Samstag, 4. November 2006
monsieur cabmans spezielle wünsche
"pornos? och, ich hab da keine speziellen präferenzen, ich nehm alles mit!"


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So ein Mist.
Mann ey, so ein Scheiss. Seit die Antike das Auto mitgenommen hat bin ich ja Spaziergänger. So ne Art Vorstadtspaziergänger. Jut, latsch ich halt durch den Schneematsch und dichten Schneeregen zum Bankautomat und was macht der? Frisst die Karte. Ich hätte den verkehrten PIN eingegeben. So ein Quatsch. Aber ehrlich. Na gut, denk ich mir, hast ja noch ne Kreditkarte, also rüber zum Feinelektronikfachhändler, denn ick wollt mir ja Boxen kaufen. Die habe ich auch gefunden, formschön und klangstabil. Ich will die nur fürs Cure Museum haben und um Lennart zu ärgern. So. Steh ich an der Kasse, will bezahlen, akzeptiert die die Karte nicht. Jut denk ich, hast ja noch eine. Und? Pustekuchen, die benutze ich so selten, dass ich den PIN nicht drauf habe. Also, alles auf retour. Ich komm dann morgen wieder. Danke schön, wieder sehen und schönen Samstagabend noch.
Daheim angekommen hab ich erstmal alle Notizbüchlein nach den ollen PIN´s durchsucht. Na gut, erst musste ich die Notizbüchlein suchen. Wissen ist bekanntlich wissen wo es steht. Und siehe da, der PIN der ersten Karte war auch nicht verkehrt. Die Karte ist nur ausgelaufen. Heute. Und wo ist dann die Neue?


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Kontaktgierige Männer

Wir erinnern uns, ich bin glühender Gewerkschafter, Sozialzausel und das Ganze im Wert von 29,- Euro Monatsbeitrag. Wie jede richtige Gewerkschaft, die überfinanziert ist, hat auch meine ein wunderschönes Gewerkschaftsmagazin. Es erscheint monatlich und ich tue mich diesmal nicht schwer mit der Übersetzung, denn es hört auf den schönen und programmatischen Namen: CHEF.
In diesem Heftchen werden allerlei wichtige Themen behandelt, so was wie: Was machen in Konfliktsituationen, die nur von mir als solche empfunden werden? ,noch viel mehr Käse und ich glaube es existiert nur als Rechtfertigung für die 29,- Euro. Also hab ich ja doch ein Zeitungsabo.
Ich würde es nicht erwähnt haben, würde in der aktuellen Ausgabe nicht die Titelstory den Geschlechterkampf neu entfachen. ER vs. SIE mit dem Untertitel: Wer ist der geschicktere Chef. Aha denk ich mir, kann ja interessant sein. Also machte ich es mir in der Badewanne gemütlich, Müsli, Tee und Kerzenschein, alles was man so braucht und las. So ca. 1 Minute, denn der Artikel ging über sieben Seiten, deren zentrale Aussagen am Rand in bunten Schaukästen konzentriert wurde, bekanntermaßen haben wir Bestimmer wenig Zeit, schon gar nicht, wenn der IKEA-Katalog wartet.
Ich gebe sinngemäß wieder und verweise weiterhin auf Harry Rowohlt: Übersetzen ist Kunst!

Bezeichnend für weibliche Chefs:
~ Ihnen ist es wichtig gute Zuhörer zu sein;
~ Möchten andere motivieren;
~ Mögen es wenn sich unter ihrer Leitung Menschen entwickeln;
~ Sind detailorientiert;
~ Schaffen Struktur und sehen Probleme in ihrer Gesamtheit;
~ Sind zufrieden, wenn sie Resultate erreichen;
~ Empfinden es als wichtig, mit unterschiedlichen Mensch zu arbeiten;

Bezeichnend für männliche Chefs:
~ Glauben an sich selbst und ihr Fähigkeiten;
~ Glauben nicht daran, Unterstützung in ihrer Position zu benötigen;
~ Glauben daran, dass Unternehmensergebnis direkt zu beeinflussen;
~ Leiden nicht an der Einsamkeit ihrer Position;
~ Sehen es als wichtig an, ein Teamplayer zu sein;
~ Möchten für ihre Tätigkeit gut entlohnt werden;
~ Erachten es als wichtig, ein Netzwerk aufzubauen und viele Kontakt zu haben;

