Wunderliche Dinge am Abend
Ich wundere mich ja. Um genau zu sein, wundere ich mich über die vermehrte Anzahl der unten aufgeführten Suchanfragen. Das was mich daran beschäftigt ist diese Frage: Man sucht also eine Weblogin, die man nicht kennt, aber von der man weiss, denn wäre man ahnungslos, wüsste man ja auch nicht, was man suchen soll. Das bedeutet also, es scheint Leute zu geben, die schon mal was hörten, aber nichts genaues wissen und deswegen mal suchen. Oder? Wenn ich bis hier richtig liege, stellt sich die erstaunliche Frage, woher wissen die von dieser Weblogin?
Also, liebe Suchenden. Ich fühle mich geehrt. Hier bin ich, so seh ich aus. Heute. Sogar schon seit heut Morgen.
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Komm wir nun mal zu was ganz anderem. Der eine oder andere wird es wohl gemerkt haben, ich war bei der Frau Morphine und da haben wir es uns gut gehen lassen. Aber echt. Dann musste ich leider gestern zum nächsten Termin aufbrechen, weitweg vom Morphineland und desderwegen bin ich Bahn gefahren. Schönes Happening, mit viel Verspätung und einer Nachlösegebühr, weil ich die Kinderkarte gelöst hatte. Die Lacher der Mitreisenden waren mir sicher, aber eh, da steh ich drüber und ich weiß, warum ich abgelenkt war.
Anyway. In der schönen süddeutschen Provinzmetropole angekommen gab es sogar ein Taxi, aber leider auch so ca. 25 Taxisuchende, hat das ebenfalls wieder gedauert. Aber dann endlich war ich im Hotel. Schöne altmodische-billig-eicherustikal Einrichtung, aber ganz herzliche Menschen, glaube ich, denn verstanden habe ich die nicht. Da sitze ich also, gedankenschwer, weil sie sich wie Kaugummifäden zur Frau Morphine hinzogen, dachte über alles nach, freute mich, fand und finde es immer noch interessant, dass ich so zwischen den Welten pendeln kann und will, wollte eigentlich nur zurück, da werde ich angesprochen. Auf Schwedisch. Hach, da war ich ja froh, endlich jemand den ich verstand. Ich folgte deren Einladung und wir setzten uns zusammen, die Crew am Tisch hatte nämlich meine Adresse beim einchecken mitbekommen und daher wussten die, dass ich aus Schweden komme.
Und siehe da, diese netten Leute sind nichts Geringeres als die central head buyer von einem Riesenunternhemen aus Schweden. Die holen hier ne Maschine ab, aber erst nach eingehenden Tests. Fand ich totinteressant, finde ich eigentlich immer und dann redeten wir so über dies und das, über Deutschland, Schweden, Politik, über das Rauchen, denn die haben gequalmt wie die Schlote und dann sind wir natürlich auf das Thema Reisen gekommen.
Ach, das ist alles so anstrengend, immer unterwegs, nie daheim und plötzlich fängt dieser Bär von einem Mann an zu heulen. Echt. Heult einfach los, ohne was zu sagen und da muss man ja fragen. Es stellte sich raus, dass seine Frau ihn verlassen will, sie erträgt es nicht mehr, dass er nie zu hause ist, sie hätte auch schon nen Neuen, was wird denn aus den Kindern, was aus dem Haus und dem Boot? Was soll er nur tun? Tja. Das war jetzt nicht unbedingt die Frage, die man mir stellen sollte. Ich hatte das alles schon, was ich ihm dann auch erzählte und da war er gleich noch deprimierter. Was soll ich sagen, mit Männern die heulen kann ich nichts anfangen. Ich habe das letzte Mal so richtig geheult, als ich meinen Hund einschläfern lassen musste. Gott war das grausam. Aber wegen ner Beziehung? Das ist doch etwas, was 2 Menschen beendigen. Freier Wille. Niemand ist tot. Der Hund war es schon, endgültig, was wirklich grausam war. Naja. Ich habe ihm dann trotzdem gut zu geredet, nur was redete man in solchen Situationen? Nichts Gehaltvolles will ich meinen und deswegen spendierte ich ihm lieber noch ein Weizen, was er gut fand. Ich verabschiedete mich höflich, mit dem Hinweis, noch telefonieren zu müssen, was auch stimmte, aber die zu erreichende Pappnase hat wahrscheinlich laut Musik gehört, oder das Treppenhaus gereinigt, jedenfalls hat se nicht abgenommen. Gut dachte ich mir, isst du halt noch was.
Ich fragte sehr höflich in allerbestem Hochdeutsch, wurde auch verstanden, nur zu Essen gab es nichts. “Doch nicht um diese Uhrzeit,“ sagte man mir mit entgeistertem Blick. Aha. Ich dachte an die schicke Art Deco Bar, in der ich mit Frau Morphine war, wo es auch nachts um 1.00 Uhr noch Schinken und Kaffee gab. Jut, war da auch ungewöhnlich, aber immerhin hat die Kellnerin nur komisch gekuckt. Essen gab es trotzdem.
Nun. In der Provinz ist alles anders, die Frage nach ner Tankstelle wurde verneint, ebenso wie die nach einem Spiegelei. Aber ich könne ja nen Apfel nehmen. Besser als nichts, dachte ich mir und dann bin ich ins Bett.
Heute Morgen treffe ich die Aussendienstlerin und das erste was die sagt ist: Du siehst so anders aus. Klar, denk ich mir, ich war beim Friseur und außerdem habe ich mal geschlafen. Das war aber nicht das was sie meinte. Sie sprach von demselben Quatsch wie Irene letzte Woche. Nämlich von Pondus, was ich nicht weiter erkläre, merke aber an, ich würde gern Pontius heißen.
Ach ja. Die Termine haben wir locker abgerissen, sehr gute Resultate erzielt und es ging eigentlich viel zu leicht. “Was war das denn?“ Wunderte sich die Frau AD. Und ich hätte am liebsten gesungen: Die Hormone, wir alle sind Sklaven. Es sind nur die Hormone! Machte ich aber nicht, denn heute lebe ich ja in der anderen Welt.
So. Ich fliege jetzt weiter, mal sehen ob die Pappnase mit dem Treppenhaus fertig ist…


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