Mittwoch, 15. Oktober 2008
Heute
38 Bewerbungsmappen gelesen und erschrocken festgestellt, dass fast die Hälfte der Bewerber ehemalige Geschäftsführer ihrer eigenen Unternehmungen waren.

Ist das die Flucht vor der Krise?

Ich weiß nicht, was ich davon zu halten habe und ich weiß auch nicht, ob ich diese Leute, die immer so verächtlich über mich lächelten, überhaupt mag? Wüßten Sie es?


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"Diese Leute"
klingt mir zu sehr nach Sippenhaft. Haben denn ausnahmlos alle geschäftsführenden Gesellschafter irgendwelcher Eigenunternehmungen, mit denen Sie zu tun hatten, über Sie als Angestellten gelächelt? Oder zumindest die meisten?

Ich würde mir mit Blick auf so eine Bewerbung vermutlich denken, naja, zumindest einer, ders mal probiert hat mit was Eigenem. Ob ich das indes höher bewerten würde als eine straighte Angestelltenkarriere mit entsprechenden Credentials/Qualifikationen käme wirklich sehr auf den Einzelfall an.

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Ach Herr Mark, es ist wie so oft eine Verallgemeinerung. Natürlich. Manchmal bin ich eben böse. Ich arbeite aber daran. Ehrlich.
Ich fand es nur sehr auffällig, dass es derart viele waren und fragte mich: Warum?
Und natürlich kommt es auf den Einzelfall an. Vielleicht freut es Sie zu lesen, dass ich 2 Bewerber berücksichtigt habe.

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Och,
ich habe da keine Aktien drin, möge der geeignetste Bewerber zum Zuge kommen. Auf das potenzielle Problem mangelnder Hierachiefähigkeit haben andere Diskussionsteilnehmer ja schon dankenswerterweise hingewiesen.

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hm, gibt es nicht eine statistik, die sagt, daß die meisten geschäftsaufgaben nach 5 jahren erfolgen? und vor ca. 5 jahren begann eine gründerwelle. und nun ist es an der zeit, daß sich einige leute fragen: will ich das mein leben lang machen? und: habe ich das das potential, auch durch eine krise zu gehen?
jetzt schon eine auswirkung der krise festzustellen, das finde ich zu früh. das sind eher die ersten, die wegrennen und nach mami schreien.
ich würde mich eher fragen, wie hierarchiefähig diese leute noch sind. ich bin es z.b. nach knapp 15 jahren selbständigkeit nicht mehr (es sei denn, ich bin der boss).

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Recht haben Sie. Sehe ich ähnlich, denke aberauch, dass jemand mit der Erfahrung der Selbständigkeit neuen Wind in die verstaubten Büros bringen kann. Vielleicht sogar neue Gedankenansätze?

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das in jedem fall. vor allem können diese leute selbständig arbeiten und heben eben nicht die typische angestelltenmentalität. wenn man sie machen läßt und ihnen wenig reinredet und sich vorwiegend das ergebnis ansieht.

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kommt drauf an, als Führungskraft würde ich mir die Bewerbungen genauer ansehen, als normale MA in einem Team haben sie bei mir immer schon so ein bisschen ein Minus - die Jungs und Mädls tun sich bei Hierachien meist recht schwer, gerade knapp nach der Selbsständigkeit...

das war jetzt nicht deutsch, aber ich hoffe trotzdem verständlich :)

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ja ; nein.
wieso haben die den Job nicht mehr ?

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@eria:
Klar versteh ich dich.;-)
Und ja, ich suche einen MA und ja, dass ist genau das Problem, welches ich auch sehe. Auf der anderen Seite brauche ich aber auch jemanden, der eigenständig handelt. Das sollte für einen ehm. Selbständigen kein Problem sein, oder?

@Lady Death:
Die meisten schrieben zur Erklärung: Schwieriges Marktumfeld. Eine Tatsache, die sich bei uns nicht ändern wird, aber mit einem kleineren persönlichen Risiko behaftet ist.

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selbständig arbeiten ist sicher kein problem für einen exselbständigen.... obwohl, ich kenn auch andere beispiele, hab eben so einen in meinem team sitzen. verlangt viel kohle und rührt keinen finger, er ist sich für alles zu schade... könnte aber alles besser... naja.

aber den richtigen zu finden ist immer eine krux, am besten auf den bauch verlassen :)

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Ich könnte mir vorstellen, dass das auch mit den Anforderungen zusammen hängt. Sie suchen sicher wen, der so einiges kann, und wer das alles mitbringt, für den ist es nicht unwahrscheinlich zu versuchen, selbst etwas auf die Beine zu stellen.

Gründe, sich dann doch wieder zu bewerben, gibt es jede Menge. Kann man ja einfach mal fragen.

(ich mag die übrigens meistens, weil sie einen anderen Blick mitbringen - den eben, mal für etwas von vorn bis hinten verantwortlich gewesen zu sein)

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