Schlussaussage war dann auch, Männer und Frauen sind unterschiedlich und eine Kombination aus beiden wäre von Vorteil, sprich Arbeitsteilung in Führungspositionen. Gut, das ist nun so neu nicht. Weiß ich aus Erfahrung, ich habe ein ausgesprochen gutes Verhältnis mit Maria und ich habe ein ausgesprochen gutes Verhältnis mit den Mädels aus meinen Teams, wir sind in beiden Richtungen Teile, die sich ergänzen; alles läuft ineinander. Trotzdem habe ich mir die Listen noch mal angeschaut und stelle fest: Ich für meine Person kann tatsächlich an 50% aus der weiblichen und an 50% aus der männlichen einen Haken machen. Was das nun wieder heißt, weiß ich auch nicht, vielleicht bestätigt es die Aussage von Menschen aus meiner Nähe, die mir aber nicht nahe stehen, ich wäre speziell, dies bitte mit leicht zweifelnden Unterton aussprechen.

Anyway, viel interessanter war ja die Aussage des Prof. Baron-Cohen aus Cambridge: Es gibt keine Intelligenzunterschiede zwischen Männern und Frauen, wohl aber bei der Art zu denken. Und 17 % der Männer respektive Frauen, haben ein Gehirn, dass mehr dem des anderen Geschlechts entspricht. Nun wird auch einiges klar, schaue ich auf die Listen oben: Ich habe wohl ein Frauengehirn.
Wobei das so nicht stimmen kann, denn letztes Wochenende stellte ich irgendwann fest, das das Besteck weg ist. Wo war es? Genau im Geschirrspüler, was ja nicht schlimm ist. Ihn nicht starten zu können schon. Nach ner Stunde oder so habe ich dann die Antike angerufen und da war se ein bisschen genervt und meinte: „Du bist so typisch Mann.“ Sie hat mir aber dann doch verraten, dass man den einen Sicherheitsknopf drücken muss. Ich wasch jetzt immer gleich ab, dauert ja Jahre bis der Geschirrspüler voll wird, meistens aber bis man kein Besteck mehr hat.
Abends musste ich sie noch mal anrufen, denn es war Waschtag. Mir war nicht bewusst, dass ich einen Trockner habe. Bislang war es nur die Abstellmöglichkeit für den Wäschekorb, doch seit Väterchen Frost und Frau Holle ein Tächtelmächtel haben, will die Wäsche draußen nicht mehr trocknen. Also alles reingestopft und dann? Knopf drücken und nach Stunde feststellen, dass der Trockner nicht trocknet, sondern die Wäsche nur dreht. Aha, und nun? Na, rufen wir die Antike an und die war dann richtig pissig. Geholfen hat sie mir trotzdem, die Wäsche wurde auch trocken und das einzige Problem, dass ich jetzt noch habe ist: Es ist so uneffektiv, als Single Wäsche zu waschen. Man braucht auch hier Jahre bis die Trommel voll wird. Also, Problem in seiner Gesamtheit erkannt (=weiblich).
Lösung:
Ich könnte ne Waschgemeinschaft gründen, auch für Geschirr und Besteck. Wir könnten uns mal hier treffen und mal da. Wir könnten Tips über neueste Weichspüler austauschen und uns übers Bügeln unterhalten. Ich könnte von meinen Reisen mal ein französisches Waschmittel mitbringen, oder ein holländisches Geschirrspülmittel, alles wäre so sozial und so männlich, denn dies ist nun per Definition ein richtiger Männergedanke, von wegen Netzwerk und Kontakte und so…


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Freitag, 3. November 2006
Bald nun ist Weihnachten





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Neuer Zug, Neues Glück
Die Dame neben mir schnarcht. Die Rentner hinter mir essen nur. Ich habe kalte Füße, der Kaffee schmeckt auch so. Alles schnoddert und hustet. Oma hinter mir erklärt gerade allen, daß ihr vom Gerüttel nun schlecht ist. Ich weiß dieses Handy zu schätzen und will in die Wanne. Ich hätte gern jemand, der mir den Kopf streichelt. Und wieso riecht es jetzt nach Kartoffelsuppe?
3 Stunden to go, warum muß dieser Land auch so groß sein?


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Der Weg führt immer zum Ziel
Ich liebe diese Song. Zum Heulen schön, lässt mich schweben. Mann ey, was bin ich fürne Memme. Berührt immer wieder. Starkes Video, Frau zum Verlieben. Ich nenne es perfekt. So. Ich fahr jetzt nach Hause. Ist ein langer Weg, im Kopf und geographisch. Und manchmal weiss ich auch nicht, was es noch zu fragen gibt.

Roads end getting nearer
We cover distance but not together




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Wieso sagt denn keiner das MÄNNERTAG ist?


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Presseschau:
Lies mal den Artikel sagt die nette Kollegin, aber ich lach mich lieber über die Frontpage (www.usmagazine.com) kaputt:







Liebe Tara,

ich freu mich das es dir besser geht. Aber, eine Frage sei gestattet: Wer hat dir erzählt das du perfekt warst?
Vor allem würde mich interessieren worin und in welchem Zusammenhang?

Gute Besserung, Dein perfekter und grösster Fan!

James


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Kommst Du ins Büro und:
Schreib doch mal ne Stellungnahme zu diesem Artikel in Österreich da. Klar. Bitte schön:

Liebe Kunden,
früher hatten wir Propheten, heute heissen die Journalisten.
Früher wurde gelogen, dass sich die Balken bogen und Opfergaben gereicht wurden, denn der Prophet wollte ja auch leben. Heute ist das nicht anders.

Und noch ein Tip zum Wochenende: Wenn die Stimmen um Sie herum zu laut werden, hören Sie auf ihre eigene, denn Sie können selber denken.

Mit freundlichen Grüssen

J.R. Cabman


Leider darf man so etwas wohl nicht schreiben.


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Freitag, 3. November 2006
Statusmeldung Weihnachtskalender:
DREI, ich sage es nochmal DREI Türchen sind vergeben. Ich bedanke mich bei den Weihnachtsbloggern! Nummernwünsche werden natürlich berücksicht, wenn möglich. 20 to go.


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James, du hast da ein Problem
Meine Socken und mich verbindet ja eins und das sind meine Füße. Socken haben ist ne feine Sache, gerade in diesen Zeiten, wo Kälte durchs Land kriecht wie andernorts die Courage.
Ich besitze irgendwie nur schwarze Socken. Nun ist dies nicht so einfach, wie es sich anhört, denn es gibt hellschwarz, helleres Schwarz, streifenschwarz, ausgewaschenes Schwarz, Schwarz mit Löchern links, Schwarz mit Löchern rechts, an der Ferse, oben, unten, teueres Schwarz, billiges Schwarz, geschenktes Schwarz, Tscha Tscha Tscha.
Andere mögen Ringelsocken, ich mag schwarze Socken, denn ich gab mich dem Irrglauben hin, kaufst du alle Socken in Schwarz, musst du nie wieder Socken sortieren. Gibt es etwas Blöderes als Socken zu sortieren? Ja, vielleicht sich mit seiner Partnerin zu streiten, weil die es nicht machen will. Oder Socken bügeln. Da kann man schon Schwarz sehen. Gut, wenn man da keine Partnerin hat.
Wie auch immer. Schwarz passt immer, macht schlank und sieht sexy aus, außer es sind so Socken, wie ich sie auch habe, die haben einen so engen Bund, das man Unterschenkelblutstau mit einhergehenden kalten Füssen bekommt. Füße sind auch zum Gehen da, mag jetzt ein Naseweis rufen, ja, sag ich, aber müssen die deswegen kalt sein? Kalte Füße bekommt man auch so, kostet 15,50 Euro, heißt Eisbein, hat nichts mit Socken zu tun und wird nie bestellt. Aber mal Hand aufs Herz, das sind doch nicht wirklich die Problemsocken, oder? Die wirklich schlimmen sind doch die, die nicht da sind. Wir kennen doch alle die Socken, die sich entzweien, welche Hand-in-Hand in die Waschmaschine springen, lächelnd, fröhlich, verschwitzt von diesen Dingen, die man zu zweit am besten macht und dann? Weg. Eine verweigert sich dem Fuß. Eine fehlt. Garantiert. Aber wissen Sie was schlimmer ist? Wenn alle weg sind.
Gut ich gestehe, es hat nichts mit dem Mysterium der Fußverweigerung einiger Socken zu tun. Es hat was damit zu tun, dass ich abgelenkt war, als ich eigentlich mein Reisetäschchen hätte packen müssen. So. Hab ich halt alle Socken vergessen. Und das passiert mir, Silberbonuskarteninhaber und Vielwegseier. Ich fass es immer noch nicht, aber ich habe jetzt gleich Zeit, wenn ich dieses eine Paar, das mich seit Dienstag so wacker begleitet, wieder von Hand wasche und trockne, denn eins ist wichtig:

Trägst du nen kühlen Kopf und frische Socken, kann dich im Leben nicht wirklich was schocken.


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